Geschwister-Scholl-Gesamtschule Göttingen

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Die Geschwister-Scholl-Gesamtschule (KGS) ist eine Kooperative Gesamtschule in Göttingen mit hohen integrativen Anteilen, quasi eine "KIGS". Dort werden etwa 1300 Schüler von rund 120 Lehrern, deren Durchschnittsalter bei 49 liegt, unterrichtet. Die Schulleitung liegt bei Tom Wedrins. Das Geschwister-Scholl-Gesamtschule betreut sechs Klassen je Jahrgang mit einer Schülerzahl von 31 bis 32 im 5. Jahrgang. Alle möglichen Abschlüsse des gegliederten Schulsystems können erreicht werden: nach Klasse 9 der Hauptschulabschluss, nach Klasse 10 der Hauptschulabschluss, Realschulabschluss, Sekundarabschluss I, Erweiterter Sekundarabschluss I, nach Klasse 12 die Fachhochschulreife und nach Klasse 13 die Allgemeine Hochschulreife (Abitur).

Besondere Merkmale der Geschwister-Scholl-Gesamtschule sind: In den Jahrgängen 5 und 6 gibt es im Wesentlichen keine äußere Fachleistungsdifferenzierung, aber zieldifferenzierten Unterricht im Klassenverband, wobei die Notengebung dem jeweiligen Schulzweig entspricht. In den Jahrgängen 7 und 8 gibt es Fachleistungskurse in Deutsch, Englisch, Mathematik und der ersten Fremdsprache, aber der integrierte Klassenverband bleibt erhalten. In den Jahrgängen 9 und 10 mit Schulzweigklassen gibt es teilweise schulformübergreifendem Unterricht. Die gezielte Begabtenförderung ("Überholspur", so dass das Abitur nach 12 Schulbesuchsjahren möglich ist). Profilklassen in den Jahrgängen 5 und 6 (Theater, Forscher, Blasorchester, Kinder in Bewegung, Integrationsklassen). Bei Lernen im Freien werden die Schüler an selbstständige Arbeit und individuelle Lernstrategien herangeführt. Freilernberichte; in Jahrgangsversammlungen werden Formen der Präsentation eingeübt. Weitere Besonderheiten der KGS sind: Ganztagsunterricht an 3-4 Tagen in der Woche verpflichtend, Mittagessen in der eigenen Mensa; zwei Sozialpädagogen, drei Beratungslehrer; ab 6. Jahrgang 2. Fremdsprache in Französisch, Latein oder Spanisch für Gymnasialschüler, Französisch für Realschüler; In den Jahrgängen 9 und 11 können Fremdsprachen neu begonnen werden, im 8. Jahrgang gibt es einen "Anglo-American-Club" als Vorbereitung für den bilingualen Unterricht Politik/Englisch; Musik: Bläserklassen im 5. und 6. Jahrgang, Schulband; Darstellendes Spiel (auch als Fach), Schüleraustausch/Partnerschaften in Ungarn (Kiskoros), Frankreich (Crepy-en-Valois) sowie Kontakte nach England, Spanien, USA, Uruguay und Brasilien. Außerdem gibt es Arbeitsgemeinschaften (z. B. Schach, Computer, Tanz, Theater), im Sek.-II-Bereich Abitur nach 12 oder 13 Jahren, 2. Fremdsprache; mögliche weitere Prüfungsfächer: Spanisch und Politik/Wirtschaft; mögliche Prüfungen: DELF, PC-Führerschein, Mofa-Führerschein; Kooperation mit Hochschulen und Betrieben; Lese- und Lernolympiade.


Schulgelände und Freizeit

Das Schulgelände ist groß und grün und verfügt über vielfältige Möglichkeiten des sich Bewegens und sich Zurückziehens. Zudem können die Schüler Sportmöglichkeiten wie z. B. viele Spiele- und Sportgeräte auf dem Schulhof im Außenbereich, Sport-AGs, die drei Sporthallen und den Spieleverleih in ihrer Freizeit nutzen.

Schuleinzugsbereich

Der Einzugsbereich umfasst die Stadt und Teile des Landkreises Göttingen für Gymnasialschüler.

Unterrichtszeit

7.50 Uhr bis 15.20 Uhr, freitags bis 13.05 Uhr (Sek. I)

Prominente Ehemalige

Mathias Schlung (Komiker/Musicaldarsteller/Schauspieler), Lutz Renneberg (Sportmanager) und Jan-Christian Both (Basketballer)

Anschrift

Geschwister-Scholl-Gesamtschule
Kurt-Huber-Weg 1-5
37079 Göttingen
Telefon: 0551/4005312
E-Mail: gsg@goettingen.de

Artikel im Göttinger Tageblatt: KGS will Integrierte Gesamtschule werden

Ab Sommer 2014 will die Kooperative Gesamtschule (KGS) in Göttingen eine Integrierte Gesamtschule (IGS) mit Oberstufe und Abijahrgang in der 13. Klasse werden. Schulintern haben alle Gremien bereits zugestimmt, jetzt ist die Politik am Zug.

Antrag gestellt: Die KGS Göttingen will eine Integrierte Gesamtschule werden.

Als Träger der Schule muss die Stadt beim Land Niedersachsen einen Umwandlungsantrag stellen. Auch die Voigt-Realschule will ab Schuljahr 2014/15 eine IGS werden.

Wenn Stadt und Land mitspielen, soll die neue IGS unter ihrem alten Namen Geschwister-Scholl-Gesamtschule ab Sommer 2014 mit Klasse Fünf jahrgangsweise wachsen. Im Gegenzug würde die KGS auslaufen.

Für die seit Monaten vorbereitete Umwandlung gebe es zwei entscheidende Gründe, erklärten Schulleiter Tom Wedrins sowie seine Vertreter Bernd Lowin und Markus Hohmeister gegenüber dem Tageblatt: Die KGS habe bereits „ein sehr erfolgreiches Konzept“, das vielen Integrierten Gesamtschulen in Niedersachsen nahe komme.

„Wir müssen also nicht alles neu machen“, so Wedrins. „können als IGS aber das Gute mitnehmen und weiter optimieren“. Entscheidend dabei sei, dass die Kinder möglichst lange gemeinsam im Klassenverband lernen können.

Die einzige Bedingung

Hinzu komme ein „strategischer Vorteil“: Die neuen Landesregierung setze klar auf Integrierte Gesamtschulen; Kooperative Gesamtschulen hätten im neuen niedersächsischen Schulgesetz nur noch Bestandsschutz. Ohne Abstriche mitnehmen will die jetzige KGS allerdings ihre gute Lehrerausstattung als gebundene Ganztagsschule.

Das ist die einzige Bedingung, die sie in ihrem Antrag als „Vorbehalt“ aufgenommen hat. Darüber hinaus hofft die neue IGS auf mehr Flexibilität bei ihrem Einzugsgebiet. Das ist zurzeit kleiner als der Einzugsbereich der IGS Geismar, der weit über die Stadtgrenzen hinaus geht. Laut Antrag soll die Stadt darüber jetzt mit dem Landkreis verhandeln.

Mit dem Antrag befasst sich der Schulausschuss des Rates am Donnerstag, 30. Mai, ab 16 Uhr im Mehrzweckgebäude Weende.

Quelle: Artikel von Uli Schubert im Göttinger Tageblatt vom 30. Mai 2013. Foto: Theodoro da Silva, erschienen im Göttinger Tageblatt vom 30. Mai 2013.

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