Kommunale Datenverarbeitungszentrale Südniedersachsen (KDS)

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40-jähriges Bestehen: Artikel im Göttinger Tageblatt

Ohne die Kommunale Datenverarbeitungszentrale Südniedersachsen (KDS) läuft wenig in den Rathäusern und Behördenhäusern der Region. An einem 900 Kilometer langen Leitungsnetz hängen mehr als 4000 Endgeräte wie Computer und Passlesegeräte. Die KDS und damit die gemeinsame Nutzung von elektronischer Datenverarbeitung gibt es seit 40 Jahren.

Die KDS wurde am 1. Juli 1972 von Kommunen in Südniedersachsen als zentrale Einrichtung gegründet. Durch diese Zentralisierung wurde eine wirtschaftliche EDV-Nutzung für alle Beteiligten möglich. In den Anfangsjahren waren riesige Großrechner Stand der Technik. Der erste KDS-Zentralrechner war ein Siemensgerät mit 128 Kilobyte Hauptspeicher – ein Bruchteil von dem, womit ein heutiger Heim-PC aufwarten kann.

Versteht sich als moderner IT-Dienstleister

2011 wurde die Gesellschaft bürgerlichen Rechts in einen Zweckverband umgewandelt. Thüringische Gemeinden sind nicht mehr dabei. Die KDS mit Sitz in Göttingen versteht sich heute als moderner IT-Dienstleister für die 34 Verbandsmitglieder – Städte, Samtgemeinden und Gemeinden sowie die Landkreise Göttingen, Northeim, Osterode und Holzminden. Außerdem werden Einrichtungen wie Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen versorgt. Die KDS erzielte 2011 rund 6,7 Millionen Euro Erlöse. Die Stadt Göttingen ist mit 22 Prozent der größte Kunde.

Datensicherheit und -archivierung immer wichtiger

Das Angebot der 55 Mitarbeiter reicht von Lösungen für das Einwohnermeldewesen, KFZ-Zulassung, Ordnungswidrigkeiten, Steuern und Wahlen bis hin zu Internet-Diensten und sogenannten E-Government-Konzepten – der Heim-Computer soll den Behördengang ersetzen. Datensicherheit und -archivierung werden immer wichtiger. Im August 1983 gab es auch einen glimpflich verlaufenen, politisch motivierten Bombenanschlag auf die KDS.

Der Zwang zur Zusammenarbeit steige, so Stefan Eilert, seit März neuer KDS-Geschäftsführer. Es sei betriebswirtschaftlich sinnvoll, die Aufgaben in regionaler Kooperation zu erledigen. Der 45-Jährige war zuvor IT-Leiter der Göttinger Stadtverwaltung.