Hainberg

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Hainberg

Der Hainberg ist eine 315 m hohe Erhebung im Westen des Göttinger Waldes im Landkreis Göttingen in Südniedersachsen

Geographie

Der stark bewaldete Hainberg erhebt sich an der Westabdachung des Göttinger Waldes, der einen Teil des südlichen Leineberglandes darstellt. Der Berg befindet sich westlich von Herberhausen, einem Stadtteil von Göttingen. Die Aufforstung des Hainbergs wurde ab 1871 unter dem Göttinger Oberbürgermeister Georg Merkel begonnen und erst 1893 abgeschlossen.

Bauwerke

An der Ostflanke des Hainberges stehen der Aussichtsturm "Bismarckturm" und knapp 2 km süd-südöstlich seiner Bergkuppe eine der beiden ehemaligen Sternwarten Göttingens für Sonnenbeobachtung, deren Standort sich in etwa 330 m Höhe auf einem mit dem Hainberg verbundenen Bergkamm bzw. südöstlichen Ausläufer des Kleperberges befindet.

Auf einem Plateau zum Leinetal errichtete der bedeutende Göttinger Baumeister Christian Friedrich Andreas Rohns im Stil des Klassizismus einen Rohns genannten Gasthof mit Gartenwirtschaft, der heute in Privatbesitz ist.

Die Aufforstung des Hainbergs

Erste Versuche der Bepflanzung des Hainberges gab es bereits 1775. Dank einer privaten Initiative des Baumeisters Christian Rohns, der 1830 ein Gasthaus mit Volkspark errichtete, gingen die Arbeite nach schleppender Anfangsphase bald voran. Die Stadt pflanzte etwa um die gleiche Zeit Obstbäume zur Versorgung der ärmeren Bevölkerung. 1953 wurde eine städtische Baumschule angelegt. Der Erfolg hielt sich in Grenzen.

Unter Oberbürgermeister Georg Julius Merkel wurde der Hainberg endgültig bewaldet, auch aus praktischen Gründen, denn der Wald sollte bei starken Regengüssen das Wasser an den Hängen halten. 1876 gründete sich auf Anregung Merkels ein Verschönerungsverein, der sich um die Bewaldung am Hainberg kümmern wollte. Er ließ Bänke aufstellen und Wege anlegen.

1897 wurde der Reinsbrunnen zugemauert. Stattdessen schuf man die heute noch vorhandene Grotte mit Nixe in der Nachbarschaft.

Siehe auch