Hohnstedt

Aus Wiki Göttingen
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen von Hohnstedt

Hohnstedt ist ein Ort im Landkreis Northeim zwischen Harz und Solling. Der Nachbarort von Stöckheim liegt im Stadtgebiet von Northeim.

Aktuell

Personen und Organisationen

  • Ortsbürgermeister: Rolf Traupe.
  • Stellv. Ortsbürgermeister: Wolfgang Kippenberg.
  • Ortsbeauftragter: Karl-Otto Stein.
  • TSV Hohnstedt (Fußball, Handball und Tischtennis)
  • Freiwillige Feuerwehr (mit etwa 60 Mitgliedern)
  • Bürgerschützengesellschaft (setzt sich zusammen aus Schützenverein und Junggesellen)
  • Damenschützenclub
  • Gesangverein
  • Reichsbund (Ortsgruppe Hohnstedt)
  • Angelsportclub
  • Musikfreunde Hohnstedt, Northeim, Edesheim

Lexikonteil

  • Einwohnerzahl mit Hauptwohnsitz (Stand 1/2008): 722 Einwohner.

Geschichte

Dass das Dorf mit der Martini-Kirche kirchenhistorisch gesehen eine der ältesten Kirchen im Leinetal beherbergt, zeigt ein Rückblick in die Ortsgeschichte. Der Ort hatte 1950 aufgrund des Flüchtlingsstroms mit 1240 einen Einwohnerhöchststand zu verzeichnen. Das Gründungsjahr lässt sich nicht mehr genau feststellen, aber das es sich um eine Martini-Kirche handelt, die dem fränkischen Nationalheiligen Martin von Tours geweiht ist, lässt darauf schließen, dass die Kirche unter der Regierung der salisch-fränkischen Kaiser in der Zeit um 1024 bis 1125 erbaut worden ist.

Der Warenverkehr lief zur Zeit des Mittelalters ausschließlich auf der Straße. Es führte einer der Hauptverkehrswege von Norden nach Süden und umgekehrt mitten durch Hohnstedt. Dazu kam, dass Hohnstedt auf halber Strecke zwischen Hannover und Kassel lag. Dieser Umstand brachte es mit sich, dass sich in Hohnstedt ein bedeutender Warenumschlagplatz herausbildete. Hohnstedt war dadurch eines der reichsten Dörfer in der ganzen Umgebung. Die Lasten der Fuhrleute wurden hier umgeladen und mit neuer Ladung ging es dann die Hälfte des zurückgelegten Weges wieder zurück.

Der alte Dorfkrug, gegründet 1493, war Warenumschlagplatz. Dort gab es damals einen Ausspann, der 26 Pferde aufnehmen konnte. Reichte der Platz nicht aus, dann waren auch die Bauern bereit, gegen Entgelt die Pferde in ihren Ställen unterzustellen. Fuhren die Fuhrleute dann von Hohnstedt in Richtung Norden weiter, leisteten die Bauern den Fuhrleuten auch Vorspann, denn über den Ramberg und die Einbecker Berge kamen die Fuhrleute mit ihren Lasten ohne Hilfe nicht aus.

Mit der Fertigstellung der Eisenbahn ging der Frachtverkehr auf den Schienenweg über und der Ausspann im alten Dorfkrug blieb leer. Hohnstedt verlor seine Bedeutung im Frachtverkehr. Nur in kirchlicher Hinsicht behielt es noch lange seine Sonderstellung mit der im Jahre 1588 eingerichteten Superintendentur. Nachdem diese vor Jahren (1.4.1959) nach Northeim verlegt wurde, erlosch auch diese alte dörfliche Tradition. Mit der Eingemeindung in die Stadt Northeim wird das Dorf Hohnstedt gewiss erneut einen Wandel der dörflichen Struktur erleben.

Die ersten Siedlungshäuser – vier Doppelhäuser – entstanden nach dem Ersten Weltkrieg bei der Schule. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Neubautätigkeit in der "südlichen" und "nördlichen" (1960 erschlossen) Siedlung fortgeführt. Hinzu kamen einige Häuser (Streusiedlung) im Ortsbereich und der Bau beider Aussiedlerhöfe (Brandt und Steinhoff – 1960 ausgesiedelt). In diesem Jahr wurde das Bebauungsgebiet "Holige-Grund" (etwa 17 Bauplätze) neu erschlossen.

Die Trinkwasserversorgung war durch zwei Wasserversorgungsgenossenschaften, die versorgungsgemäß miteinander verbunden waren, gesichert. Seit 1985 wird das Trinkwasser von den Stadtwerken NOM geliefert. Schmutz- und Regenwasserkanalisationen wurden in den Jahren 1988/89 gebaut. Es existieren in Hohnstedt noch eine Tischlerei, einen Fuhrbetrieb, zwei Autohandel, eine Gastwirtschaft und eine Sparkasse (Zweigstelle Volksbank Eichsfeld – Northeim).

Die Pendler zieht es hauptsächlich nach Northeim, aber auch nach Einbeck. Das im Laufe von Jahrhunderten gewachsene Landschulsystem gehört heute der Vergangenheit an. Auch die Schule Hohnstedt wurde im Zuge dieser schulreformerischen Maßnahmen für immer geschlossen (August 1972). Die Kinder des Dorfes werden nun in der Nachbargemeinde Edesheim und später an weiterführenden Schulen in der Stadt Northeim beschult.

Nachdem die sich in der Schule befindlichen Wohnungen vermietet werden konnten, beschloss der Gemeinderat 1972, einen Klassenraum und das angrenzende Lehrerzimmer zur Einrichtung eines Kindergartens auszubauen. Die Eröffnung und Einweihung dieses Kindergartens erfolgte im Jahr 1974. Mit einem Kostenaufwand von rund 30.000 Mark hat die Gemeinde die Räume entsprechend ihres Verwendungszweckes ausgebaut. Als Träger der Einrichtung stellte der Paritätische Wohlfahrtsverband seinerzeit die Einrichtungsgegenstände zur Verfügung.

Links

Hohnstedt im Internet