Hainberg-Gymnasium

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Hainberg-Gymnasium

Das Hainberg-Gymnasium wurde im Jahre 1866 als „Städtische Höhere Töchterschule“ gegründet. Später hieß die Schule „Städtisches Lyzeum“, „Oberlyzeum“, „Oberschule für Mädchen“ und „Gymnasium für Mädchen“. Im Jahre 1971 wurde die Koedukation eingeführt und die Schule erhielt den Namen „Hainberg-Gymnasium“. Etwa 1400 Schülerinnen und Schüler (davon ca. 330 in den Klassen 5 und 6 in der Außenstelle HG Junior) werden von ca. 130 Lehrkräften unterrichtet. Die Schule besteht aus einem renovierten Altbau aus dem Jahre 1913 und einem modernen Anbau und verfügt über gut ausgestattete Fachräume für alle Naturwissenschaften und Neue Technologien, für Sprachen (Sprachenbereich, Multimedialabor), Gesellschaftswissenschaften (Erdkunde, Geschichte, Politik, Religion/Werte und Normen) und für Kunst und Musik, sowie insgesamt fünf Sporthallen.


Fächerangebot

Neben dem „klassischen“ Fächerkanon (mit Spanisch, Französisch oder Latein als 2. Pflichtfremdsprache) gibt es eine Reihe von zusätzlichen Unterrichtsangeboten: eine Bläserklasse, ein bilinguales Angebot, Fächer übergreifenden Wahlpflichtunterricht mit naturwissenschaftlicher und gesellschaftswissenschaftlicher Schwerpunktsetzung bzw. der Möglichkeit der 3.Pflichtfremdsprache, Chinesisch als Abiturprüfungsfach, außerdem Informatik, Darstellendes Spiel und Philosophie.


UNESCO-Projektschule

Das Hainberg-Gymnasium gehört seit 1993 zum weltweiten Schulnetzwerk der UNESCO mit ca. 9.000 Schulen, davon 195 in Deutschland und 23 in Niedersachsen. Die Ziele und Arbeitsschwerpunkte der UNESCO werden nicht nur in zahlreichen Schulpartnerschaften, Austauschen und Fahrten (u.a. mit Tansania, Polen, Weißrussland, Südkorea,Chile, Bolivien, Frankreich, England, Italien, Spanien) gepflegt, sondern sind auch integraler Bestandteil des Unterrichtsgeschehens (z.B. im Wahlpflichtkurs UNESCO) und Themen vieler Projekte und Aktionen in den Bereichen „Erinnerung wach halten“, „kulturelles Erbe erfahren“, „Frieden gestalten in der Einen Welt“ sowie im Bereich „Umwelt erhalten“. Die Mitglieder dieses Netzwerkes verpflichten sich dem übergeordneten Bildungsziel der UNESCO: Zusammen leben lernen in einer pluralistischen Welt in kultureller Vielfalt.


Projekte und Angebote

Bereichert wird das Schulleben außerdem durch eine Vielzahl von Angeboten und Projekten: AG Basketball „Jugend trainiert für Olympia“ mit vielen Erfolgen auf Landes- und Bundesebene, BigBand „Jazztified“ und Nachwuchsbands „Gehmollsiebn“ und „Orkanorchester“, verschiedene Chöre der Jahrgangsstufen (z.B. die „Chorsardinen“ der Klassen 5 und 6, den M-Chor, aber auch der Elternchor „Chorophäen“), Musicalaufführungen, französisches Sprachdiplom „DELF“, Ausstellungen und Vernissagen aus dem Bereich Kunst, AG Wettbewerb „Jugend forscht“, Zusammenarbeit mit dem DLR_School_Lab und XLAB, Praktikumsplätze bei den Kooperationspartnern: Sycor GmbH, Architektengruppe Wagner. Als Mitglied im Kooperationsverbund Hochbegabungsförderung bietet das Hainberg-Gymnasium Kurse zur Begabtenförderung an (z. B. Matheclub, English Club, naturwissenschaftliches Experimentieren, Kunstkreis).

Ganztagsschule

Die Ganztagsgestaltung am Hainberg-Gymnasium befindet sich noch im Aufbau. Im Haus HG Junior hat der Ganztagsbetrieb bereits konkrete und verlässliche Formen angenommen. Dort bestehen auf freiwilliger Basis von montags bis donnerstags Betreuungs- und Lernangebote sowie Förderangebote bei Leistungsproblemen, aber auch für leistungsstarke Schüler. Der Mensabetrieb ermöglicht einen reibungslosen Übergang in den Nachmittag. Schritt für Schritt wird die Ganztagsbetreuung im Haupthaus übernommen. Eines der größten Bauprojekte dort wird die Errichtung einer neuen Mensa ab 2008 sein.

  • Schulleiter: Wilfried Bergau-Braune
    Schulleiter Wilfried Bergau-Braune


Schulform

Gymnasium


Schülerzahl

1400


Klassengröße

30


Betreuung

Ganztagsschule

Mittagessen

Mensa

Neue Mensa: Hell, farbig und multifunktional

Hell, modern, „lecker“: Der Mittagsandrang ist schon durch, Gudrun Galetzka gibt in der neuen Mensa letzte Portionen aus.

Sie ist farbenfroh und ungewöhnlich hell, bietet 120 Gästen zeitgleich Platz und hat etwa 1,2 Millionen Euro gekostet. Seit gut einer Woche ist die neue Mensa im Haupthaus des Göttinger Hainberg-Gymnasiums (HG) im Probelauf. Gestern wurde sie mit einer Feier eröffnet. Die ersten Bewertungen von Schülern: „Toll, und das Essen ist richtig lecker“, so Amelie Schwedhelm aus dem 12. Jahrgang.

Seit 2006 ist das HG Ganztagsschule, seitdem kämpft es um eine vernünftige Mensa für die Mittagspausen. Es gab einen Mensaausschuss mit Eltern und Lehrern, der viele Ideen und Betriebskonzepte entwickelte – anfangs alleine, später mit den Planern zusammen. Die Stadt Göttingen als Schulträger und Investor wollte zwischenzeitlich die Teestube umwidmen, aber Oberstufenschüler protestierten erfolgreich. Seit eineinhalb Jahren musste ihre Teestube trotzdem als Übergangsmensa herhalten, obwohl sie eigentlich zu eng war. Das ist jetzt vorbei. Nach zehnmonatiger Bauzeit ist die neue Mensa mit einer Ausgabeküche und einem großen Speiseraum fertig: ein eingeschossiger Anbau mit offenem Übergang in einen umgebauten Teil des Schultraktes aus dem Jahr 1968. Ein Raum, der durch eine verglaste Ostfassade und große Oberlichter im scheinbar aufgefalteten Dach viel Tageslicht einfängt und durch seine rot-orangen Farbspiele an den Wänden eine warme Atmosphäre bekommt. Und er kann durch seine technische Ausstattung auch für andere Schulveranstaltungen genutzt werden.

Die Mensa sei ganz bewusst nicht als Speisesaal, sondern als Wohlfühlbereich für die Schüler gestaltet, erklärte der verantwortliche Architekt Roman Graf die Farb- und Lichtelemente. Schulleiter Wilfried Bergau-Braune wertete die Eröffnung der neuen Mensa als „einen großen Tag für unsere Schule“ und zeigte sich begeistert von der Funktionalität der Anlage. Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD) lobte vor allem das große Engagement der Schule im Planungsprozess. 1,2 Millionen Euro hat die Stadt in die Mensa investiert – komplett aus der eigenen Tasche.

Das Essen für die HG-Schüler und -Lehrer kommt aus der städtischen Küche an der Geschwister-Scholl-Gesamtschule. Zur Auswahl stehen täglich zwei Menüs und eine Salatbar. Die Schüler bestellen ihr Essen eine Woche im Voraus per Internet. Bezahlt wird an der Ausgabe über eine elektronische Essensmarke. Die Preise liegen zwischen 2,50 und 2,70 Euro. „Und es ist sehr lecker“, sagt auch Maurice Buabe aus dem 7. Jahrgang.

Schwerpunkte

  • Schwerpunkt Sport
  • Schwerpunkt Arbeit/Wirtschaft
  • Schwerpunkt Sprachen
  • Schwerpunkt Technik/Informatik
  • Schwerpunkt Naturwissenschaften
  • Schwerpunkt Musik/Theater/Kunst


Weitere Schwerpunkte

Interkulturelles Lernen


Profilbildung

ab Klasse 7


Oberstufenprofil

Sprachen, Gesellschaftswissenschaften, Sport, Kunst und Musik, Mathematik und Naturwissenschaften


Besonderheiten

Lern und Methodentraining, Streitschlichter und Sozialtr.


Zweite Fremdsprache

Französisch, Latein, Spanisch


Dritte Fremdsprache

Chinesisch, Italienisch


Bilingualer Unterricht

Englisch: Geschichte, Politik, Sport


Schüleraustausch

Frankreich, Spanien, Italien, China, Korea, Tanzania, Australien, Polen, Weißrussland


Besondere Fächer

Philosophie, Informatik, Darstellendes Spiel


AG-Angebot

Streitschlichter-Ausbildung, Schulsanitäter-Ausbildung, DELF-Zertifikat/ Cambridge-Zertifikat


Förderprogramme

Förderunterricht, Begabtenförderung, Hausaufgabenbetreuung


Ausstattung

Freizeitbereich, Freigelände, Computer, Bibliothek


Personal

Lehrerzahl: 112; Vollzeitstellen: 79; Altersdurchschnitt: 48; Pädagogische Mitarbeiter: 2


Eltern

Förderverein


Koorperationen

Sartorius, Sycor, Architekurbüro Wagener


Auszeichnung

Das Göttinger Hainberg-Gymnasium (HG) ist jetzt offiziell ein „Cambridge ESOL Exam Preparation Centre“ – eine Art Außenstelle der britischen Cambridge-Universität. Die Auszeichnung bekommt das HG, weil Schüler des Gymnasiums seit fünf Jahren immer wieder zur Weltspitze der englischsprachigen Cambridge-Zertifikate gehören.

Unter sehr strengen und anspruchsvollen Bedingungen können weltweit Schüler und Studenten nach einer intensiven Vorbereitung standardisierte Prüfungen für verschiedene Stufen der Englisch-Zertifikate ablegen. Die Zeugnisse ermöglichen ihnen den Zugang zu internationalen Universitäten. Seit fünf Jahren bietet das HG Kurse an, bei deren Abschlussprüfungen jährlich sehr viele Teilnehmer überraschend hohe Punktzahlen erreichen.

Von 22 Schülerinnen und drei Schüler hätten in diesem Sommer 14 die Höchstnote A erreicht, sagt ihre Lehrerin Gabriele Hille-Coates. Zehn weitere hätten die C1-Prüfung mit Auszeichnung bestanden.

Quelle: Artikel von Uli Schubert im Göttinger Tageblatt vom 13. September 2012.



Herausragende Merkmale

Das Hainberg-Gymnasium ist eine unesco-projekt-schule. Daher richtet sie ihre Aufmerksamkeit besonders auf Völkerverständigung und interkulturelles Lernen.


Kontakt

Hainberg-Gymnasium Göttingen
Friedländer Weg 19
37085 Göttingen


Außenstelle Haus HG Junior
Immanuel-Kant-Straße 44
37083 Göttingen

Weblinks

Quellen


Artikel im Göttinger Tageblatt: Haupthaus wird 100

Es gehört zu den markantesten Gebäuden im Bereich des Friedländer Weges, und durch sein großes Portal sind schon Tausende Schüler gegangen: An diesem Pfingstwochenende wird das Hauptgebäude des Göttinger Hainberg-Gymnasiums (HG) 100 Jahre alt.

Es ist ein prächtiger Altbau mit zwei quadratischen Flügeln, die durch einen langgezogenen Riegel verbunden sind. Den damaligen Oberbürgermeister Georg Friedrich Calsow zitierte das Göttinger Tageblatt nach der Eröffnungsfeier dennoch mit der fast bescheidenen Feststellung: „Mit einfachen Mitteln, aber in Form und Farbe ästhetisch wirkend, ist etwas schönes, harmonisches geschaffen worden.“

Umgerechnet hat das Gebäude nach HG-Angaben nur 270 000 Euro gekostet. Es war der dritte Standort der einstigen Mädchenschule: Im Gründungsjahr 1866 zog die „Städtische Höhere Töchterschule“ in die Alte Post am Ritterplan.

1880 bekam sie ein neues Gebäude in der Nikolaistraße (heute Bonifatiusschule). Als selbst ein „Nebengebäude“ in der Wilhelm-Weber-Straße nicht mehr ausreichte, wurde vor 100 Jahren das jetzige HG-Haupthaus errichtet.

Quelle: Artikel von Uli Schubert im Göttinger Tageblatt vom 18. Mai 2013.