Gothaerhaus

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Das Gothaerhaus ist ein Gebäude an der Weender Landstraße in der Innenstadt von Göttingen.

Gothaerhaus: 2700 Quadratmeter Ladenfläche

Soll mehr Verkaufsfläche erhalten: So soll das Gothaerhaus am nördlichen Eingang der Göttinger Innenstadt nach Sanierung und Umbau aussehen

Die Entwicklung der nördlichen Innenstadt geht weiter: Im Go-thaerhaus wird Platz geschaffen – auch mit einem angrenzenden Neubau. Bis zu 2700 Quadratmeter zusammenhängende Verkaufsfläche entstehen.

Bis zu 2700 Quadratmeter Einzelhandelsfläche auf zwei Etagen: Das Gothaerhaus wird komplett saniert. Und: Ein angedockter zweistöckiger Neubau an der Ostseite soll rund 1200 Quadratmeter neue Verkaufsfläche schaffen. Im alten Gebäude ist, verbunden mit einer Rolltreppe, Ladenfläche von rund 1500 Quadratmetern auf zwei Ebenen geplant.

Im zweiten und dritten Obergeschoss des Altbaus bleiben 650 Quadratmeter Fläche für Dienstleistungsfirmen erhalten – ähnlich der heutigen Nutzung. Der vierte Stock bleibt Wohnfläche.

Die Pläne, die die Hamburger Firma „Projekt F“ im Auftrag der Eigentümervertreter Atos Asset Management entwickelt, wurden im Bauausschuss in nichtöffentlicher Sitzung erstmals vorgestellt. Der Bebauungsplan für das Gelände muss geändert werden, deshalb muss die Politik darüber entscheiden.

Das Gebäude an der Weender Straße ist in die Jahre gekommen. Errichtet in den 1970er Jahren genügt es nicht mehr den Ansprüchen moderner Geschäfte, die große, helle Flächen suchen. Zudem ist eine energetische Sanierung nötig.

Stadtbaurat Thomas Dienberg begrüßt die Pläne: „Das ist eine gute Entwicklung für den Bereich.“ Sorgen macht er sich allerdings um die Parkplätze in dem Quartier. Zwar gibt es unter dem Gothaerhaus eine kleine Tiefgarage. Parkplätze für Kunden stehen aber nur am Carré zur Verfügung. Das alte Parkhaus dort war bereits im Zuge der Planungen für das Stadtbadareal in der Diskussion. „Wir brauchen eine Komplettlösung für das Quartier“, fordert Dienberg. Die Eigentümer des Carré-Parkhauses hätten bislang leider kein Interesse daran gezeigt, sich in die Entwicklung einzubringen. Mit dem Gothaerhaus setzt sich die Belebung der nördlichen Fußgängerzone fort. Beginnend mit dem New-Yorker-Geschäft in der ehemaligen Sparkasse und einem geplanten H&M-Shop gegenüber sind dort bereits einige neue Geschäfte aktiv (Tageblatt berichtete).

Nachfrage groß

„Die Nachfrage nach Großflächen kann aufgrund der baulich sehr kleinteilig gegliederten Innenstadt kaum befriedigt werden“: Zu diesem Schluss kommt die Gesellschaft „Comfort“ in ihrem Marktbericht 2009. Die Düsseldorfer Gesellschaft für Unternehmensvermittlung kommt außerdem zu dem Schluss, dass die Nachfrage nationaler und internationaler Filialisten nach Einzelhandelsflächen in der Universitätsstadt „nach wie vor ungebrochen“ ist. Die 1-A-Lage der Fußgängerzone habe sich nach Norden erweitert. Auch die Ladenmieten in der City seien von 2007 auf 2008 um rund 13 Prozent gestiegen.


  • Göttinger Tageblatt vom 12. Februar 2010