Heinz Engels

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Heinz Engels

Heinz Engels war von 1986 bis 1998 Intendant des Deutschen Theaters.

Der 1942 in Düsseldorf geborene Theatermann war 1986 als Nachfolger von Intendant Günther Fleckenstein berufen worden. Begonnen hatte er bei Karl Heinz Stroux, zusammengearbeitet hatte er später mit Erwin Axer, Peter Hall, Werner Düggelin und anderen. Vor der Übernahme der Intendanz hatte sich Engels mit mehreren Inszenierungen am Deutschen Theater dem Göttinger Publikum bekannt gemacht.

In der Zeit zwischen 1986 und 1998 hat Engels eine Mischung aus Bewährtem und Neuem präsentiert. Am Herzen lagen ihm Tschechow („Die Möwe“, „Onkel Wanja“), Ibsen („Stützen der Gesellschaft“, „Nora“) und Sternheim („Die Kassette“, „Bürger Schippel“). Daneben gab es auch Uraufführungen wie „Der Wechsler“ von Gert Heidenreich (1992).

Darüber hinaus hat Engels die Beziehungen zum Theater in Thorn und zum Akademischen Künstlertheater Moskau (MChAT) gepflegt und fortentwickelt. Besondere Aufmerksamkeit schenkte er dem Kinder- und Jugendtheater. Und er hat auch im unterhaltenden Fach dem Göttinger Publikum unvergessliche Stunden geschenkt – etwa in der Weihnachtspremiere 1990 mit „Cyrano de Bergerac“, getreu seinem Anliegen, im Theater „Geschichten über, von und mit Menschen“ zu erzählen.

1998 schied er krankheitshalber aus. Am 7. Dezember 2007 ist Heinz Engels den Folgen seiner langen, schweren Krankheit erlegen.