Godehardhalle

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Die Godehardhalle war eine Sporthalle an der Godehardstraße.

Entscheidung über neue Sporthalle

alte Godehardhalle

Dem Bau einer neuen Godehard-Sporthalle auf dem Schützenplatz steht formal kaum noch etwas im Wege: Der Aufsichtsrat der Göttinger Sport und Freizeit GmbH (GoeSF) hat sich einstimmig für einen Anbieter und dessen Variante entschieden. An einer europaweiten Ausschreibung hatten sich nach Tageblatt-Infomationen sechs Anbieter beteiligt, zwei waren in die engere Wahl gekommen. Die GoeSF will neben der alten und maroden Godehardhalle für etwa sechs Millionen Euro eine neu Sporthalle bauen.

Details zum ausgewählten Modell wollen Aufsichtsratmitglieder und GoeSF-Geschäftsführer Alexander Frey erst nennen, wenn das Vergabeverfahren mit allen Fristen in etwa zwei Wochen abgeschlossen ist. „Es muss alles korrekt laufen, wir wollen das Projekt nicht noch auf der Zielgerade gefährden“, so Frey.

Nach bisherigen Angaben soll am Leinekanal eine vierteilige Sporthalle gebaut werden.

Mit einem bespielbaren Feld von 60 mal 27 Meter soll sie in erster Linie dem Schul- und Breitensport dienen. Auf einer Tribüne sollen etwa 2000 Zuschauer Platz finden. Hinzu kommen ein Gymnastik- und Mehrzweckraum, Umkleide- und Sanitärräume und ein Foyer. Finanziert wird die Halle überwiegend aus dem Konjunktur-Programm II. Baubeginn soll im Frühjahr sein, die Bauzeit zehn Monate betragen.

Im Aufsichtsrat umstritten war zunächst der Standort. Einige dort vertretene Ratspolitiker hätten die neue Halle lieber im hinteren Bereich angesiedelt, um den werbewirksamen Blick von der Godehardstraße auf Schützenfeste, Zirkuszelte und andere Veranstaltungen auf dem Platz nicht zu behindern. Bei der abschließenden Bewertung der Angebote war allen Entscheidungsträgern eine energetische optimale Heizanlage wichtig. Außerdem Anzahl der Eingänge, Funktionsräume sowie die Struktur der Tribünenaufgänge und Umkleidebereiche.

Quelle: Göttinger Tageblatt, 19.01.2010

Neue Göttinger Sportarena: 2160 Sitzplätze

Lageplan: Die Halle wird parallel zum Leinekanal stehen

92 Meter lang, 45 Meter breit, 11,30 Meter hoch, vier Hallenfelder und an den Flanken 2160 Sitzplätze – das sind die Eckdaten für die neue „Sportarena Göttingen“.

Die große moderne Turnhalle für Schul- und Breitensport soll die Halle an der Godehardstraße ersetzen. Zugleich soll sie als Passivhaus extrem geringe Heizkosten haben – „durch ein sehr innovatives Konzept für eine Sporthalle“, sagt Alexander Frey, Chef der städtischen Sport und Freizeit GmbH. Maximal sechs Millionen Euro will die GoeSF investieren. Der Auftrag ist vergeben, im Frühjahr beginnen die Arbeiten. Ende März 2011 soll die „Sportarena“ fertig sein.

Die Finanzkrise im vergangenen Jahr und ihre Folgen bescheren Göttingen indirekt eine neue Sporthalle auf dem Schützenplatz: Denn sie wird überwiegend aus dem Konjunktur-Förderprogramm II von Land und Bund bezuschusst. Pläne für eine neue Sporthalle vis-à-vis des Otto-Hahn-Gymnasiums gibt es allerdings schon lange. Die Godehardhalle ist zwar noch keine 40 Jahre alt, erfülle aber längst nicht mehr die heutigen Ansprüche, erklärt Frey. Vor allem sei sie zu klein für den Sportunterricht am gewachsenen Otto-Hahn-Gymnasium und ihr Energiestandard sei unterdurchschnittlich. Außerdem reichten ihre Zuschauerränge nicht mehr für größere Wettkämpfe oder Sportveranstaltungen aus. Die Sitztribünen seien zwar einst für gut 2000 Zuschauer gebaut worden, nach aktueller Versammlungsstättenverordnung seien sie aber nur noch für maximal 1300 Zuschauer zugelassen. Ohne eine neue Halle könnten große Tanzturniere, Rollkunstlauf-Veranstaltungen und Regionalwettkämpfe in Göttingen nicht mehr stattfinden. Frey betont, dass die neue Halle in erster Linie für Schul- und Breitensport ausgelegt sei. Mehr sei für die finanziell festgelegte Obergrenze nicht drin, „und wir wollen keine Konkurrenz zu anderen Veranstaltungshallen aufbauen“. Sollte später einmal Bedarf nach mehr Plätzen entstehen, weil zum Beispiel Handballer aufsteigen oder die BG nicht mehr in die Lokhalle kann, könnte die Sportarena aber erweitert werden.

Die konkreten Pläne

  •  Größe: 92 Meter lang, 45 Meter breite und 11,5 Meter hoch.
  • Standort: links neben der Godehardhalle mit ihrer südlichen Längsseite parallel zum Leinekanal, Haupteingang für Gäste zur Leine (Westen), ein zusätzlicher Eingang an der Rückseite für die OHG-Schüler.
  • optische Gestaltung außen: rot-orange längliche Querriegel in vielen Farbnuancen.
  • Sportbereich innen: große Vier-Feld-Halle, Gymnastikhalle, Medienraum, Geräteräume sowie etliche Sanitär- und Umkleideräume an einer südlichen Längsflanke.
  • Zuschauer- und Veranstaltungsbereich: feste Sitzreihen oben und Teleskop-Tribünen an den Längsflanken mit 2160 Sitz- und 260 Stehplätzen, separate Gästetoiletten an drei Stellen, im Eingangsbereich ein Foyer mit darüber liegendem Mehrzweckraum.
  •  Besonderheit: Passivhaus-Standard mit geothermischer Wärmegewinnung aus dem Grundwasser. „Wenn das klappt, liegen die Heizkosten unter zehn Prozent der Kosten für die alte Halle“, so Frey.

Offen ist noch, was später mit der alten Halle passiert. Sie gehört der Stadt und nicht der GoeSF – ein Abriss sei wahrscheinlich, so Frey.

Quelle: Ulrich Schubert, Göttinger Tageblatt, 25.02.2010

Anschrift

Schützenplatz
Göttingen


Abriss der alten Halle

Früher Basketball, heute Baggerballett: Die Godehardhalle, einst Heimat für die Basketballmeister des ASC, wird abgerissen.

Schweres Gerät kommt derzeit in der Godehardhalle am Göttinger Schützenplatz zum Einsatz. Der Abriss der traditionsreichen Sporthalle hat begonnen. Die Stadt rechnet damit, dass die Arbrucharbeiten bis Ende Juni beendet sein werden.

Was aus dem 5000 Quadratmeter großen Hallengelände wird, ist noch offen. Das Grundstück ist planungsrechtlich als Gewerbefläche ausgewiesen. Die Verwaltung plant eine Vermarktung für eine gewerbliche Nutzung. Entsprechende Aktivitäten sollen nach dem Abriss intensiviert werden.

Als Ersatz für die in die Jahre gekommene Godehardhalle dient seit 2011 die Sparkassen-Arena in direkter Nachbarschaft. Rund sieben Millionen Euro hatte deren Bau gekostet – finanziert aus dem Konjunkturpaket II des Bundes.

Die Stadt hatte den Abriss für die Halle und für das ehemalige tierärztliche Institut der Uni am Groner Tor an eine Firma vergeben. Die Kosten für beide Abbrucharbeiten beziffert die Verwaltung mit 350 000 Euro. Auch die Zukunft des freigewordenen 9000 Quadratmeter großen Institutsgelände ist ungewiss. Stadt und Politik bevorzugen die Fläche als Hotelstandort. Einen Investor dafür gibt es nicht.

Quelle: Artikel von Michael Brakemeier im Göttinger Tageblatt vom 15. 06. 2013.

Foto: Alciro Theodoro da Silva.


Abriss fast abgeschlossen

Viel ist nicht mehr zu sehen von der Göttinger Godehardhalle am Schützenplatz. Nach knapp zwei Monaten Abbrucharbeiten stehen nur noch Reste der 40 Jahre alten Sporthalle. Der Großteil des Bauschutts ist zerkleinert und abtransportiert. Was aus dem 5000 Quadratmeter großen Hallengelände wird, ist noch offen.

Das Grundstück ist als Gewerbefläche ausgewiesen. Das soll auch so bleiben: die Verwaltung wünscht sich eine Vermarktung für eine gewerbliche Nutzung. Entsprechende Aktivitäten sollen nach dem Abriss intensiviert werden, teilte die Verwaltung mit. Die Stadt hatte den Abriss für die Halle und für das ehemalige tierärztliche Institut der Uni am Groner Tor an eine Firma vergeben.

Die Kosten für beide Abbrucharbeiten beziffert die Verwaltung mit 350 000 Euro. Seit 2011 dient die benachbarte Sparkassenarena als Ersatz für die Godehardhalle. Diese war marode und ihre Sanierung zu teuer. Die neue Halle hat rund sieben Millionen Euro gekostet – finanziert aus dem Konjunkturpaket II des Bundes.

Quelle: Artikel von Michael Brakemeier im Göttinger Tageblatt vom 13. August 2013.