Holzerode

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Infobox

Holzerode
Holzerode.gif
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Wappen von Holzerode
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Göttingen
Schulen: k.A.
Einwohner: 690
Postleitzahl: 37136
Telefonvorwahl 05507
Kfz-Kennzeichen:
Bürgermeister:
Website: Holzerode im Internet


Holzerode ist ein Dorf im Landkreis Göttingen. Es gehört zur Gemeinde Ebergötzen und hat knapp 700 Einwohner. Die Holzeröder Feldflur ist fast vollständig von Wäldern umgeben. Nachbarorte sind Spanbeck und Billingshausen im Nordwesten, Renshausen im Osten, Ebergötzen und Krebeck im Südosten und Bösinghausen im Süden.

Holzerode wurde 1055 in einer Urkunde des Erzbischofs von Mainz erstmals erwähnt. Es gehörte über Jahrhunderte zur Herrschaft Plesse, kam 1571 in hessischen Besitz, 1816 zum Königreich Hannover und 1866 zu Preußen. Im Rahmen der Gebietsreform erfolgte 1973 der Zusammenschluss mit Ebergötzen.

Südwestlich von Holzerode gibt es mit dem Hünstollen (423,5 m) ein lohnendes Wanderziel, das einen weiten Ausblick über das Eichsfelder Becken Richtung Harz bietet.


Sie finden...

  • den aktuellen Postbriefkasten neben der Bushaltestelle, Richtung Göttingen
  • eine öffentliche Fernsprecheinrichtung neben der Bushaltestelle, Richtung Göttingen
  • Schaukästen zu den einzelnen Vereinen in der Bushaltestelle, Richtung Göttingen
  • eine Radfernwegkarte neben der Bushaltestelle, Richtung Göttingen
  • eine Wanderkarte neben dem Thie, Richtung Gillersheim
  • die Dorfkneipe "Lippbergschänke" im Steinacker
  • den Thie in der Mitte des Dorfes
  • das Alten- und Pflegeheim Müller an einem Ende von Holzerode
  • den Friedhof am anderen Ende von Holzerode
  • das Ehrenmal in der Ecke Obere Straße/Dorfstraße
  • die Tennisplätze oberhalb des Sportplatzes
  • die neue Grillhütte oberhalb des Sportplatzes
  • die Alte Schule in der Kreuzung Dorfstraße/Schulstraße
  • einen Streugutcontainer an der Kreuzung Dorfstraße/Harzstraße
  • Altglascontainer an der Einmündung zur Feuerwehr in der Dorfstraße
  • Altkleidercontainer am Sportplatz
  • Die Reithalle in der Mühlenstraße, ganz oben
  • den Kinderspielplatz 1 im Neubaugebiet
  • den Kinderspielplatz 2 hinter dem Ehrenmal
  • den Thiestein in der Mitte des Dorfes auf dem Thie
  • das Pfadfinderlager auf dem Alten Sportplatz hinter dem Schützenhaus
  • aktuelle Aushänge in der Bushaltestelle, Richtung Göttingen
  • ...

Termine der örtlichen Vereine und Zusammenschlüsse

Personen und Organisationen

Gemeindebücherei Holzerode

Öffnungszeiten der Gemeindebücherei Holzerode, Dorfgemeinschaftshaus Alte Schule, Dorfstraße 14

Donnerstag 16.30-17.30 Uhr


Gemeinde Ebergötzen und Holzerode

Ebergötzen

Detlef Jurgeleit, Bürgermeister Gemeinde Ebergötzen

Telefon 05507 7310


Sprechstunden im Gemeindebüro

Dienstag, 17.00 – 19.00 Uhr

Donnerstag, 17.00 – 19.00 Uhr


Gemeinde Ebergötzen

Bergstr. 18

37136 Ebergötzen

Telefon 05507 7310

Telefax 05507 1075

E-Mail gemeinde-ebergoetzen@t-online.de

Internet siehe: [1]


Holzerode

Dorfgemeinschaftshaus Alte Schule

Dorfstraße 14

Telefon 05507 2932

Internet siehe: [2]


Öffnungszeiten:

Dienstag 19.00-20.00 Uhr


Jugendraum Holzerode

donnerstags ab 19 Uhr

Dorfgemeinschaftshaus Alte Schule

Ausstattung: Fernseher, Kühlschrank, Teeküche, Stereoanlage

Internet siehe: [3]


Ortsheimatpfleger Holzerode

Prof. Dr. Wolfgang Buss

Mühlenbreite 10

37136 Holzerode

Telefon 05507 7132

Telefax 05507 915242


Schiedsmann Samtgemeinde Radolfshausen

Holger Bährens

Waaker Stieg 4

37136 Holzerode

Tel. 05507 1769

E-Mail: holgerbaehrens@web.de


Polizeistation Ebergötzen

Vöhreweg 10

37134 Ebergötzen

Telefon 05507 885

Fax 05507 964315

Leitung: Polizeikommissar Christian Hoffmeier


PK Hoffmeier ist zu folgenden Zeiten für Sie erreichbar:

Montag bis Freitag von 08.00 bis 16.00 Uhr

Donnerstag von 08.00 bis 18.00 Uhr

Außerhalb dieser Zeiten ist das Polizeikommissariat Duderstadt unter Telefon 05527 98010 für Sie da.



Vereine und Zusammenschlüsse

Impressionen in und um Holzerode

Geschichte (zusammengefasst)

Holzerode konnte im Jahr 2005 sein 950. Jubiläum feiern. 1055 durch den Erzbischof von Mainz erstmalig erwähnt, gehörte der Ort über Jahrhunderte hinweg zur Herrschaft Plesse. Ab 1571 fiel Holzerode dann in hessischen Besitz, bevor es 1816 an Hannover und 1866 an Preussen ging. Im Rahmen der Gebietsreform 1973 erfolgte der Zusammenschluss mit Ebergötzen.


Die urkundliche Ersterwähnung von Holzerode im Jahre 1055

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In den Jahren von 772 bis 804 besiegte Karl der Große im „langwierigsten, grausamsten und anstrengendsten“ seiner Kriege – wie sein Biograph Einhard festhielt – die Sachsen und gliederte ihr umfangreiches Stammesgebiet dem fränkischen Reich an. Dabei war aber die militärische Eroberung nicht das einzige Mittel – nicht nur durch das Schwert, sondern auch durch das Wort sollten die heidnischen Sachsen bezwungen werden. Auf dem Paderborner Reichstag des Jahres 777 wurde Sachsen in Missionssprengel eingeteilt. In der Folge dieser Planungen hat dann insbesondere die von Mainz ausgehende Mission das heutige südliche Niedersachsen christianisiert, kirchlich erschlossen und in die bestehende Kirchenorganisation einbezogen. Zu diesem Zweck hatten die Mainzer Erzbischöfe umfangreiche Schenkungen aus Reichsgutkomplexen erhalten. Taufkirchen mit dem Patrozinium des Hl. Martin von Tours im Abstand von jeweils 6 bis 8 Kilometern bildeten die Anfänge der Kirchenorganisation zwischen Geismar und Greene. In den folgenden Jahrhunderten wurde die kirchliche Erschließung durch die Gründung mainzischer Chorherrenstifte – in Heiligenstadt, Jechaburg, Fritzlar und Hofgeismar – weiter intensiviert. In diesen kirchengeschichtlichen Rahmen gehört auch die Gründung des Nörtener Peters-Stiftes durch den Mainzer Erzbischof Lupold im Jahre 1055. Zur wirtschaftlichen Absicherung überträgt dabei der Erzbischof an seine neue Gründung den Kirchenzehnten und Besitz an mehr als zwanzig Orten darunter auch den Zehnten sowie „Waldäckerchen“, Felder, Wiesen und Weiden von Holzerode („Hozzesroth“). Diese Urkunde bietet eine für die Geschichte des südlichen Niedersachsen besonders wichtige Überlieferung, weil neben Holzerode noch eine Reihe weiterer Orte hier zum ersten Mal erwähnt sind – insgesamt werden mehr als zwanzig Ortschaften genannt. Dieses wichtige Dokument ist uns nur aus Abschriften bekannt; ein regelrechtes, auf Pergament ausgefertigtes und besiegeltes Original (eine sogenannte diplomatische Ausfertigung) hat es von dieser Urkunde nie gegeben. Im Text der Urkunde steht auch, warum das so ist: Erzbischof Lupold weist daraufhin, dass er den Urkundentext in das Messbuch eintragen ließ, das er für den St. Marien- und St. Petersaltar der neuen Stiftskirche hatte anfertigen lassen. Die Schenkung erfolgte also an die Gottesmutter und den Apostelfürsten, nicht an eine irdische Körperschaft. Über das Alter von Holzerode erfahren wir aus der Urkunde allerdings nichts; sicher ist allein, dass der Ort bereits seit längerem bestanden hat. Der Name für Holzerode lautet in der ältesten überlieferten Form von 1055 „Hozzesroth“; das bedeutet soviel wie „Rodungssiedlung des Hozzi“. Wer dieser Hozzi war und wann er gelebt hat, wissen wir nicht. Leider ist auch nicht überliefert, wann Holzerode aus dem Besitz des Nörtener Petersstifts in den der Herren von Plesse übergegangen ist. Denn erst mehr als zweihundert Jahre nach der ersten Nennung, im Jahre 1322, wird Holzerode als „Plessedorf“ genannt.

Autor: Peter Aufgebauer. Aus: Festschrift 950 Jahre Holzerode, 2005


Moseborn und der „Mäuseturm“

Eine Chronik des Ortes Holzerode in Daten

Die kirchliche Zugehörigkeit von Holzerode

Der Hünstollen

Die Ziegelhütte „Hölle“ – eine fast 400-jährige Geschichte

Die Schnursmühle an der Lindenbrücke und andere Mühlen

Der Kalischacht

Die Forstgeschichte

Die Schule und ihre Lehrer

Der Degenhardtsche „Krug“ in Holzerode – eine mehr als 300-jährige Geschichte

Feuerschutz in Holzerode

Wie der Krieg auch nach Holzerode kam und wie er hier zu Ende ging

Das Holzeröder Kleinod


Das „alte“ Holzerode

Von der Jahrhundertwende 1900 bis zum Zweiten Weltkrieg

Schüttenhoff

Wee spreeket Platt

Dorfstreiche

Anekdoten


Persönlichkeiten

Die Bürgermeister (Bauermeister, Gemeindevorsteher) und Gemeindedirektoren Holzerodes seit Beginn des 19. Jahrhunderts

Originale in und aus Holzerode in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts

Alte Handwerksbetriebe und Geschäfte

Gedichte

Ebergötzen und Holzerode heute

Gemeindestruktur und -verwaltung

Gemeinde Ebergötzen

1972 haben sich die beiden Gemeinden Ebergötzen und Holzerode zur Gemeinde Ebergötzen zusammengeschlossen. Die Größe der Gemeinde wurde wie folgt festgestellt: Gesamtgröße der Fläche 1.320.84 ha davon Landwirtschaftliche Fläche 732,17 ha Waldfläche 455,50 ha Gartenlandfläche 10,62 ha Siedlungsfläche 122,55 ha


Bevölkerungsentwicklung

Heute hat die Gemeinde insgesamt 2699 Einwohner. Die Bevölkerungsentwicklung für die Gemeinde insgesamt und speziell den Ortsteil Holzerode ist auf der Basis von EDV-Daten (erst ab 1980 erhoben) folgende: 1980 1.818 insgesamt 703 Holzerode 1984 1.869 insgesamt 698 Holzerode 1991 1.962 insgesamt 747 Holzerode 1994 1.963 insgesamt 764 Holzerode 2000 2.080 insgesamt 728 Holzerode 2005 2.066 insgesamt 695 Holzerode

Leider zeichnet sich auch in der Gemeinde Ebergötzen eine wenig positive Entwicklung in der Altersstruktur ab. Wie überall in Deutschland, werden unsere Bürger immer älter und die Geburtenzahlen werden weniger. Somit ist absehbar, dass die gemeindlichen Einrichtungen wie Kindergarten und Schule demnächst nicht mehr in vollem Maße ausgenutzt werden können. Seit dem Jahr 2001 werden jährlich durchschnittlich nur noch halb so viele Kinder geboren wie in den Vorjahren. Die Gemeinde Ebergötzen hat sich jedoch in den letzten Jahren durchaus zum Wohle der Bürger entwickeln können. Es sind alle lebensnotwendigen Einrichtungen in der Gemeinde vorhanden, was insbesondere auch für ein reichhaltiges Angebot an Geschäften und Dienstleistungsbetrieben gilt; damit wird die Gemeinde Ebergötzen den Anforderungen an ein Grundzentrum in vollem Maße gerecht. Allen Vereinen steht auch ein Domizil zur Verfügung, was zu deren überaus guter Entwicklung beigetragen hat. Insbesondere hat die kulturelle und touristische Entwicklung große Fortschritte gemacht. So ist das „Europäische Brotmuseum“ seit dem Jahr 2000 in Ebergötzen ansässig und die Wilhelm-Busch-Mühle ist schon seit langem ein traditioneller großer Anziehungspunkt. Beide Einrichtungen locken jährlich rund 100.000 Besucher in unsere Gemeinde. Erstmals wurde für die bauliche Entwicklung des Brotmuseums ein „Eigenbetrieb“ gegründet, der gewährleisten soll, dass der Ausbau des Museums nicht aus dem Gemeindesäckel finanziert wird. Lediglich die Pacht und die Mieteinnahmen werden zum weiteren Ausbau des Museumsareals verwendet.


Politische Verantwortung und Verwaltung

Die politische Führung liegt seit 1973, auch durch eine starke sozialdemokratische Wählerschaft aus Holzerode, in den Händen der SPD. Seit 1973 waren folgende Personen Mitglieder im Gemeinderat der Gemeinde Ebergötzen: aus dem Ortsteil Ebergötzen Willi Behre, Ralf Desenritter, Werner Edel, Wolfgang Elend, Birgit Finke, Wilfried Fraatz, Ludwig Gebauer, Gerd Girgensohn, Hartmut Gleitze, Karl Gleitze, Peter Maass, Günter Mahlmann, Else Rasenberger, Monika Reinecke, Helmut Rudolph, Linus Rudolph, Otto Schulze und Helmut Stange. aus dem Ortsteil Holzerode Holger Bährens, Helmut Buss, Dr. Wolfgang Buss, Ursula Buss, Wolfgang Hartmann, Detlef Jurgeleit, Friedrich Jurgeleit, Karl Kolle, Dr. Ulrike Libal, Heinrich Lechte, Otto Linnemann, Peter Müller, Willi Vollbrecht und Ernst Zech.


Die Ratszusammensetzung im Jahr 2005

Arne Behre Bürgermeister

Ratsmitglied Willi Behre (SPD)

Ratsmitglied Reinhold Bornemann (CDU)

Ratsmitglied Ralf Desenritter (SPD)

Ratsmitglied Wolfgang Elend (CDU)

Ratsmitglied Wilfried Fraatz (SPD)

Ratsmitglied Wolfgang Hartmann (SPD)

Ratsmitglied Detlef Jurgeleit (SPD)

Ratsmitglied Peter Müller (CDU)

Ratsmitglied Dr. Susanne Schmall (SPD)

Ratsmitglied Petra Strüber (F.D.P.)

Bilder

Siehe hier