Kalandfundation

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Hüter des Kaland-Erbes: Propst Wolfgang Damm.

Stiftungen: Hilfe hat jahrhundertelange Tradition

Mehr als 1,5 Billionen Euro werden in den nächsten Jahren in Deutschland vererbt. Gleichzeitig sind die chronisch defizitären öffentlichen Kassen nicht in der Lage, soziale, kulturelle oder ökologische Aufgaben zu finanzieren. In dieser Gemengelage boomen Stiftungen. Der richtige Weg, um konkret, vor Ort zu helfen – sagen Vertreter hiesiger Stiftungen.

Witwen und Waisen sollten etwas zu essen haben – dieses Ziel hätten die Stiftungen von Anfang an gehabt, bringt es Wolfgang Damm auf den Punkt. Duderstadts Propst kann von der jahrhundertelangen Tradition der Stiftungen berichten Er steht an der Spitze der Kalandfundation Seeburg-Duderstadt, deren Anfänge mindestens im 14. Jahrhundert liegen. Erstmals 1305 erwähnt, unterstützt die Kalandfundation auch heute noch soziale und karitative Projekte im Untereichsfeld und fördert den Erhalt und die Vertiefung des Glaubens in der Region.

Kaland-Lade

In einer Holztruhe aus dem 15. Jahrhundert bewahrt Propst Wolfgang Damm historische Dokumente zu der Kalandfundation Seeburg-Duderstadt auf. Übersetzt heißt die lateinische Inschrift im Deckel der Truhe: „Pleban Johannes Pawes in Renshausen hat diese Lade, die er selbst angefertigt hat, seinen Kalandsbrüdern des Stuhles Seeburg im Jahre 1464 gestiftet und bittet um ihr Gebet.“ In der Lade befindet sich unter anderem ein Buch mit einem Mitgliederverzeichnis aus dieser Zeit.