Heinkel-Club Göttingen

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Der Heinkel-Club Göttingen besteht seit 1960 und feiert 2011 sein 50-jähriges Bestehen.

Geschichte

Alles begann 1959 mit kleinen Zetteln. Diese steckten die beiden Heinkel-Fahrer Werner Henze und Wilfried Knüppel anderen Heinkel-Fahrern unter den Sattel ihrer Zweiräder. „Wir hatten damals schon die Idee, einen Heinkel-Club zu gründen“, sagt Henze, der zu dieser Zeit gerade von NSU Prima auf Heinkel-Roller umgestiegen war. „Der NSU Prima war einfach nicht zuverlässig, er war einfach kein Heinkel,“ erklärt der Weender den Markenwechsel.

Damals arbeitete Henze bei der Firma Kornrumpf im Ersatzteillager. Sein erster Roller war ein Heinkel-Tourist Typ 103 A 0. Und er investierte in eine teure schwarz-weiß Lackierung: Seine Liebe zum Heinkel-Roller war endgültig geweckt. „Man wollte doch etwas Schönes fahren“, so Henze. 1960 kam es dann zum ersten Mal zur Gründungsversammlung des Heinkel-Clubs Göttingen in der Gaststätte Kellner am Stegemühlenweg. „Das war jahrelang unser Clublokal“, berichtet Henze, der bei dieser Veranstaltung zum 1. Vorsitzenden gewählt wurde, etwas wehmütig.

Doch die Clubmitglieder haben sich nicht nur in der Gaststätte Kellner getroffen. „Fünf Rollerhochzeiten haben wir in den 60er Jahren gefeiert“, berichtet Henze. „Das hatte es vorher in Göttingen ja noch nie gegeben. Die Braut im weißen Kleid auf einem Roller vor der Kirche, dazu ein Spalier aus 20 bis 25 Heinkel-Rollern.“ Natürlich haben sich ganze Menschentrauben um die illustre Hochzeitsgesellschaft gescharrt.

Auch an die Ausfahrten mit dem Heinkel-Club erinnert sich Henze gern. Die Zweiradfreunde reisten zu internationalen Heinkeltreffen an den Rhein ebenso wie zum Zelten in die Umgebung. „Wenn man einen Heinkel-Roller richtig bepackt, passt da auch viel drauf“, so Henze.

Seine Zeit im Heinkel-Club endete 1964, als er den Führerschein Klasse 3 machte und sich ein Auto zulegte. Doch seit 2005 ist er wieder dabei, auch wenn sich der Club mittlerweile Roller-Club Göttingen nennt. Und einen Heinkel fährt er auch wieder. Sieben Gründungsmitglieder seien noch im Club aktiv, berichtet Henze. Heute stehen allerdings eher Kegeln und Knobeln statt Ausfahrten auf dem Programm. „Das aber jede Woche“, so Henze. Im nächsten Jahr feiert der Club 50-jähriges Bestehen. Und für diesen besonderen Anlass ist auch wieder eine Ausfahrt geplant: Mit dem Auto, nicht mit dem Roller.