Jüdenstraße

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Jüdenstraße

Die Jüdenstraße ist eine zentrale Straße in Göttingen, in der zahlreiche Geschäfte und Dienstleistungsunternehmen angesiedelt sind, unter anderem das Hotel Central.

In der Jüdenstraße wohnten früher in der Nähe der St. Jacobi-Kirche Göttingen hauptsächlich Juden. Auch in Göttingen war die Geschichte der Juden schon im Mittelalter von großem Leid geprägt. Nachdem im Jahre 1369/70 Herzog Otto III. der Stadt das Recht der Gerichtsbarkeit über die Juden abgetreten hat, kam es auch hier immer wieder zu blutigen Pogromen und Vertreibungen. Von 1460 bis 1599 wohnten über 100 Jahre lang überhaupt keine Juden in Göttingen.


Beginn der Bauarbeiten

Nach dem Beginn der Umgestaltung der Barfüßerstraße sollen die Bauarbeiten mit Beginn der Woche in der Jüdenstraße fortgesetzt werden. So werde ab Montag, 6. Juni, in der Jüdenstraße zwischen Theaterstraße und Ritterplan „gebuddelt“, heißt es in einer Mitteilung der Stadtverwaltung. Ab 9 Uhr sei dieser Straßenabschnitt für den Verkehr gesperrt. Umleitungen seien eingerichtet.

Gleichzeitig werden Stadtbuslinien über die Barfüßerstraße, Friedrichstraße, in die Obere Karspüle zum Ritterplan geführt. „Aus diesem Grund wird die Einbahnstraßenregelung der Oberen Karspüle geändert. Sie gilt dann von der Friedrichstraße in Richtung Theaterstraße“, teilt die Stadt weiter mit.

Die jetzt begonnenen Arbeiten in der Barfüßer- und Jüdenstraße sollen nach dem Zeitplan der Stadt bis Anfang Dezember abgeschlossen sein. Bis dahin sollen die Oberflächen in den Straßen erneuert und „die Verkehrsräume neu gegliedert“ werden. Zuvor werden die unterirdischen Versorgungsleitungen erneuert.

Voraussichtlich ab März 2012 sollen die Bauarbeiten in den Abschnitten Barfüßerstraße von der Jüdenstraße bis zum Wilhelmsplatz und Jüdenstraße von der Theater- bis zur Barfüßerstraße fortgesetzt werden. Die endgültige Fertigstellung ist im Sommer 2012 vorgesehen. Die Gesamtkosten für die Sanierungen liegen bei rund 2,4 Millionen Euro. Davon sind allein 1,48 Millionen Euro für den Straßenbau vorgesehen.

Quelle: "Umgestaltung Innenstadt: Jüdenstraße wird gesperrt", Artikel von Michael Brakemeier im Göttinger Tageblatt vom 4. Juni 2011.


Abschluss der Bauarbeiten

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Kurz vor der Freigabe für den Verkehr: die Jüdenstraße zwischen Theater- und Barfüßerstraße.

Nach monatelanger Bauzeit und Sperrung für den Verkehr gehen die Arbeiten in der Jüdenstraße ihrem Ende entgegen. Am Donnerstag, 6. September, soll die Straße, so die Pläne der Verwaltung, für den Verkehr wieder freigegeben werden.

Die Busse der Linien 1, 2, 3, 4, 5, 9, 10 und 14 der Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB) können dann die Straße ebenso wieder nutzen wie der Anliefer- und Anliegerverkehr. Die Tief- und Straßenbauarbeiten seien im Fahrbahnbereich der Jüdenstraße so gut wie abgeschlossen, heißt es in einer Mitteilung aus dem Neuen Rathaus. Danach werde es bis Ende September noch zu „Restarbeiten in den Seitenbereichen“ kommen. Die derzeit eingerichtete Umleitungsstrecke in der Oberen Karspüle wird in der kommenden Woche aufgehoben, die ursprüngliche Beschilderung wieder aufgestellt.

Die Kosten des Ausbaus der Jüdenstraße vom Ritterplan bis zur Barfüßerstraße hat Stadtbaurat Thomas Dienberg Anfang August mit 3,2 Millionen Euro angegeben. Kanäle, Versorgungsleitungen, Fahrbahn und Gehwege sind erneuert worden. Durch den Umbau ist die Fahrbahn schmaler geworden und hat eine aufgehellte Asphaltdecke bekommen, die nun etwas verbreiterten Seitenbereiche sind neu gepflastert worden.

Die Bauarbeiten im zweiten Bauabschnitt in der Jüdenstraße zwischen Theaterstraße und Barfüßerstraße haben im März begonnen. Gleichzeitig wurde die Barfüßerstraße umgebaut. Hier sollen nun die Pflasterarbeiten bis Ende September erledigt sein und die Straße Ende Oktober für den Verkehr freigegeben werden. Die angewandte „gebundene Bauweise“ brauche längere „Aushärtezeiten“, erläutert die Verwaltung die vierwöchige Verzögerung. Der Fußgänger- und Radfahrverkehr könne die Barfüßerstraße aber bereits nach Fertigstellung der Pflasterung nutzen. „Die Göttinger Verkehrsbetriebe fahren bis Ende Oktober mit den Linien 6,7,8 und 13 weiter die Ersatzhaltestelle in der Roten Straße an und dann über die eingerichtete Umleitungsstrecke über die Stadthalle“, heißt es in der Mitteilung.

Die Stadt will nach dem Abschluss der Arbeiten auch die nördlichen und die von Händlern und Anwohnern als marode bemängelten südlichen Bereiche der Jüdenstraße sanieren – nach den derzeitigen Planungen der Stadt zwischen 2014 und 2016.

Quelle: "Verkehr rollt wieder durch die Jüdenstraße ", Artikel von Michael Brakemeier im Göttinger Tageblatt vom 5. September.

Foto von Christina Hinzmann, erschienen im Göttinger Tageblatt vom 5. September.


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Siehe auch

Spielplatz Jacobikirchhof