Gustav Wurm: Unterschied zwischen den Versionen

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Das Göttinger Tageblatt war nicht seine einzige Zeitungsgründung und auch nicht die einzige -beteiligung. Der Geburtstag des Verlegers und Gründerzeitunternehmers Gustav Wurm jährt sich am 22. Dezember 2006 zum 150. Mal.
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Seine Enkelin Dr. Ilse-Marie Leaver erinnert sich:
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Göttingen. Er war bereits erfolgreich im Zeitungsgeschäft tätig, als er 1888 seine badische Heimat verließ. Neben dem Heidelberger Tageblatt, das er mit einem Partner betrieb, war er an einer Zeitung in Worms beteiligt. Ilse-Marie Leaver erinnert sich seiner Schilderung, wie er - vom Bahnhof kommend - die Goethe-Allee heraufkam und das spätere Verlagsgrundstück in der Prinzenstraße und sein Umfeld anvisierte: "Da sind die wesentlichen Geschäfte, da muss ich hin".
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Zusammen mit seinem Bruder Karl gründete er 1889 das Göttinger Tageblatt - gegen drei weitere bereits am Ort eingeführte Zeitungen. Der Sohn eines Bäckers stellte den Niedersachsen die damals neue Form der Zeitung, den Generalanzeiger vor, unabhängig von Parteien oder öffentlicher Verwaltung.
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Zu den Hausfarben machte er das badische schwarz-gold. Er ging aber nicht soweit, den Titel "badisch" zu gestalten. Es hieß "Tageblatt" und nicht wie an Rhein und Neckar üblich "Tagblatt". Ebenso berücksichtigte das Blatt publizistisch die Anliegen der Anhänger des von Preußen entmachteten Welfenhauses, die in Göttingen und Umgebung eine feste Größe darstellten.
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Vor allem aber setzten die Gebrüder Wurm auf technische Innovation und unternehmerisches Risiko. Gustav Wurm war zeitlebens technisch interessiert und sorgte dafür, dass die hauseigene Druckerei entsprechende Vorsprünge gewann und behielt. Gustav Wurm brachte als erster im Göttinger Raum Bilder in die Zeitung und sorgte mit der zum Hause gehörenden Klischeeanstalt dafür, dass Druck- und Anzeigenkunden ihre gewerbliche Aussage entsprechend hochwertig illustrieren konnten.
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Aktuelle Version vom 18. Juli 2007, 19:38 Uhr