Hillerse

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Wappen von Hillerse

Hillerse ist ein Ort im Landkreis Northeim zwischen Harz und Solling. Der Nachbarort von Elvese gehört zum Stadtgebiet Northeim.

Aktuell

Personen und Organisationen

  • Ortsbürgermeister ist Rolf Müller
  • stellvertretende Ortsbürgermeisterin ist Ulrike Kressing

Die aktuelle Wahlperiode läuft vom 1. November 2011 bis 31. Oktober 2016.

  • In Hillerse ist ein sehr intensives Vereinsleben zu verzeichnen. Von den derzeit 15 Vereinen ist die Sportgemeinschaft mit 517 Mitgliedern die stärkste Gruppe. Die weiteren Vereine sind: Altgesellenverein, Dorfverschönerungsverein, DRK-Ortsverein, Fliegermädel, Heimat- und Kulturverein, Junggesellenverein, Männergesangverein, Schützenverein, Seniorengemeinschaft, Sozialverband. Feldmarksgenossenschaft, Jagdgenossenschaft und Realgemeinde sind alteingesessene Zweckverbände.
  • Der Freiwilligen Feuerwehr gehören z.Zt. 184 Hillerser Bürger/innen an. Sie ist in einem 1978 erbauten Gerätehaus untergebracht. 45 Feuerwehrleute leisten aktiven Dienst. Zur Jugendfeuerwehr gehören 24 Jugendliche.
  • 1972 wurde der Arbeitskreis "Heimatpflege" ins Leben gerufen.

Lexikonteil

  • Einwohnerzahl mit Hauptwohnsitz (Stand 01/2008): 1177 Einwohner.
  • Einwohnerzahl mit Hauptwohnsitz (Stand 06/2013): 1100 Einwohner.

Geschichte

Südwestlich von Northeim im Leinetal liegt Hillerse auf einer Anhöhe. Diese Lage auf der Höhe bezeugt auch der Name des erstmals 1055 in einer Stiftungsurkunde des Peterstiftes in Nörten-Hardenberg erwähnten Ortes: Hildessum, später Hildese, was so viel heißt wie Hügelhausen.

In den Jahren zwischen den beiden Weltkriegen war Hillerse vorwiegend durch die Landwirtschaft geprägt. Es gab 32 landwirtschaftliche Vollerwerbsbetriebe und 6 Landwirte, die dazu einen handwerklichen Beruf im Ort ausübten. Viele Pendler, die als Bauhandwerker oder Eisenbahner bei der "Schwellentränke" in Northeim arbeiteten, bewirtschafteten nach Feierabend noch eine kleine Landwirtschaft.

Nach dem 2. Weltkrieg waren Männer und Frauen in der Schuhfabrik in Sudheim tätig. Heute arbeiten die Hillerser vor allem in Northeim und im Großraum Göttingen.

Es gibt noch zwei landwirtschaftliche Vollerwerbs- und 3 Nebenerwerbsbetriebe.

Die Einwohnerzahl von z.Zt. über 1200 hat sich gegenüber dem Stand von vor dem 2. Weltkrieg mehr als verdoppelt..

In den 50er Jahren erfolgte die Erweiterung des Dorfes nach Norden; es entstanden die Häuser am "Grünen Ring" und danach die Häuser im "Kurzen Weg". Ab 1966 wurde das Gebiet westlich der "Höckelheimer Straße" und nördlich der "Lindenstraße" erschlossen und bebaut; hier entstanden bis heute im sog. Blumenviertel ca. 70 Häuser.

Anfang der 1960er Jahre wurde eine vollbiologische Kläranlage gebaut und das gesamte Dorfgebiet an die Kanalisation angeschlossen worden.

Zehn Jahre dauerte es, bis 1980 die Erweiterung des Dorfes nach Westen mit dem Baugebiet "Am Teich" verwirklicht werden konnte. Im selben Bereich wurde 1984 eine Freizeitanlage mit einem Kinderspielplatz und einem Bolzplatz eingeweiht. Wenig später entstanden Häuser nördlich des neuen Friedhofes an der Straße "Im Winkel".

Seit dem Inkrafttreten des Grenzänderungsvertrages am 1. Juli 1970 ist Hillerse Ortsteil der Stadt Northeim.

1973 wurde der kommunale Friedhof mit Friedhofskapelle unterhalb des Wahrberges eingeweiht. Auf diesem Friedhof sind neben den üblichen Erd- und Feuerbestattungen auch anonyme Urnenbestattungen möglich.

Im selben Jahr konnte die Erweiterung des 1963 erstellten Sporthauses auf dem Sportplatz mit Umkleide-, Dusch- und Toilettenräumen durchgeführt werden.

Bis 1974 fand in dem 1905 errichteten Anbau der Schule auf dem Kirchberg Unterricht statt, der auch von den Schülern aus Berwartshausen besucht wurde. Seit 1974 werden alle Grundschüler zusammen mit den Kindern aus Höckelheim, Berwartshausen und Schnedinghausen in der Grundschule in Höckelheim beschult. Seit 1972 besuchen die Schüler ab der 5. Klasse die Thomas-Mann-Schule in Northeim.

In die Räume der alten Schule zog 1975 ein Eingruppen-Kinderspielkreis ein. 21 Jahre später –1996- standen die Räumlichkeiten für einen Zweigruppen-Kindergarten und ein Spielplatz auf dem Gelände "Im Grunde 4" zur Verfügung.

Auf diesem Gelände einer alten Hofstelle waren schon in dem Wohnhaus ein Jugendraum und das Gemeindebüro eingerichtet worden.

In einem dritten Bauabschnitt entstand dort eine Senioren- Begegnungsstätte.

Hillerse wurde in den zurückliegenden Jahren beim Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" mehrmals Preisträger wurde.

Durch den Bau des Hochbehälters 1980, wurde eine zufriedenstellende Wasserversorgung auch der höher gelegenen Wohnhäuser gewährleistet. 1979 wurde mit der Einrichtung des Grillplatzes auf dem Hundeberg, eine gut angenommene Freizeiteinrichtung geschaffen.

Der "Hausberg" von Hillerse, der Wahrberg, wurde 1991 zum Naturschutzgebiet erklärt. Dem seltenen Trockenrasenvorkommen mit seinen einzigartigen Pflanzen und Tieren sollte somit eine ungestörte Entwicklung ermöglicht werden.

Auf dem Wahrberg steht seit 1926 ein Ehrenmal für die Gefallenen des 1. Weltkrieges, das auch als Hauptfigur im Hillerser Wappen dargestellt ist.

Mit der Entstehung großer Supermärkte in Northeim und der näheren Umgebung und durch die größere Mobilität der Käufer verschwanden die Einkaufsmöglichkeiten zur Deckung des täglichen Lebensbedarfs Mitte der 90er Jahre aus dem Dorf.

Heute gibt es in Hillerse eine Automaten-Vertriebsgesellschaft, ein Bauplanungs- und Zeichenbüro, ein Elektrofachgeschäft, zwei Fahrschulen, einen Friseursalon, eine Gaststätte, einen Graveur, einen Hofladen, eine Kunstschlosserei, eine Logopädie-Praxis, einen Malerfachbetrieb, eine Tischlerei.

Links

Sportverein SG-Hillerse

Junggesellenverein Hillerse