Karl Habich

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Karl Habich

Karl Habich (CDU) war 31 Jahre lang Bürgermeister von Rhumspringe, außerdem langjähriges Samtgemeinde- und Kreistagsmitglied und Träger des Bundesverdienstkreuzes sowie der Eichsfelder Heimatplakette. Er ist 2001 aus dem Rat ausgeschieden.

Vita

Habich wird am 8. Mai 1927 in der Rhumspringer Hundegasse geboren, wächst dort im kleinen Haus Nummer 125 zusammen mit seinen drei Geschwistern, den Eltern Maria und August Habich sowie seinen Großeltern auf.

Im Jahr 1933 wird Karl Habich eingeschult, nach der Volksschule findet er eine Lehrstelle als Schlosser: zuerst bei den Jacobi-Tonwerken, anschließend bei der Herzberger Papierfabrik.

1945 folgt die Einberufung. Nach einem Funklehrgang bei Bremerhafen und der Ausbildung an der Waffe im Fliegerhorst Weimar-Nora wird er an die Hauptkampflinie in Berlin gebracht, um die Stadt gegen die russische Armee zu verteidigen.

Ere bekommt Fieber, wird in einen Lazarettzug mit schwer Verwundeten gesteckt und erlebt so die Schrecken des Krieges. Wieder genesen soll er zurück an die Front, doch überall entledigen sich bereits Soldaten ihrer Waffen, zerstreuen sich. Vier Wochen lang schlägt sich Habich Richtung Heimat durch. Nach seiner Entlassung aus dem Lager der Briten marschiert er zu Fuß durch die Lüneburger Heide und trifft Ende Mai in Rhumspringe ein.

Zurück in seinem Heimatort wird er tätig im Sportverein, mischt bei bunten Abenden mit. Er ist Mitbegründer des Harzklub-Zweigvereins Rhumspringe. Bis 1991 ist er Vorsitzender und organisiert Aufräumarbeiten an der Quelle, lässt Ruhebänke aufstellen und schildert die selbst angelegten Wanderwege aus.

Karl Habich inszenierte die Aufführung des Freilichtspiels „Ruma“ im Jahr 1959, in dem er selbst als Regisseur und Hauptfigur Fischer Arend mitwirkte.

1960 tritt er in die CDU ein, ein Jahr später wird er in den Gemeinderat gewählt. Bei der Kommunalwahl 1968 lässt er seine Konkurrenten hinter sich, wird Bürgermeister und setzt sich nun neben seinen beruflichen Tätigkeiten mehr für seine Gemeinde ein.

Am 13.09.1985 heiratete er das zweite mal, nachdem seine erste Frau an Krebs verstorben war. Seine zweite Frau Helga starb am 13.08.1996 nach einem tödlichen Autounfall.

Einige Jahre später wurde bei ihm Parkinson diagnostiziert, was ihn in seiner Lebensqualität die weiteren Jahre mehr und mehr einschränkte. Am 19.02.2013 starb er in seinem Haus im Kirchtal 10.

Habich als Autor

  • „Das war mein Leben“
  • „Wann Wo Was in Rhumspringe geschah“
  • „Die Rhumequelle“