Hollenstedt

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Wappen von Hollenstedt

Hollenstedt ist ein Ort im Landkreis Northeim zwischen Harz und Solling. Er gehört zum Stadtgebiet von Northeim.

Aktuell

Personen und Organisationen

  • Ortsbürgermeisterin und Ortsbeauftragte: Ingrid Ippensen.
  • Stellv. Ortsbürgermeister: August Markus.
  • Turn- und Sportverein.
  • Männergesangverein.
  • Kyffhäuserkameradschaft mit Schießgruppe.
  • Freiwillige Feuerwehr
  • Schweinekasse- und Pächtervereinigung
  • Reichsbund-Ortsgruppe.

Lexikonteil

  • Einwohnerzahl mit Hauptwohnsitz (Stand 1/2008): 797 Einwohner in Hollenstedt. 5 Einwohner im Ortsteil Wickershausen.

Lage

Das fünf Kilometer nordwestlich von Northeim gelegene Dorf dehnt sich vom linken Leineufer nach Westen bis zur Anhöhe des Waseberges mehr als einen Kilometer lang aus. Die Siedlungsgeschichte beginnt Bodenfunden zufolge bereits in der mittleren Steinzeit. Die Gemeinde umfasst eine Fläche von 726 Hektar.


Geschichte

Das Dorf wird zum ersten Mal um 900 in einer Urkunde erwähnt, durch die Herzog Otto der Erlauchte die "villa Hollenstede cum omnibus appendicitis" der Abtei Gandersheim schenkt.

Verschiedene Ansichten gibt es über die Bedeutung des Namens Hollenstedt. Am wahrscheinlichsten ist aber die Erklärung, dass noch heute die von Norden her über Stöckheim in das Dorf führende Straße als der "hollige Weg" bezeichnet wird. Vermutlich haben sich die ersten Siedler des höher gelegenen westlichen Teils des heutigen Dorfes durch Eingraben eines Hohlweges in den südlichen Abhang des Waseberges einen Zugang verschafft. Der "hollige Weg" hat, nachdem er längst zu einer breiten Fahrbahn ausgebaut ist, seinen Namen behalten. Vermutlich wird er der Siedlungsstelle den Namen "hollige Stie" gegeben haben, was sich im Laufe der Zeit zu "Hollenstie" oder auf Hochdeutsch zu Hollenstedt, abgeschliffen hat.

1408 kam es zu einer Fehde zwischen Herzog Otto dem Jüngeren und den Herren von Uslar auf den Gleichen, die einen Anspruch auf Teile der Feldmark geltend machten. 1462 kam es dann zum Krieg zwischen den Hansestädten und den Herzögen zu Göttingen, unter dem Hollenstedt ebenfalls zu leiden hatte, genausoi iwe unter dem Dreißigjährigen Krieg. Am stärksten mitgenommen wurde Hollenstedt jedoch im Siebenjährigen Krieg. Unter dem ständigen Wechsel von französischen und einheimischen Truppen litt die Bevölkerung.

Regelmäßig wurde das tiefer gelegene Wiesen- und auch teilweise Ackerland im Frühjahr und im Herbst von Hochwasser überflutet. Das höchste Hochwasser wurde in den Februarmonaten der Jahre 1946 und 1947 gemessen. Aber, auch in unserer Zeit kommt es ab und zu noch zu Überschwemmungen im Leinetal. Dann ist die Gemeinde Hollenstedt nur über die Kreisstraße durch die "Steinkuhle" zu erreichen.

Zur Gemeinde gehört auch das rund 2,5 Kilometer südwestlich am Böllenberg liegende Gut Wickershausen. Dieses war, wie die benachbarte Domäne Wetze, ursprünglich ein Dorf. Das Gut ist seit Mitte des 18. Jahrhunderts in Privatbesitz.

Die örtliche Schule wurde im Jahre 1962 nach über 100jährigem Betrieb geschlossen. Im ehemaligen Schulgebäude, das 1911 neu errichtet worden war, befinden sich heute Wohnungen. Alle Kinder der Gemeinde besuchen heute, mit Ausnahme der weiterführenden Schulen, die Mittelpunktschule in Drüber.

Ab 1960 wurden Bebauungspläne aufgestellt. Dadurch hat sich die Gemeinde erheblich in südwestlicher Richtung entlang der Kreisstraße nach Höckelheim ausgedehnt. Die weitere Entwicklung Hollenstedts ist jedoch durch das Poldergebiet im Osten, die geplante Umgehungsstraße im Westen und die immerwährende Hochwassergefahr stark eingeengt. Es bestehen kaum noch Möglichkeiten, Bebauungspläne aufzustellen, obwohl Bauwillige da sind.


Im Jahre 1810 lebten in Hollenstedt 513 Bürger. 100 Jahre später waren es knapp 200 mehr, nämlich 710. Nach dem Zusammenbruch erlebte Hollenstedt, wie alle anderen Gemeinden, einen erheblichen Aufschwung in der Einwohnerzahl. Der Höchststand war im Jahre 1953 mit rund 1300 zu verzeichnen. Einen weiteren Höchststand, ohne Flüchtlinge und Evakuierte, gab es Mitte der sechziger Jahre mit 948 Einwohnern.

Insgesamt ist auch in Hollenstedt ein Rückgang in der Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe zu verzeichnen. In Hollenstedt waren bis in die achtziger Jahre zahlreiche handwerkliche und gewerbliche Betriebe ansässig (Kulturbauunternehmen, Schmieden, Tischlereien, eine Bäckerei, Kaufläden, Gastwirtschaften, die Spar- und Darlehnskasse mit Tankstelle und Getreidetrocknungsanlage, eine Zweigstelle der Kreis- und Stadtsparkasse Einbeck sowie einen Friseur und ein Baugeschäft).

Links

Hollenstedt im Internet