Hans Wargel

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Hans Wargel

Hans Wargel war bis Januar 2010 Präsident der Polizeidirektion Götingen, dann wechselte er ins niedersächsiche Innenministerium nach Hannover und wurde Verfassungsschutzpräsident.

Polizeichef Wargel verlässt Göttingen

Der Präsident der Göttinger Polizeidirektion, Hans Wargel, verlässt Göttingen. Er wechselt ins niedersächsische Innenministerium nach Hannover. Dort wird Wargel Leiter der Verfassungsschutzabteilung und Verfassungsschutzpräsident. Das gab das Ministerium gestern bekannt. Neuer Leiter der Göttinger Polizeibehörde wird Robert Kruse, der bislang Referatsleiter in einer Verfassungsschutz-Abteilung des Minis-
teriums war. Wie Innenminister Uwe Schünemann (CDU) sagte, habe Wargel bereits als Polizeipräsident erfolgreich an der Bekämpfung des politischen Extremismus mitgewirkt. „Das belegen auch die Zahlen zur Entwicklung des gewalttätigen Extremismus im Bereich der Polizeidirektion Göttingen“, so Schünemann weiter. Der 54-jährige Wargel tritt sein neues Amt am 1. Januar als Nachfolger von Günter Heiß an, der als Geheimdienstkoordinator im Kanzleramt nach Berlin wechselt. Nachfolger als Polizeipräsident in Göttingen wird der 53 Jahre alte Kruse, der zudem Verfassungsschutzvizepräsident in Hannover war. Kruse wechselt zum 1. Februar nach Göttingen, im Januar übernimmt Wargels Stellvertreter Roger Fladung kommissarisch die Leitung der Polizeidirektion. „Robert Kruse hat durch seine vielschichtige Erfahrung in unterschiedlichen Funktionen der Polizei hervorragende Voraussetzungen, um die Polizeidirektion Göttingen zu leiten“, so Schünemann weiter. „Ich freu mich sehr auf die große Herausforderung“, sagte Wargel gestern gegenüber dem Tageblatt. Dennoch seien die vergangenen Jahre in Göttingen „sehr bewegend“ gewesen. „Das schüttelt man nicht so einfach ab“, sagte er. Gestern Vormittag gab Wargel seinen Kollegen in Göttingen den Abschied bekannt. „Die Mitarbeiter haben eine tolle Aufbauleistung geleistet.“ Die Polizeidirektion Göttingen wurde im Jahr 2004 aufgebaut. Sei dem habe man viele gemeinsame Erfolge errungen – beispielsweise in der Kriminalitätsbekämpfung. „Göttinger Besonderheiten“ Wargel rät seinem Nachfolger, sich schnell mit den „Göttinger Besonderheiten“ vertraut zu machen und den Kontakt zu Politikern, Oberbürgermeistern, Staatsanwaltschaft und Gerichten aufzunehmen. „Es ist eine besondere Herausforderung, in Göttingen Polizeipräsident zu sein“, sagt er. In der Stadt gebe es eine „bunte politische Landschaft“.

  • Quelle: "Polizeichef Wargel verlässt Göttingen" von Britta Bielefeld im Göttinger Tageblatt vom 15. Dezember 2009.