Gottlieb Planck

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Gottlieb Karl Georg Planck (24.6.1824 - 20.5.1910) war Politiker und Jurist. Er erhielt die Ehrenbürgerwürde der Stadt Göttingen am 1. Januar 1898.

Gottlieb Planck wurde am 24. Juni 1824 in Göttingen geboren und entstammte einer württembergischen Gelehrtenfamilie. Nach dem Abitur in Celle studierte er bis 1846 an der Georg-August-Universität Göttingen Rechtswissenschaften. Danach trat er in den Justizdienst des Königreichs Hannover ein. U.a. wegen seiner Unterstützung eines Arbeitervereins wurde er 1849 nach Osnabrück versetzt und später nach Aurich.

1852-1855 war Planck als Teil der liberalen Opposition Mitglied der zweiten Kammer des Landtages des Königreichs Hannover. 1855 unterzeichnete er die Anträge des Verfassungsausschusses mit. Er war 1859 Mitbegründer des Deutschen Nationalvereins, 1863 bekam er eine Stelle am Obergericht in Meppen, 1868 wurde er Rat am Appellationsgericht in Celle.

Planck konnte seine politische Aktivität wieder fortsetzen, nachdem das Königreich Hannover 1866 von Preußen annexiert wurde. Er trat Mitte der 1860er Jahre der nationalliberalen Partei bei. 1867-1873 gehörte er erst dem norddeutschen und dann dem deutschen Reichstag an und er war 1867/86 Mitglied des preußischen Abgeordnetenhauses. 1889 übernahm Planck eine außerordentliche Honorarprofessur in Göttingen.

Gottlieb Planck starb am 20. Mai 1910 in Göttingen.