Institut für Astrophysik der Universität Göttingen

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Das Institut für Astrophysik erhielt 2005 einen Neubau und ist das einzige Hochschulinstitut in Niedersachsen, an dem Astronomie und Astrophysik in Lehre und Forschung betrieben werden. Die wissenschaftlichen Arbeitsgebiete decken die Bereiche Sonnenphysik, stellare Astrophysik, sowie galaktische und extragalaktische Astrophysik und Kosmologie ab.

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Göttinger Forscher entdecken Super-Erde

Künstlerische Interpretation des Planeten HD 40307g im Vordergrund (links), zusammen mit dem Stern HD 40307 und zwei weiteren Planeten (rechts). Die dargestellte Atmosphäre und Kontinente sind spekulativ und nicht durch diese Arbeit bestätigt. © J. Pinfield, RoPACS network, University of Hertfordshire

Ein internationales Astronomen-Team hat Hinweise auf eine möglicherweise bewohnbare Super-Erde in der Nachbarschaft unseres Sonnensystems entdeckt. Auch Forscher aus Göttingen waren daran beteiligt. Bei einer Zwergsonne im Sternbild Maler (Pictor) am Südhimmel stießen die Forscher auf Spuren von drei bislang unbekannten Planeten.


Sollten sich diese drei Planeten-Kandidaten durch weitere Beobachtungen bestätigen, würde der äußerste von ihnen seinen Stern in der sogenannten bewohnbaren Zone umkreisen, wo Wasser flüssig wäre, schreiben die Wissenschaftler im Fachblatt "Astronomy & Astrophysics".


Hinweise auf Leben haben sie nicht gefunden. Die Gruppe um Guillem Anglada-Escudé von der Universität Göttingen und Mikko Tuomi von der Universität Hertfordshire in Hatfield (Großbritannien) hatte Beobachtungen des Sterns mit der Katalognummer HD 40307 neu analysiert. Bei dem Zwergstern waren bereits drei Planeten nachgewiesen worden, die alle in die Klasse der sogenannten Super-Erden fallen. So bezeichnen Astronomen Planeten, die mehr Masse haben als die Erde, aber weniger als der leichteste Gasplanet unseres Sonnensystem, der Uranus.


Bei Super-Erden muss es sich allerdings nicht zwangsläufig um Gesteinsplaneten wie die Erde handeln.


  • Quelle: Göttinger Tageblatt 09.11.2012