Gemeinde Gleichen

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Infobox

Gemeinde Gleichen
Wappen Gleichen.png
Wappen von Gleichen
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Göttingen
Schulen:
Einwohner: 9679 (Stand: 31. Dezember 2004)
Postleitzahl: 37130
Telefonvorwahl 37130
Kfz-Kennzeichen:
Gemeindegliederung: 16 Ortsteile
Bürgermeister: Heinz-Jürgen Proch (SPD)
Website: Gleichen im Internet

Die Gemeinde Gleichen ist eine Einheitsgemeinde mit Verwaltungssitz in Reinhausen. Sie liegt an der Deutschen Märchenstraße und im Natur- und Landschaftsschutzgebiet des Bremker- und Gartetals im Landkreis Göttingen in Südniedersachsen. Der Name geht zurück auf das Bergpaar Die Gleichen bei Gelliehausen.

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Politik

Bürgermeister der Gemeinde Gleichen ist seit September 2001 Heinz-Jürgen Proch, SPD. Bei den Kommunalwahlen vereinigte zunächst keiner der Kandidaten mehr als 50 % auf sich; Proch erhielt als amtierender Bürgermeister 48,5 %. In der dadurch erforderlichen Stichwahl besiegte Proch den CDU-Gegenkandidaten Werner Wille mit 52,3 % der Stimmen und ist damit bis 2014 gewählt.

Wappen

Das Wappen der Gemeinde Gleichen trägt zwei grüne Hügel auf silbernem Grund. Auf einer Flanke ist ein zinnengekrönter roter Turm zu sehen, auf der anderen ein roter Rundturm mit blauem Spitzdach.


Die Gleichen

Das Zwillingsbergpaar Die Gleichen gab der Gemeinde den Namen und dienen ihr zugleich als Wahrzeichen. Noch heute erinnern die Ruinen zweier Burgen an die mittelalterliche Befestigung auf jedem der Berge. Der nördliche, Neuen Gleichen, ist 428 m ü. NN und der Alte Gleichen 430 m ü. NN hoch. Zur Entstehungsgeschichte gibt es zwei Versionen:

A. Im 11. und 12. Jh. gab es die Grafen v. Gleichen. Wurden 1208 wegen Räubereien, auf Befehl von Kaiser Otto IV. vertrieben. Otto IV. hat die Gleichenburgen dem Ober-Berghauptmann u. Kriegsrat "Heinrich von Uslar" für treue Kriegsdienste überwiesen.

B. Erste urkundliche Erwähnung gegen Ende des 11. Jh. Die Gleichen sind im Besitz der Grafen von Reinhausen und Gleichen (=Lichen), der Gaugrafen des Leinetales (nach Bericht des Abtes Reinhard des Benediktinerklosters Reinhausen).

Burgen wurden wahrscheinlich um 1070 erbaut.

Erste Urkunden: 1262, wonach die Brüder Hermann III. und Ernst V. in Lichen, genannt von Uslar, den Zehnten...

Zwischen 1269 und 1277 müssen die Burgen in das Eigentum derer v. Uslar übergegangen sein. Vorher wurden sie Burgherren (hatten die Burg zum Lehen) genannt. Geschenkt durch Herzog Albrecht des Großen von BS-Lüneburg.

Um 1318 wurden die Burgen getrennt: Heiso v. Uslar bekam Alten Gleichen, Ernst VI. v. Uslar den Neuen Gleichen.

Am 2. Juli 1402 belagerte die Stadt Göttingen die Neuen Gleichen wegen Raubrittertum.

Am 22. 10. 1451 verkauften die Brüder Ernst und Hans v. Uslar die Neuen Gleichen an den Landgrafen Ludwig I., den Friedfertigen von Hessen "erblich und ewiglich", zusammen mit ihren Besitzrechten an Alten Gleichen (1/8) verschiedenen Vorwerken und den vierten Teil der Dörfer: Bremke, Gelliehausen, Benniehausen und Wöllmarshausen (= Mengedörfer). 1454 verkauften die Beiden noch Mackenrode. Der Landgraf von Hessen verpfändete diesen Besitz 1455 an Heinrich v. Bodenhausen.

Bis ins 18. Jh. trat große Besitzwirrnis auf, da Braunschweig den hessischen Besitz (ähnlich wie bei der Plesse) nicht in seinem Territorium dulden wollte.

Im Jahre 1622 war Neuen Gleichen noch unzerstört. Evtl. in 30j.-Krieg schon Zerstörungen, besonders nachdem der Verwaltungsschwerpunkt und die Wohnung des v. Bodenhausen von der Burg nach Wittmarshof (1573) verlegt worden war. Bis 1613 ist belegt, dass ein Pförtner auf der Burg Neuen Gleichen wohnte. Heute existieren hier keine Ruinenreste mehr. Die Burg liegt im Staatswald, der sich bis Wittmarshof erstreckt. Die Alten Gleichen (mit noch erhaltenen Ruinenresten) liegen im Waldbesitz v. Uslar-Gleichen/Sennickerode.

Links

Gleichen im Internet