Helmut Bömeke

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Anerkennung des Heiligen Stuhls: Helmut Bömeke mit dem damaligen Kardinal Joseph Ratzinger, dem jetzigen Papst Benedikt XVI., und Prälat Klaus Wyrwoll (v. l.).
Palmsonntagsprozession: Helmut Bömeke mit weiteren Ordensrittern in Jerusalem.

Helmut Bömeke ist Ritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Der Duderstädter wurde zum Leitenden Komtur, einem hochrangigen Verwaltungsträger des geistlichen Ritterordens, ernannt.

Der ehemalige stellvertretende Leiter der Berufsbildenden Schulen Duderstadt wurde im Rahmen eines festlichen Vespergottesdienstes zum Leitenden Komtur der Komturei St. Altfried Braunschweig im Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem ernannt. Die Zeremonie wurde vom Präsidenten der Norddeutschen Ordensprovinz, Ludger Hackethal aus Hamburg, geleitet, der gebürtiger Duderstädter ist.

Der Ritterorden vom Heiligen Grab hat es sich zur Aufgabe gemacht, die katholische Kirche des Heiligen Landes, insbesondere das Lateinische Patriarchat von Jerusalem, mit zahlreichen religiösen, wohltätigen, sozialen und kulturellen Aktivitäten zu unterstützen. Das reicht vom Bau und Unterhalt von Kirchen, Schulen, Kindergärten, Sozialstationen und Altenheimen bis zur Ausbildung junger Leute und der direkten Hilfe für sozial Schwache und Benachteiligte, auch über konfessionelle Grenzen und trennende Unterschiede zwischen den Religionen im Heiligen Land hinweg.

Der Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem ist heute in 30 Ländern verbreitet. Ihm gehören rund 20000 Mitglieder in 50 Statthaltereien an. An der Spitze des Ritterordens, der seinen Sitz in Rom hat und vom Heilgen Stuhl anerkannt ist, steht ein Kurienkardinal als Kardinalgroßmeister. der Lateinische Patriarch in Jerusalem ist Großprior des Ordens.

Die einzelnen Statthaltereien werden von einem Statthalter geleitet, der dem Laienstand angehört. Die geistliche Leitung liegt in den Händen eines Diözesanbischofs als Großprior der Statthalterei. In Deutschland gehören dem Orden rund 1200 Mitglieder an, 200 Damen und rund 1000 Ritter, unter ihnen etwa 130 Geistliche. Unterteilt ist die Statthalterei in sechs Ordensprovinzen, die jeweils von einem Präsidenten geleitet werden, und 35 regionalen Komtureien, an deren Spitze jeweils ein leitender Komtur – wie Bömeke – steht.