Hoher Meißner

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Sendeanlagen auf dem Hohen Meißner (Luftbild)
(selber Fliegen?)

Der Hohe Meißner ist ein bis 753,6 m ü. NN hohes Bergmassiv im Naturpark Meißner-Kaufunger Wald im nordöstlichen Teil Nordhessens und zählt zum Osthessischen Bergland, in dessen Norden er liegt.

Überregional bekannt ist der Hohe Meißner als eventuelle Heimat des Märchens Frau Holle. Ein Großteil des Bergmassivs ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

Geografische Lage

Der Hohe Meißner erhebt sich im Werra-Meißner-Kreis etwa 27 km (Luftlinie) ost-südöstlich der Großstadt Kassel zwischen Bad Sooden-Allendorf (Nordosten), Berkatal und Meißner (Osten), Waldkappel (Süden), Hessisch Lichtenau (Westen) sowie Großalmerode (Nordwesten). Zusammen mit großen Teilen von Kaufunger Wald und Söhrewald bildet er den weitläufigen Naturpark Meißner-Kaufunger Wald.

Am äußerst wuchtig erscheinenden Hohen Meißner, der überwiegend stark bewaldet, rund 10 km lang und 5 km breit ist, entspringen unter anderem der Hollenbach, ein Zufluss der Berka und der Laudenbach, ein Zufluss der Gelster.


Verkehrsanbindung

Der Hoher Meißner ist über von den Bundesstraßen 7, 27 und 451 abzweigenden Landesstraßen zu erreichen; die zuerst und zuletzt genannte Bundesstraße haben Anschluss an einen bereits fertig gestellten Abschnitt des nordosthessischen Teils der A 44. Über die Meißner-Westflanke sowie insbesondere über den Südteil des Meißner-Hochplateaus und die Meißner-Ostflanke verläuft im Rahmen der Landesstraßen L3241 und L3242 ein Abschnitt der „Frau-Holle-Route“ der Deutschen Märchenstraße.

Sehenswürdigkeiten

An verschiedenen Standorten des Hohen Meißners gibt es schöne Aussichtspunkte:

  • Kalbe: Von der rund 720 m ü. NN hohen Basaltkuppe blickt man unter anderem zum Werratal, Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal, Harz, Thüringer Wald und zur Rhön. Dieser Aussichtspunkt ist zum Beispiel über einen am Frau-Holle-Teich beginnenden Pfad zu erreichen.
  • Schwalbenthal: Einfacher zu erreichen als die eben erwähnte Basaltkuppe Kalbe befindet sich 108 m tiefer an einem Straßenabzweig der Landesstraße „L 3241“, die von Meißner-Vockerode kommend in Richtung Meißnerhaus führt, ein ähnlich guter Aussichtspunkt: Nur wenige Meter unterhalb bzw. östlich der hier erwähnten Stinksteinwand liegt oberhalb eines Parkplatzes der „Aussichtspunkt Schwalbenthal“, von dem man aus 612 m ü. NN eine schöne Aussicht unter anderem auf das rund 322 m tiefer liegende Vockerode (290 m ü. NN) genießen kann, aber auch in Richtung Thüringen hinüber blickt.
  • Meißnerhaus und Berggasthof Hoher Meißner: Von der südwestlichen Seite des Bergmassivs schaut man vom Naturfreundehaus Meißnerhaus (665 m ü. NN) bzw. vom unweit südöstlich davon stehenden Berggasthof Hoher Meißner (ca. 715 m ü. NN) unter anderem zum Kellerwald, zum Habichtswald und zum Kaufunger Wald.

Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten am Hohen Meißner gehören (alphabetisch sortiert):

  • Frau-Holle-Teich (kleines, sagenumwobenes Stillgewässer)
  • Kalbe (ehemaliger Braunkohlentagebau mit Aussichtsberg Kalbe)
  • Kitzkammer (Naturdenkmal − eine Felsnische zwischen Basaltsäulen)
  • Seesteine (Basaltfelsen in einem Waldpark mit ehemaligen Stillgewässer

Weblinks