Heinz Kirchhoff

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Prof. Dr. med. Heinz Kirchhoff (1905 in Wilhelmshaven; † 6.01.1997 in Göttingen) war als Ordinarius Direktor der Gynakologie und Geburtshilfe Göttingen und Berater der Regierung.

Leben

Kirchhoff studierte in Tübingen, München und Hamburg. Er habilitierte 1936 in Kiel. 1954 bis 1973 war er als Ordinarius Leiter der Universitäts-Frauenklinik in Göttingen.

Wirken

Kirchhoff veröffentlichte über hundert wissenschaftliche Arbeiten auf Gebieten der Röntgentechnologie, Rhythmusforschung, Krebsbekämpfung und Medizinsoziologie.

Zu seinen Spezialgebieten zählten Strahlentherapie und Krebsforschung. Er war außerdem Berater der Regierung und der Kirchenund hat sich als erster westdeutscher Wissenschaftler mit der "Anti-Baby-Pille" und den damit zusammenhängenden sozialen und ethischen Fragen beschäftigt.

Er galt als einer der prominentesten deutschen Gynäkologen.

Kirchhoff war Mitglied des Bundesgesundheitsrates, der Deutschen Arzneimittel-Kommission, des Wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Ärzteschaft und zahlreicher Fachgesellschaften.

Kirchhoff baute eine Sammlung von Muttergottheiten und Fruchtbarkeitssymbolen mit über 600 Objekten auf, die er noch zu seinen Lebzeiten der Universität Göttingen schenkte.

Video

Muttergottheiten, Fruchtbarkeitssymbole und Mutterschaft - Prof. Dr. Heinz Kirchhoff spricht über seine Sammlung Informationen
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Autoren: Judith Schuler, Wasserburg a.I. Beate Engelbrecht
Hersteller: IWF Göttingen
Produktion: 1992
Länge: 43:25 min
Beschreibung: Prof. Dr. Heinz Kirchhoff, ehemaliger Leiter der Frauenklinik der Universität Göttingen, schenkte 1987 seine Sammlung zum Thema Muttergottheiten, Fruchtbarkeitssymbole und Mutterschaft der Universität Göttingen. Als Gynäkologe hat er während seines ganzen Lebens weibliche Figuren aus verschiedenen Epochen und Ländern zusammengetragen. Er hat versucht, eine Kulturgeschichte der Frau im Rahmen einer universalen Menschheitsgeschichte zu rekonstruieren.