Katja Thiele-Hann

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Katja Thiele-Hann

Katja Thiele-Hann ist Kreishandwerksmeisterin und stellvertretende Obermeisterin der Bäcker-Innung Göttingen und Geschäftsführende Gesellschafterin der Bäckerei Thiele. Sie stand am Dienstag, 18. Dezember 2007, zur Wahl des Kreishandwerksmeisters.

Katja Thiele-Hann würde zur Nachfolgerin von Hans Holzapfel. Kreishandwerksmeister werden für drei Jahre gewählt.

Auszeichnung

Am 11. Dezember 2004 wurde der Heribert-Späth-Preis zum achten Mal vergeben. Die mit 3000 Euro dotierte und nach dem langjährigen Präsidenten des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks benannte Auszeichnung ging nach Göttingen: Die Bäckerei Thiele erhielt den begehrten Preis für ,,hervorragende Aus- und Weiterbildungsleistungen.

Gestern waren der Obermeister der Bäcker-Innung Göttingen Jens Hildebrand und der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Südniedersachsen Andreas Gliem bei Katja Thiele-Hann und Michael Hann, um dem Inhaber-Ehepaar zu der hohen Auszeichnung, die am 11. Dezember in Berlin überreicht wird, zu gratulieren. ,,Wir sind stolz, dass der Preis nach Göttingen geht", betonte Bäckermeister Hildebrand.

KHS-Geschäftsführer Gliem, der die Firma Thiele für den Preis vorgeschlagen hatte, unterstrich die Bedeutung der Auszeichnung für die gesamte Kreishandwerkerschaft und erklärte: ,,Der Preis wird nur einmal im Jahr an nur einen Betrieb, egal aus welchem Handwerk, vergeben." Deutschland zähle 846588 Handwerksbetriebe, Niedersachsen 70906, brachte Gliem in Erinnerung.

Seit zwei, drei Jahren könne sich der Betrieb vor Bewerbungen nicht retten, erzählte Michael Hann. Pro Woche gingen etwa zehn Schreiben ein. 9,8 Prozent der Belegschaft seien schon Auszubildende, Tendenz steigend. In sechs Berufen bildet die traditionsreiche Firma mit 350 Beschäftigten aus: Bäcker, Konditor, Fachverkäufer, Bürokaufleute, System-Gastronom und Metallbauer.

Letztere lernen in der betriebseigenen Werkstatt. Maschinenbau-Ingenieur Hann begründet: ,,Wir können keine Produktionsausfälle gebrauchen." Kammer- und Landessieger, Ausbildung ausländischer Jugendlicher, Förderung von Führungstalenten, aber auch lernschwachen Lehrlingen zählen zu den Gründen, warum die Göttinger den Preis erhalten haben. Russische oder italienische Auszubildende? Für Thiele-Hann "gar kein Thema."

  • Quelle: Göttinger Tageblatt, 2. Dezember 2004


13. Dezember 2004

"In diesem Jahr vergeben wir den Preis an eine Unternehmerin, die sich in herausragender Weise um die Ausbildung junger Menschen verdient gemacht hat." Otto Kentzler, am Abend zuvor zum Nachfolger von Dieter Philipp und zum künftigen Präsidenten des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks gewählt, würdigte das Ausbildungsengagement in der 125-jährigen Geschichte der Firma Thiele, sprach von 54 Lehrlingen, die aktuell im Göttinger Unternehmen in sieben Berufen ausgebildet würden und von einer Ausbildungsquote von ,,sage und schreibe 17 Prozent".

"Das ist äußerst beeindruckend", lobte der designierte ZDH-Präsident und urteilte über die Jury-Entscheidung zugunsten der Göttingerin: "Sie sind mit Sicherheit die Richtige.³ Landes- und Bundessieger stelle der Betrieb, Lehrlinge würden in eigenen Förderkreisen qualifiziert, auch schwer vermittelbare junge Menschen erhielten bei Thiele eine Chance. Kentzler: ,,Es ist erstaunlich, was Sie auf die Beine stellen."

In einem Kurzfilm demonstrierte Thiele-Hann am Beispiel von René Noé (Bäcker) und Jennifer Hampeis (Konditorin) Spaß in der Ausbildung. "Ihre Begeisterung steht stellvertretend für alle unsere Auszubildenden, die täglich mit uns an der Zukunft des Unternehmens mit insgesamt 350 Mitarbeitern engagiert arbeiten." Am Beispiel der Spätaussiedlerinnen Tatjana Shaifler aus Kasachstan und Marina Stecklein aus Russland zeigte die Preisträgerin Teilzeitausbildung für junge Mütter in ihrem Betrieb. Die Geldprämie von 3000 Euro will sie für die Ausbildung verwenden, um die jungen Leute "fit für ihr Arbeitsleben zu machen.³ Thiele-Hann in Berlin: ,,Wir glauben an die Jugend."