IKEA Göttingen

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eines von 253 Ikea-Einrichtungshäusern in 24 Ländern weltweit.

DIe Ansiedelung des schwedischen Möbeldiscounters Ikea am Standort Göttingen ist seit langer Zeit geplant, bisher jedoch nicht terminiert, außerdem steht kein mögliche Standort fest.

Ikea nicht an Hermann-Kolbe-Straße

Fläche "reicht nicht" für zusätzliches Shoppingcenter mit Einzelhandel

Ikea will nicht mehr an der Hermann-Kolbe-Straße im Nordwesten Grones bauen und dort ein Einrichtungshaus eröffnen. Die Fläche reiche für ein Ikea-Haus mit integriertem Shoppingcenter und Einzelhandelsflächen nicht aus. Aber: "Wir wollen nach wie vor nach Göttingen", versicherte Ikea-Expansionschef Armin Michaely. Mit der Stadt werde jetzt ein neuer Standort gesucht, "der geeignet ist, sowohl Ikea als auch das neue Homepark-Konzept abzubilden". Das bestätigt in der gemeinsamen Erklärung Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD).

Die Absage an den Standort Hermann-Kolbe-Straße markiert eine generelle Neuausrichtung des Unternehmens. Danach werden neue Einrichtungshäuser nur noch "im Zusammenspiel mit weiteren Einzelhandelsflächen realisiert". Für die geplante Investition in Höhe von rund 60 Millionen Euro in Göttingen "brauche Ikea ein adäquates Umfeld", erklärt Michaely. Ikea-Pressesprecherin Simone Settergren wird deutlicher: Ein zusätzliches Shoppingcenter mit Babywäsche und anderen typischen Einzelhandelsprodukten sei nach den Göttinger Vorgaben an der Hermann-Kolbe-Straße nicht genehmigungsfähig. Bisher hatte Ikea immer nur von einem Furniture Competence Center oder neuerdings Homepark gesprochen, in dem sich Einzelhändler und Dienstleister "rund um das Thema Wohnen" ansiedeln sollten.

Grundvoraussetzungen für den gesuchten Standort seien eine gute Autobahnanbindung und die Nähe zur Stadt, so Settergren. Die Grundfläche müsse 120 000 bis 130 000 Quadratmeter betragen. Das Areal an der Hermann-Kolbe-Straße ist - auch nach früheren Ikea-Angaben - übrigens 140 000 Quadratmeter groß. Zurzeit gebe es keine geeignete und freie Fläche in der Stadt, die den aktuellen Ikea-Wünschen entspreche, sagte gestern Stadtbaurat Thomas Dienberg.

Von Ulrich Schubert, Göttinger Tageblatt vom 30. Mai 2009


Ikea: 400 Arbeitsplätze und 60 Millionen Euro

Das Unternehmen Ikea ist offenbar wieder fest entschlossen, sich in Göttingen niederzulassen. Und die Vorstellungen der weltweit agierenden Einrichtungshaus-Kette werden immer konkreter – zum genauen Standort, zu möglichen Arbeitsplätzen und zur Größe des Marktes.

Festhalten will Ikea auch an einem zusätzlichen Kompetenzzentrum, das anfangs als Furniture Competence Center (FCC) bezeichnet wurde und jetzt Homepark heißt. Die Expansionsabteilung von Ikea führt Göttingen inzwischen in Veröffentlichungen und im Internet als „Einrichtungshaus in Planung“. Und dazu gibt es weitere Angaben:

• Standort: Hermann-Kolbe-Straße.

• Grundstücksfläche etwa 140 000 Quadratmeter.

• Bruttogeschossfläche etwa 32 000 Quadratmeter.

• Investitionssumme etwa 40 Millionen Euro (und 20 Millionen Euro für einen Homepark).

• Mitarbeiter: etwa 250 (und etwa 150 in einem geplanten Homepark).

• Parkplätze: etwa 2000 insgesamt.

• Eröffnung: noch kein Termin geplant.

Der geplante Homepark neben dem eigentlichen Einrichtungshaus ist umstritten. Händler aus dem Raum Göttingen sehen darin eine zu große Konkurrenz – nicht nur für die Innenstadt. In seinen Homeparks will Ikea Geschäftsräume errichten und vermietet sie nach eigenen Angaben an „Einzelhändler rund um das Thema Wohnen“. Zu letzteren gehören Warenangebote wie „Möbel, Küchen, Polster und ledersofas, Unterhaltungselektronik, Teppiche und Tapeten, Wohnaccessoires, Kaminstudio oder Bad und Sanitär“.

Verzögerung durch EU-Gesetz

Ein neues EU-Gesetz hatte die Ikea-Ansiedlung im vergangenen Jahr ins Stocken gebracht. Nach EU-Vorgabe sollten künftig nicht nur große Bauaufträge einer Kommune europaweit ausgeschrieben werden, sondern auch der Verkauf städtischer Flächen. Göttingen hätte das vorgesehene Areal dann nicht gezielt und direkt an Ikea verkaufen können. Andere Interessenten hätten die Fläche meistbietend für ihre Zwecke kaufen können. Diese Einschränkung ist inzwischen vom Tisch. Ikea hat zudem in einem Brief an die Göttinger CDU-Fraktion erklärt, dass das Unternehmen weiterhin am Standort Göttingen interessiert sei – „aus marktwirtschaftlichen Überlegungen“ aber auf jeden Fall mit FCC beziehungsweise Homepark.

Quelle: Ulrich Schubert, Göttinger Tageblatt vom 6. Mai 2009

Ikea: Pläne auf Eis gelegt

Die Verhandlungen um die Ansiedlung eines Ikea-Möbelhauses sind auf Eis gelegt. „Ikea wird es in Göttingen nicht so bald geben“, berichtete Göttingens Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD) am Montagabend, 8. März, den Teilnehmern einer sogenannten City-Runde von Pro-City, Einzelhandelsverband und Blick.

Nachdem das Unternehmen ein angebotenes Grundstück an der Hermann-Kolbe-Straße abgelehnt hatte, mangele es der Stadt an einer Alternative: „Wir können keinen anderen Standort anbieten“, erklärte Meyer.

Dies bestätigte Ikea-Sprecherin Simone Settergren auf Anfrage: „Wir haben die Verhandlungen ausgesetzt.“ Dies bedeute allerdings nicht, dass das Unternehmen kein Interesse mehr am Standort Göttingen habe: „Wir sind nach wie vor an einem innenstadtnahen und gut erreichbaren, 120 000 bis 180 000 Quadratmeter großen Grundstück interessiert.“ Diese Größe sei erforderlich, um die neue Unternehmensstrategie umzusetzen – weg von der grünen Wiese und einer Einzellage, hin zum Shopping-Center-Konzept. Das Areal an der Hermann-Kolbe-Straße sei „zu schmal geschnitten gewesen“. Settergren: „Es geht um den Zuschnitt, die Quadratmeterzahl allein macht es nicht.“

Quelle: Göttinger Tageblatt, 10.03.2010