Hammenstedt

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Wappen von Hammenstedt

Hammenstedt ist ein Ort im Landkreis Northeim zwischen Harz und Solling. Er gehört zum Stadtgebiet von Northeim.

Aktuell

Personen und Organisationen

Lexikonteil

  • Einwohnerzahl mit Hauptwohnsitz (Stand 1/2008): 1077 Einwohner in Hammenstedt. 9 Einwohner im Ortsteil Güntgenburg.
  • Ortsbürgermeister und Ortsbeauftragter: Werner Hundertmark.
  • Stellv. Ortsbürgermeister: Wolfgang Wegener.

Geschichte

Hammenstedt wird zum ersten Mal 1019 urkundlich erwähnt. Der damalige deutsche Kaiser Heinrich II. (1002-1024) schenkte den Hof Hammenstadt seinem Freunde, dem Bischof Meinwerk von Paderborn, der zu dem Geschlecht der Immedinger gehörte. Es hatte seinen Wohnsitz im jetzigen Imbshausen. Der Bischof Hammenstedt als Lehen weiter, dem Brauch des deutschen Mittelalters entsprechend. Dieses erhielten die Herren von der Plesse. Bis zu ihrem Aussterben im Jahre 1571 waren sie die Lehnsherren von Hammenstedt. Inzwischen war der Ort samt Gericht, Vogtei und sonstigen Gerechtigkeiten von der Stadt Northeim gekauft worden.

"Aus den gegenseitigen Forderungen erwuchsen manche Streitigkeiten zwischen Stadt und Dorf. Die mussten oft erst durch die Landesregierung entschieden werden. Alle alten Rechte und Pflichten wurden dann durch die königlich-hannoversche Ablösungsorder vom Jahre 1838 aufgehoben," berichtete ein Chronist über das damalige Verhältnis zwischen Northeim und Hammensted. Nach mehr als über hundertjähriger völliger kommunaler Selbständigkeit wird Hammenstedt, dessen ältester Teil wohl in der Nähe der heutigen Kirche, dem jetzt ältesten Gebäude im Dorf überhaupt, zu suchen ist, nun zum 01.März 1974 Teil der Stadt Northeim.

856 Einwohner zählte Hammenstedt Mitte Oktober dieses Jahres, 397 waren männlichen und 459 weiblichen Geschlechts. Durch die Aufnahme vieler Flüchtlinge und Vertriebenen gab es 1948 in diesem Ort mit 1250 Personen den absoluten Einwohnerhöchststand in seiner Geschichte. Vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges hatte Hammenstedt knapp die Hälfte gezählt.

In der Gemeinde selbst war schon die vor dem Ersten Weltkrieg gegründete Käserei Klie für das Wirtschaftsleben von Bedeutung. Die Spezialprodukte des Unternehmens waren weit über den engeren heimatlichen Raum hinaus bekannt. Außerdem weist die Gemeinde u.a. eine Schmiede, zwei Tischlereien, zwei Gaststätten, eine Tankstelle, ein Spezialhandeslunternehmen, eine Spadaka und 15 landwirtschaftliche Betriebe auf. Bis vor drei Jahren war auch noch eine Mühle in Betrieb. In der Landwirtschaft werden sowohl Ackerbau als auch Viehzucht betrieben.

Die größtenteils landwirtschaftich genutzte Feldmark hat eine Gesamtgröße von 750 Hektar. In dieser Zahl sind die Waldungen und die bebaute Ortslage allerdings eingeschlossen. Bis vor kurzem gab es zwei bebaute Hammenstedter "Außenposten": die von einem Saatgutbetrieb genutzte Güntgenburg und das Forstamt Husum. Doch dessen zwei Bauten sind in den letzten Jahren abgerissen worden. In den Husumer Teichen wird allerdings weiterhin die Karpfenzucht betrieben. Das traditionelle Fischen findet an jedem Samstag vor dem Bußtag statt und hat Hammenstedt weiterhin in Südniedersachsen bekannt gemacht. In unmittelbarer Nähe von Husum verläuft auch die Hammenstedter Gemarkungsgrenze. Sie zieht sich dann nach Westen zum Northeimer Bürgerholz hin, geht über die Bundesstraße 241 hinweg bis zur Rhumeniederung, erstreckt sich weiter in Richtung Elvershausen am Flach- und Hagenberg entlang, biegt in Richtung Katlenburg ab und verläuft über den Rumannsberg wieder nach Husum zurück.

Links

Hammenstedt im Internet