Harste: Unterschied zwischen den Versionen

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[[bild:wappen_harste.jpeg]] Wappen von Harste.
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====Der Name Harste====
 
====Der Name Harste====

Version vom 13. Mai 2008, 16:49 Uhr

Herzlich Willkommen - hier erfahren Sie alles Wissenswerte über Harste

Thieplatz in Harste

Aktuelles

Waldbrandstufe IV

Der Landkreis Göttingen und die Feuerwehr haben die Waldbrandstufe 4 ausgerufen. Das bedeutet, dass im gesamten Landkreis in Wald und Flur keine offenen Feuer abgebrannt werden dürfen. Deshalb dürfen wir auch nicht unser nachträgliches Osterfeuer abbrennen.

Wir sind jedoch flexibel und feiern trotzdem!!!
Bedienung
Besucher

Ohne Feuer, aber mit Getränken, Grillgut, Musik und Guter Laune!!!

Auf dem Festplatz. Beginn 19.00 Uhr
FFZ 1.jpg

Die Vereine und der Ortsbürgermeister

Osterfeuer zu Pfingsten

Durch das schlechte Wetter zu Ostern bedingt, ist das Brennmaterial nicht ganz abgebrannt. Die ausrichtenden Harster Vereine haben sich deshalb dazu entschlossen, am Pfingstsonnabend, den 10. Mai, um 19.00 Uhr nochmals ein "Brauchtumsfeuer"´abzuhalten. Für das leibliche Wohl auf dem Kramberg ist gesorgt.

ARD-Thementag

ARD-Thementag demografischer Wandel Unter dem Motto "Wohnen und Leben im Miteinander der Generationen, hat sich auch Harste an dem ARD-Thementag beteiligt. Der Sportverein "Rot-Weiss" hatte eine generationsübergreifende Line-Dance Vorführung einstudiert. Mehrere Jugendturngruppen und die Seniorentanzgruppe waren mit Begeisterung dabei. Der Fanfarenzug spielte bei einem Platzkonzert seine neuesten Musikstücke. Außerdem zeigten die Freiwillige Feuerwehr und der Fanfarenzug in einer Bilderausstellung ihre Strukturen. Der Schützenverein versorgte die Gäste mit Getränken und die "Alten-Herren" des Sportvereins sorgten mit Bratwurst dafür, das keiner hungrig nach Hause gehen musste. Insgesamt war es eine rundum gelungene Veranstaltung die ganz sicher mehr Besucher verdient gehabt hätte.


Personen und Organisationen

Ortsrat Harste

Wappen harste.jpeg

Kirchenvorstand

Logo.gif
  • Ludmilla Welke - Vorsitzende -
  • Peter Lahmann - Pastor -
  • Peter Grawe
  • Joachim Hehle
  • Charlotte Klapproth
  • Susanne Schäfer
  • Karin Stutz

Links

Sportverein

Logo Rot-Weiss Harste
  • Wilfried Schäfer - 1. Vorsitzender -
  • Ulf Staege - 2. Vorsitzender -
  • Karsten Sarfeldt - 3. Vorsitzender -
  • Andreas Welke - Geschäftsführer -
  • Katja Metzlaff-Meyer - Jugendwartin -
  • Claudia Wagenknecht - Schriftführerin -

Sportverein "Rot-Weiss" Harste

Schützenverein

Sv.jpg
  • Torsten Neumann - 1. Vorsitzender -
  • Anette Ohms - 2. Vorsitzende -
  • Claudia Nothnick - Schriftführerin -
  • Frank Nothnick - 1. Schießwart
  • Arne Rohm - 1. Kassierer -

Schützenverein Harste

Freiwillige Feuerwehr

Fw.jpg
  • Ralf Bachmann - Ortsbrandmeister -
  • Thomas Gerke - stellv. Ortsbrandmeister -
  • Michael Mensch - Jugendwart -
  • Frank Linde - Gerätewart -
  • Ralf Volkmar - 1. Vorsitzender Förderverein -
  • Hans Jörg Müller - 2. Vorsitzender Förderverein
  • Sabine Seeger - Leiterin Kinderfeuerwehr -
  • Marion Wohltmann - Leiterin Frauengruppe -

Freiwillige Feuerwehr Harste

Kultur- und Heimatverein

Heimat.jpg
  • Klaus Alder - 1. Vorsitzender
  • Helga Schäfer - 2. Vorsitzende
  • Bettina Carl - Kassenwartin -
  • Brigitte Berschinski - Schriftführerin

Kultur- und Heimatverein Harste

Fanfarenzug

Fanf.jpg
  • Andreas Schlufter - 1. Vorsitzender -
  • Ramona Lenzner-Pollmann - 2. Vorsitzende -
  • Veronike Oppermann - Schriftführerin -
  • Frank Pollmann - Kassenwart -
  • Monika Bode - Jugendwartin -
  • Sebastian Bode - Jugendwart -

Fanfarenzug Harste

Archiv

Harste ist eine Gemeinde im Flecken Bovenden, Landkreis Göttingen.

Geschichte

Wappen von Harste

Der Name Harste

Harste ein seltener Name!

So selten, dass er in ganz Deutschland oder vielleicht sogar weltweit als Ortsname nur einmal vorkommt, nämlich hier. Denn wir haben über das Internet Post aus Amerika bekommen. Dort hatte ein amerikanischer Professor mit Namen Harste, genauer Jerome Harste, einfach mal Harste eingetippt, und schon hat sich ihm unser Dorf präsentiert.

Aber was heißt das eigentlich: Harste? Leicht gefragt, aber schwer zu beantworten. Viele haben darüber nachgedacht, aber keiner weiß es wirklich. Alles Spekulationen! Schon, dass der heutige Name erst seit Mitte des 17. Jahrhunderts gebräuchlich ist, weiß nicht jeder. In den Urkunden steht z.B.: Heristi (952); Heriste (1144); Herste (1249); Heirste (1354); Harsta (1590) um nur einige zu nennen.

Und die Deutung? Da gibt es einen Herrn Krahe, der in dem Stammwort "har" eine Verbindung zu "kar" - was hart, steinig, Stein heißt - herstellt. Ein Herr Neumann geht von dem niederdeutschen Wort "harst" aus, das u.a. Gebüch, Buschwerk oder auch Flechtwerk bedeutet. Er meint, es sei fraglich, "ob der Ort seinen Namen von der natürlichen Beschaffenheit oder nach einer von Menschenhand geschaffenen Schutzanlage (Flechtwerk) erhielt." Ein Herr Flechsig behauptet, dass Ortsnamen wie Harste, Meensen oder Schlarpe einer vorgermanischen Namensgruppe angehören. Wie gesagt, nichts genaues weiß man nicht.

Das peinliche Halsgericht

Ja, so hieß das damals im 17. Jahrhundert. Dieses Halsgericht tagte, wenn jemand aufgrund eines Deliktes (z.B. Mord, Notzucht, Meineid, Ketzerei, Diebstahl von Sachen, die mehr als 4 Silbergroschen wert waren, Urkundenfälschung etc.)durch den Strick oder das Schwert vom Diesseits ins Jenseits befördert werden sollte.

Dass es auch in Harste solch ein Gericht gab - und zwar bis 1823 - zeigt die besondere Stellung dieses Ortes in früherer Zeit. Woher kam das?

Eigentlich ganz einfach! Harste hatte eine Burg, und Burgen wurden oft zu Amtssitzen, als die welfischen Gebiete in kleinere oder größere Herrschaftsbezirke aufgeteilt wurden. (13./14. Jahrhundert) Ein vom herzog eingesetzter Vogt (später Amtmann) verwaltete den fürstlichen Grundbesitz, überwachte die Dienstleistungen der Untertanen, zog die Abgaben ein und übernahm juristische Aufgaben. Der Herrschaftsbezirk und Amtssitz Harste umfaste im Jahr 1418 die Dörfer: Ellershausen, Emmenhausen, Esebeck, Grone, Harste, Hetjershausen, Holtensen, Lenglern, Mengershausen, Parensen, Rosdorf und Weende. Später kamen noch Knutbühren und Nikolausberg dazu und noch später dann Roringen, Herberhausen, Bösinghausen und Marienstein. Bis zur Auflösung im Jahre 1823 gehörten diese Dörfer zum Amt Harste.

Quelle: Plesse Archiv, Heft 12 und Buch "Harster Geschichten" vom Heimat- und Kulturverein Harste e.V.

Harster Schulgeschichte

Bis zum Ende des Mittelalters (also etwa bis 1500) gab es in Harste keine Schule.

  • 1588 wird in einem Visitationsbericht eine Küsterschule in Harste erwähnt (der Küster war zugleich Schulmeister und hatte 10 Schüler, denen er neben dem katechismus, den Psalmen, den Gebeten auch das Lesen und Schreiben beibringen sollte).
  • 1650 wird eine Küster- und Schulordnung erlassen, in der u.a. die Schulpflicht geregelt wird: Danach mussten die Kinder von 6-12 Jahren zur Schule, aber durften nicht eher entlassen werden, "bis sie die gedruckte Schrift lesen und den Katechismus mit Verstand beten konnten."

Diese Vorschrift galt aber nicht für die Sommerzeit: Da mussten die Kinder zu Hause helfen und nur am Sonnabend und Sonntag gingen sie für eine Stunde in die Schule oder Kirche, um zu lernen.

  • Von 1827 gibt es einen Bericht über die Harster Sommerschulzeit, wonach die Harster Kinder drei Tage in der Woche zur Schule gehen mussten.(Unterrichtsbeginn 6.00 Uhr)

Erst nach 1900 wurde Unterricht gleichmäßig über das ganze Jahr erteilt. (Unterrichtsdauer: drei Stunden vormittags, drei Stunden nachmittags). Die Aufsicht über die Schule führte der Ortspastor, der nach der Schulordnung wenigstens zweimal die Woche feststellen sollte, ob die Kinder zur Schule geschickt und "recht und gebührlich informiert" wurden. Erst 1919 wurde die von den Pfarrern ausgeübte Ortsschulaufsicht aufgehoben.

Dort, wo heute die alte Schule steht (Gänsemarkt), stand auch schon ihre 1684 erbaute Vorgängerin. Der Klassenraum wurde 1795/96 wegen steigenden Schülerzahlen vergrößert, aber schon 1814 war wieder alles viel zu eng, so dass der damalige Lehrer die Gemeinde bat, doch den Klassenraum zu erweitern, weil eine Anzahl von kleinen Kindern im Gang an der Wand stehen müsse, obwohl zu Beginn jeder Woche schon zusätzlich zwei lange Kirchenbänke geholt würden.

1829 wurde das Schulgebäude beschrieben als eines der ältesten Gebäude in Harste und so beschaffen, dass das Leben des Lehrers und seiner Familie nicht mehr sicher sei. (was vermutlich nicht jeden Schüler traurig stimmte)

1837 wurde dann endlich die jetzt noch am Gänsemarkt stehende Schule gebaut (Kostenaufwand: 1592 Reichstaler), die bis 1952 ihre Funktion erfüllte. Danach wurde und wird in der noch heute als Außenstelle Harste genutzen Grundschule Lenglern/Harste unterrichtet.

Quelle: Plesse Archiv, Heft 12, und Buch "Harster Geschichten" vom Kultur- und Heimatverein Harste e.V.