Hermann Minkowski

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Hermann Minkowski (1864-1909), litauisch-deutscher Mathematiker und Physiker jüdischer Abstammung. Minkowski wurde im heutigen Kaunas (Litauen) geboren. Nach Studium in Berlin und Königsberg wurde er 1885 in Königsberg promoviert. Es schlossen sich universitäre Lehrtätigkeiten in Bonn, Königsberg und dem Polytechnikum in Zürich an. Albert Einstein studierte dort bei ihm. Im Jahre 1897 heiratete Minkowski Auguste Adler. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor. Minkowski erforschte u.a. die Struktur quadratischer Gleichungen mit n Variablen sowie die geometrischen Eigenschaften n-dimensionaler Räume.

1902 trat Hermann Minkowski eine Professur an der Georg-August-Universität Göttingen, die er bis zu seinem Tode inne hatte. Seit Königsberger Tagen mit David Hilbert befreundet, der in Göttingen eine Professur für Physik bekleidet, beschäftigte sich Minkowski u.a. mit der Theorie der Elektronen und der Elektrodynamik.

Etwa 1907 erkannte Minkowski, dass die von Lorentz und Einstein entwickelte Relativitätstheorie in einem nicht-euklidischen Raum dargestellt werden kann. Raum und Zeit sollten in einem vierdimensionalen Raum-Zeit-Kontinuum miteinander verbunden sein. Die Ideen zum Raum-Zeit-Kontinuum flossen unmittelbar in Einsteins allgemeine Relativitätstheorie ein.

Im Alter von 44 Jahren starb Minkowski an einen Blinddarmdurchbruch in Göttingen.

Mehr Informationen zu Hermann Minkowski hier [1].