Kläranlage Göttingen

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Erst umstritten, dann ausgezeichnet: die bunt gestreiften Faultürme der Göttinger Kläranlage.

Die Kläranlage Göttingen gehört zu den Göttinger Entsorgungsbetrieben. Auffällig sind die bunten Faultürme.

Es war lange Zeit umstritten, wurde schließlich aber im Jahr 1999 umgesetzt: das Farbkonzept für die Faulbehälter und andere Objekte auf der Göttinger Kläranlage. Das eigenwillige Farbspiel nämlich, das der Kunstprofessor Gerd Winner entwarf, kostete gut 35 000 Euro. Heute leuchten die blauen, silbernen, roten und gelben Senkrecht-Streifen auf den Faultürmen – und die meisten Göttinger haben sich an den Anblick der „gestreiften Hose von Obelix“, die mittlerweile zu so etwas wie einem Wahrzeichen der Stadt geworden ist, gewöhnt.

Im Jahr 2005 wurde den Göttinger Faultürmen eine späte, aber besondere Ehre zuteil: Sie wurden bei einem Internet-Wettbewerb zu den zweitschönsten in Europa gewählt. Über Wochen lieferten sie sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit den Klärwerks-türmen in Halle und Bottrop und mussten sich am Ende nur knapp geschlagen geben.

Auf Göttingens Kläranlage sind zurzeit 23 Mitarbeiter tätig. Pro Tag werden hier je nach Wetterlage zwischen 30 000 und 80 000 Kubikmeter Abwasser gereinigt. In 24 Stunden Durchlaufzeit verwandelt die mehrstufige Abwasserreinigungsanlage die an­kommende, schmutzig-braune Brühe in klares Wasser. Die entstehenden Schlämme werden in den besagten bunten Türmen unter Luftabschluss ausgefault. Zu erreichen sind sie über 117 Stufen. Das in den Faultürmen entstehende Gas wird in einem Blockheizkraftwerk in Wärme und elektrische Energie umgewandelt.

Zweistündige Gruppenführungen über die Göttinger Kläranlage, Rinschenrott 15, sind montags bis donnerstags von 10 bis 15 Uhr möglich. Anmeldung unter Telefon 05 51 / 4 00 58 13.