Haynrode

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Haynrode ist eine Gemeinde in der Verwaltungsgemeinschaft Eichsfeld-Wipperaue im thüringischen Landkreis Eichsfeld. Haynrode ist eines der wenigen Dörfer im Landkreis Eichsfeld, die nicht zum historischen Eichsfeld gehören.

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung fällt ins Jahr 1515. 1682 sterben etwa 300 Einwohner an der Pest.

Der Ort Haynrode liegt im heutigen Landkreis Eichsfeld, gehört jedoch nicht zum historischen Eichsfeld. Das Dorf, in dem heute etwa 730 Menschen leben, wurde im Jahr 1495 erstmals als Heigenrode und 1506 als Heygenrode erwähnt. Andere Quellen sprechen von einer ersten nachweisbaren Erwähnung im Jahr 1515. Die Nähe des Ortes zur Hasenburg (auch Asenburg, um 1070 von Heinrich IV. erbaut) und zur Harburg (ab 1073) lassen jedoch vermuten, dass das Dorf schon eher gegründet wurde. Ursprünglich bestand es aus vier Ritterhöfen: Oberhof, Mittelhof, Unterhof und Hinterhof. Die Struktur des Mittelhofes lässt sich noch heute gut nachvollziehen. Hier befindet sich ein Herrenhaus, das von den Dorfbewohnern „Steinernes Haus“ genannt wird und trotz abgebrannter oberer Stockwerke in seiner Anlage erhalten geblieben ist. Dieses Gebäude wurde in DDR-Zeiten als Lebensmittelspeicher genutzt. Heute ist es Besuchern regelmäßig am Tag des offenen Denkmals geöffnet, allerdings sind nicht alle Bereiche zugänglich, da einige Teile bereits verfallen sind und nur durch Spenden zu retten wären.

In der Mitte des Dorfes befindet sich der Anger, auf dem eine über 300 Jahre alte Linde steht.

Die Geschichte Haynrodes ist eng mit dem Geschlecht der von Bültzingslöwen verknüpft. Sie waren ab 1381 Pfandinhaber der Harburg und Haynrodes einschließlich aller Waldungen und Güter und lebten nach der Zerstörung derselben im Bauernkrieg 1525 in Haynrode.