Gervinius, Georg Gottfried

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Georg Gottfried Gervinius

Georg Gottfried Gervinius wurde am 20. Mai 1805 in Darmstadt. Ab 1819 arbeitete er als Buchhändler in Bonn und als Angestellter einer Mode- und Schnittwarenhandlung in Darmstadt, bevor er das Abitur nachholte und 1825 ein Philogiestudium an der Universität Gießen aufnahm. 1826 wechselte er an die Universität Heidelberg, wo er Geschichte studierte. Bis Gervinius sich 1830 habilitierte und Privatdozent an der Universität Heidelberg wurde, arbeitete er als Lehrer in Frankfurt und Heidelberg. 1835 wurde er für ein knappes Jahr Professor an der Universität Heidelberg.

1836 folgte Gervinius dem Ruf aus Göttingen auf den Lehrstuhl für Geschichte und Literaturgeschichte. Doch er musste bereits 1837 Göttingen wieder verlassen, weil er als einer der Göttinger Sieben gegen die Aufhebung der Grundrechte durch den König protestierte. Gervinius flüchtete sich zunächst nach Italien, wurde dann Professor in Heidelberg. 1848 gehörte er dem Bundestag und der Nationalversammlung an, zog sich aber bald aus dem politischen Leben zurück. Georg Gottfried Gervinus starb am 18. März 1871 in Heidelberg.

In Göttingen lebte er zunächst in der Barfüßerstraße 17, dann in der Weender Straße 8 und schließlich, bis zu seiner Entlassung, in der Mühlenstraße 3.