Gerlach Adolph Freiherr von Münchhausen

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Gerlach Adolph von Münchhausen ist einer der Begründer der Georg-August-Universität in Göttingen.

Der Vetter des Lügenbarons Karl Friedrich Hieronymus Freiherr von Münchhausen wurde am 14. Oktober 1688 in Berlin geboren. Er war unter Kurfürst Georg II., dem späteren König von Großbritannien und Irland sowie Herzog von Braunschweig-Lüneburg, Hannoverscher Minister und Geheimrat. In diesem Amt war er 1734 Mitbegründer, erster Kurator und Förderer der Georg-August-Universität. Münchhausen gewann Georg II. für den Plan, in Konkurrenz zu den altehrwürdigen Universitäten eine den Ideen der Aufklärung verbundene Universität zu gründen.

Münchhausen gelang es nicht nur, namhafte Professoren und Studenten aus angesehenen Familien nach Göttingen zu holen und die Lebensqualität in der Stadt durch neue Straßen oder Postkutschenanbindungen zu steigern. Er setzte auch bewusst ein Glanzlicht, indem er Mittel für Gründung und Pflege der Universitätsbibliothek freigab. Diese Bibliothek wurde nach damaligen Maßstäben äußerst liberal geführt. Neben den Professoren erhielten dank des „Göttinger Bibliotheksgesetzes“ nicht nur Studenten, sondern auch Bürger und Reisende Zutritt zu den Bücherbeständen.