Jühnder Rockever

Aus Wiki Göttingen
Wechseln zu: Navigation, Suche

Im Bioenergiedorf Jühnde soll im August (6. bis 8.) gerockt werden und zwar deutlich schwermetallhaltig. Das „1. Jühnder Rockever“ wäre möglicherweise das erste CO2-neutrale Open-Air-Festival, dank jeder Menge Strom aus Gülle und nachwachsenden Rohstoffen, wodurch das kleine Dorf bislang weltberühmt ist.

Gästebuch:

Rockever Gästebuch

Schwermetall-Open-Air-im-Bioenergiedorf ArtikelQuer.jpg


Presse

Rockever soll jetzt auf Klosterbreite durchstarten

Umgeben von Wald: Das neue Festival-Gelände liegt weit genug weg von Jühnde

Im Bioenergiedorf wird im August wie geplant gerockt. Das „1. Jühnder Rock-ever“ Open-Air-Festival soll vom 6. bis 8. August mit Auftritten von mehr als 20 Bands gefeiert werden. Neuer Standort des Festivals ist jetzt die Klosterbreite an der Landesstraße nach Dramfeld.

Das Gelände liegt umgeben von Wald weit genug entfernt vom Dorf, um niemanden zu stören. Detlef Neumann, Vorsitzender des neugegründeten Kultur- und Freizeit-Vereins Rockever und sein Team sind nach wie vor zuversichtlich, das Festival stemmen zu können. „Das Gelände ist ideal und mehr als ausreichend“, zeigt sich Neumann zufrieden über die neue Lage. Das Festivalgelände und Parkflächen liegen auf brach liegenden Feldern, die sich gut eignen. Der vorgesehene Campingplatz für die Besucher ist sogar eine grüne Wiese. „Jühnder Landwirte stellen die Flächen kostenlos zur Verfügung“, erklärt Neumann erfreut.

Nicht alle im Bioenergiedorf waren von der Festival-Idee restlos begeistert. Neumann trat sogar als TSV-Vorsitzender zurück und gründete den Rockever-Verein, der das Open-Air ausrichtet. Vor drei Wochen gab der Gemeinderat einstimmig grünes Licht, allerdings noch für eine andere Fläche im Süden des Dorfes. Eine Hürde ist noch zu nehmen. Mittlerweile sind die nötigen Unterlagen für einen Bauantrag im Kreishaus – in sechsfacher Ausfertigung, um die Bearbeitungszeit zu beschleunigen. Auch eine Architektenzeichnung war notwendig.

25 Bands sollen auftreten, darunter bekannte Namen wie Rough Silk, Contradiction, The Last Warning aus Österreich und Pirates of the Baggersee sowie Bands aus Göttingen und Umgebung wie Black & Schwarz. Ein Wettbewerb für Schülercombos ist geplant und ein ruhiger Frühschoppen. Noch können sich Schülerbands aus der Region bewerben.

Zwei Bühnen werden aufgebaut. Die Logistik steht. Sponsoren machen mit. Die Vereinsmitglieder haben sich auch schon die nötigen Gerätschaften zum Dönergrillen bei Hakans Dönerhaus gesichert, um selbst etwas für hungrige Festivalbesucher anbieten zu können. An der Reihenfolge der Auftritte feilen die Rock-Fans schon lange.

Neumann ist die Vorfreude schon anzumerken. „Ich will alle Bands hören.“ Aber als Organisator befürchtet er, nicht dazu zu kommen. Um immer ansprechbar zu sein, will er selbst ein Zelt für sich aufstellen. 1000 Besucher an drei Tagen würden zur Finanzierung des ersten Rockever reichen, glauben die Organisatoren. Auf der Internet-Seite gibt es aktuelle Informationen. Karten können an Vorverkaufsstellen unter anderem in Kassel und Northeim und im Internet gekauft werden.

Rockever-Festival kann an den Start gehen

Die Gerste ist gedroschen und gewalzt, die Wiese gemäht, das Feld für das erste „Rockever“-Festival vom 6. bis 8. August in Jühnde ist also bereitet. Auch der Landkreis genehmigte jetzt das Open-Air-Konzert auf der grünen Wiese zwischen Jühnde und Mariengarten am A-7-Drammetal-Dreieck. Das Bioenergiedorf kann gerockt werden.

Festival-Gelände, Parkflächen und Campingplatzgelände sind abgesteckt. Polizei, Bauordnungsamt und Feuerwehr haben ihr Okay gegeben. Am Mittwoch sollen die zwei Bühnen anrollen. Die Veranstalter, der Kultur- und Freizeitverein Rockever mit dem Jühnder Detlef Neumann, hoffen jetzt nur noch auf gutes Wetter. Aber auch bei Regen kann ein Open-Air-Festival Spaß machen, wie das legendäre Woodstock bewies. Die Liste der Bands kann sich jedenfalls sehen lassen. Dabei gibt es an diesem Wochenende starke Konkurrenz mit dem Riesen-Festival in Wacken.

25 Bands sollen auftreten, darunter bekannte Namen wie Rough Silk, Contradiction, The Last Warning aus Österreich und Pirates of the Baggersee sowie Bands aus Göttingen und Umgebung wie Black & Schwarz, Stahlmann und Alpha Academy. Nicht nur Schwermetall-Fans kommen auf ihre Kosten. Am Sonnabendvormittag ist ein Wettbewerb für Schülercombos unter anderem mit Dreist aus Dransfeld geplant und am Sonntag bei freiem Eintritt gibt es Rock und Pop von Sunset x Orange aus Göttingen.

Tickets gibt es im Vorverkauf für 14 oder 22 Euro unter anderem bei Tickets Dransfeld, Lange Straße 9, und im Internet, www.rockever.de. Die Anfahrt zum Festivalgelände an der Landesstraße zwischen Jühnde und Mariengarten ist über die A utobahn 7 ab der Raststätte Mengershausen und der Abfahrt Hedemünden ausgeschildert.

Schwermetall im Maisfeld

Festival in Jühnde

Die Szene spricht Bände: Kaum haben Mrs. Frizzle ihren Auftritt beendet, schnappt sich eine Gruppe Zuschauer den Stehtisch, an dem sie den Auftritt der Band verfolgt hat, und platziert ihn direkt vor der zweiten Bühne.

„Wir machen es uns schön gemütlich“, sagt einer. Platz dafür gibt es reichlich. Von weitem beobachtet eine Fischbrötchenverkäuferin hinter ihrer Theke das spärliche Treiben vor der Bühne. Viel zu tun hat sie ohnehin nicht. Kaum 200 Zuschauer verlieren sich auf dem großzügig bemessenen Festivalgelände. Wäre es nach Initiator Detlef Neumann gegangen, hätten hier von Freitag bis Sonntag 1000 bis 2000 Rockfans gefeiert.

Die, die den Weg auf das mitten in der Jühnder Feldmark gelegene Gelände gefunden haben, und die Bands lassen sich die Laune indes nicht vermiesen. Im Gegenteil. Stahlmann machen mit ihrem Metal mit Gothic- und Industrialeinflüssen ordentlich Druck. Das Publikum hüpft. Sänger Mart lobt: „Das sieht doch schon nach Festival aus.“ Sängerin Lahannya aus London weiß, wie sie der guten Laune auf die Sprünge helfen kann: Für die ersten Publikumsreihen gibt es Schnaps auf ihre Kosten. Nicht nur der geht runter wie Öl: „Hier zu spielen, ist besser als in Hildesheim auf dem M’Era Luna“, sagt sie.

Lob gibt es für die Veranstalter ohnehin viel: Perfekt organisiert sei das Festival gewesen. Davon wird die Festivalkasse allerdings auch nicht voll. Ein Trost, für den sich Initiator Neumann und seine Helfer allerdings auch nichts kaufen können, bleibt: Das Festival in Wacken, inzwischen das nach Veranstalterangaben größte Metal-Festival der Welt und für die Jühnder an diesem Wochenende ein offenbar übermächtiger Konkurrent, hat auch mal klein angefangen.