Hemeln

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Wappen von Hemeln

Hemeln ist ein Ort in der Gemeinde Hann. Münden. Er gehört zu Göttingen.

2009 feiert der Ort den 1175. Jahrestag seiner urkundlichen Ersterwähnung.

Geschichte

  • Bereits 3500 vor Christus ließen sich am Lohberg und auf dem Dreisch, in Glashütte und Bursfelde die ersten jungsteinzeitlichen Bauern nieder.
  • Als während der Völkerwanderung Pfade für Lasttiere entstanden, diente die Hemelner Furt als Weserübergang.
Den Weg durch die sumpfige Flussniederung befestigten die Menschen mit Bohlen.
  • Die bis heute verkehrende Fähre nahm ihren Betrieb 1342 auf.
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Fähre
  • Der germanische Stamm der Sachsen ergriff um 400 Besitz von der Region.
  • 772 wurde ihre fünf Hektar große Wallanlage, der Hühnengraben, von fränkischen Kriegern erobert.
  • In den Jahren darauf gliederten die Franken das sächsische Gebiet ihrem Reich ein.
  • 834 schenkte der Frankenkaiser Ludwig der Fromme den „Weiler unseres Rechts“ Hemeln mit Menschen und Tieren, Häusern und Land dem Kloster Corvey.
  • Um 1175 errichteten Corveyer Bauleute in Hemeln eine Kirche aus Buntsandstein. Nur der romanische Turm überdauerte die Zerstörungen während des Dreißigjährigen Kriegs (1618–1648).
  • Oberhalb der Weserfurt ließ das Kloster um 1200 die Bramburg bauen. Sie fiel später in die Hände von Raubrittern. Weil diese Händler überfielen, zerstörten Soldaten des thüringischen Landgrafen die Burg 1458.
  • Im Jahr 870 verursachte eine Heuschreckenplage eine schwere Hungersnot.
  • 1342 gab es eine schlimme Überschwemmung mit einem Wasserstand von neun Metern.
  • 1943 sorgte eine 8,36 Meter hohe Flutwelle für Zerstörungen, als die Alliierten während des Zweiten Weltkriegs die Edertalsperre : zerstörten.
  • 1739 war der Winter so hart, dass die Weser zufror. 23 Zentimeter dick war das Eis damals. 1940 ist die Weser das letzte Mal bei Hemeln komplett zugefroren gewesen.