Kreuzbergring

Aus Wiki Göttingen
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Kreuzbergring ist eine Straße in Göttingen in der Nähe des Zentralen Hörsaalgebäudes der Georg-August-Universität


Hanfpflanzen

Sattes Grün: Unbekannte haben Hanf gesät und die Saat ist aufgegangen. Die Stadt hat die Pflanzen inzwischen gemäht.

Hanf im Kreuzbergring – ist dann ungewöhnlich, wenn er auf dem frisch eingesäten Rasenstreifen in der Mitte der Fahrbahn wächst. Hunderte der Pflanzen, die inzwischen eine Höhe von bis zu 40 Zentimetern erreicht hatten, wuchsen bis Freitagabend auf dem Abschnitt zwischen Weender Landstraße und Goßlerstraße.

Inzwischen, so meldet die Stadt, sei „der Hanfbewuchs“ gemäht. Wer für die Hanfsaat verantwortlich ist, ist unklar. Die Verwaltung ist sich aber sicher: Die Hanfsamen haben sich nicht in dem Saatgut befunden, das der städtische Baubetriebshof jüngst gesät hat. Auch, so Verwaltungssprecher Detlef Johannson, gebe es „keine Bemühungen der Stadt, sich durch botanische Maßnahmen neue Einnahmefelder zu erschließen“. Vielmehr vermutet die Stadt „eine heimliche Aussaat im Sinne von Guerillagärtnerei“.

Damit scheint die Stadt richtig zu liegen. Gegenüber dem Internet-Blog Monsters of Göttingen gaben die anonymen Guerilla-Gärtner an, „das wilde Aussähen als Protest gegen den restriktiven Umgang auch in Bezug auf den Konsum in Form von Marihuana“ zu verstehen. Sie forderten im „Namen eines selbstbestimmten und selbstverantwortlichen Umgangs mit Drogen“ die Legalisierung von Marihuana. Bei den im Kreuzbergring ausgesäten Hanfpflanzen handele es sich aber um eine Sorte mit kaum nennenswertem Gehalt an berauschenden Stoffen.

Drogenexperten der Polizei

Zu dieser Erkenntnis sind auch die ausgerückten Drogenexperten der Polizei gekommen. Dort hatte sich am Freitagmorgen eine besorgte Anwohnerin gemeldet und auf den Wildwuchs aufmerksam gemacht. Tests, so Polizeisprecherin Jasmin Kaatz, hätten nur eine sehr geringe Konzentration des Wirkstoffs THC ergeben. Daher, so Kaatz, liege auch kein Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz vor. Der Vorfall werde nun nicht weiter verfolgt.

Inzwischen hat sich die Grüne Jugend mit den Gärtnern solidarisch erklärt. Auch sie sieht die Pflanzungen als Form des Protestes gegen die Kriminalisierung der Konsumenten von Cannabisprodukten an.

Quelle: Artikel von Michael Brakemeier im Göttinger Tageblatt vom 9. Juni 2012.

Foto von Christina Hinzmann, erschienen im Göttinger Tageblatt vom 9. Juni 2012.

Umbau am Kreuzungspunkt mit Weender Landstraße

Gefährlicher Knotenpunkt: Kreuzbergring Ecke Weender Landstraße.

Die Kreuzung gilt als städtischer Unfallschwerpunkt. Von 2008 bis 2010 zählte die Polizei 15 Unfälle mit Personenschaden – zehn davon waren Abbiegeunfälle. Die 17 Verletzten im genannten Zeitraum waren acht Rad-, zwei Kradfahrer und sieben Pkw-Insassen. Und der Trend setzte sich fort. Acht von 14 Unfällen auf der Kreuzung im Jahr 2011, so Polizeisprecher Joachim Lüther, fielen wiederum in die Kategorie Abbiegeunfälle. In fünf Fällen wurden zwei Rad-, ein Krad- und zwei Autofahrer verletzt.

Serie riss nicht ab

Die Serie der Kreuzungsunfälle riss auch im laufenden Jahr nicht ab. Im ersten Halbjahr 2012 nahm die Göttinger Polizei schon zwölf Unfälle – zwei davon mit Personenschaden – auf. Und wieder wurde als häufigste Unfallursache „Fehler beim Abbiegen“ für die Statistik notiert: bei acht von zwölf Unfällen.

Die Stadtverwaltung hat reagiert und will nun den Unfallschwerpunkt entschärfen. Die Planung für den Umbau des Knotenpunktes sieht einige bauliche Veränderungen vor. Dazu zählt zum Beispiel eine veränderte Radverkehrsführung. Künftig werden die Zweiradfahrer im Kreuzungsbereich über Furten direkter als bisher über die Straße geführt – ohne Schlenker via Fußgängerampel. Damit verbunden sind laut Angaben der Stadtverwaltung auch neue Radweg-Absenkungen.

Neue Lichtsignalanlage

Außerdem erhält die Kreuzung eine neue Asphaltbetondeckschicht und eine komplett neue Lichtsignalanlage einschließlich Signalgeber, Taster, Steuergerät und Verkabelung. Sichtbarste Veränderung werden dabei die separaten Linksabbiegephasen sein. Von diesen erhoffen sich die Verkehrsplaner den größten Effekt in Sachen Verkehrssicherheit und eine deutliche Reduzierung der Zahl an Abbiegeunfällen.

Auf Einschränkungen und Behinderungen müssen sich Verkehrsteilnehmer ab Montag, 30. Juli, im Bereich Weender Landstraße, Kreuzbergring und Güterbahnhofstraße einstellen. Voraussichtlich einen Monat lang wird die Kreuzung umgebaut.

Für die Dauer der Bauarbeiten kann auf der Weender Landstraße im Kreuzungsbereich nur geradeaus gefahren und rechts abgebogen werden. Linksabbiegen sei nicht möglich, so Stadtsprecher Detlef Johannson. Verkehrsteilnehmer, die vom Kreuzbergring und von der Güterbahnhofstraße auf den Knotenpunkt zufahren, können jeweils nur rechts abbiegen.

Umleitung

Die Umleitung von der Weender Landstraße in Richtung Kreuzbergring erfolgt über den Nikolausberger Weg und die Humboldtallee. Lastwagen aus Richtung Süden, die zum GVZ via Güterbahnhofstraße wollen, werden über Berliner Straße, Godehardstraße, Hildebrandstraße, Maschmühlenweg, Im Rinschenrott, B 27 und Hannoversche Straße umgeleitet.

Ebenfalls betroffen vom Kreuzungsumbau sind die stadteinwärts fahrenden Stadtbusse der Linien 10 und 12. Sie fahren während der Bauarbeiten über die Goßlerstraße und den Nikolausberger Weg mit den Haltestellen Campus und Auditorium. Stadtauswärts fahren die Busse wie gewohnt.

Quelle: Artikel von Michael Brakemeier im Göttinger Tageblatt vom 26. Juli 2012.

Foto von Christina Hinzmann, erschienen im Göttinger Tageblatt vom 26. Juli 2012.


Freie Fahrt für Radfahrer nur an einer Ecke

Unterschiedlich geregelt: Rechts gibt es in Nord-Süd-Richtung einen Extra-Radweg, an der engen Hausecke gegenüber nicht.

Eigentlich hatte sich Reinecke – wie viele Radfahrer und Fußgänger – gefreut, als die Stadt die Kreuzung der Weender Landstraße mit dem Kreuzbergring und der Güterbahnhofstraße umgestaltet hat. Denn an den vier Straßenecken mit sehr schmalen Fuß- und Radwegen an unübersichtlichen Häuserecken gab es immer wieder Gerangel. Jetzt haben Radfahrer an drei Ecken eine eigene Geradeausspur – parallel zu den Autos und ohne Schnittpunkt mit Fußgängern. Aber „gerade an der gefährlichsten Stelle“, so Reinecke, blieb alles beim Alten: An der Südost-Ecke müssen stadtauswärts fahrende Radler weiter um die unübersichtliche Hausecke biegen.

Eigene Fahrradfurt hätte „zu Leistungsfähigkeitseinbußen“ für Autoverkehr geführt

Stadtsprecher Detlef Johannson bestätigt das und erklärt den Hintergrund: Eine eigene Fahrradfurt hätte hier „zu Leistungsfähigkeitseinbußen“ für den Autoverkehr geführt. Hier würden viele Autos rechts in den Kreuzbergring abbiegen. Hätten geradeaus fahrende Radfahrer eine eigene Spur, gebe es einen langen Rückstau wartender Autos. Damit wäre der rechte kombinierte „Geradeaus- und Rechtsabbiegefahrstreifen“ blockiert.

„Im Übrigen“ weise die Polizeistatistik an dieser Ecke bisher keine Unfälle zwischen Kraftfahrzeugen und Radfahrern aus, kontert Johannson auf den Hinweis besonderer Gefahren. Dass es teilweise zu Konflikten zwischen Fußgängern und Radfahrern komme, liege zum großen Teil an Radfahrer, die den Radweg regelwidrig in Richtung Weender Tor und Güterbahnhofstraße befahren würden.

Quelle: Artikel von Uli Schubert im Göttinger Tageblatt vom 12. September 2012.

Foto von Swen Pförtner, erschienen im Göttinger Tageblatt vom 12. September 2012.


Abschluss der Bauarbeiten

Letzte Handgriffe an den Signalanlagen: neu gestalteter Knotenpunkt.

Da haben sich die Bauarbeiter mächtig ins Zeug gelegt: Nach nur zwei Wochen wurden am Freitag, gut 14 Tage vor dem kalkulierten Fertigstellungstermin, an der Kreuzung Weender Landstraße / Kreuzbergring / Güterbahnhofstraße die Absperrbaken weggeräumt.

Der umgestaltete Knotenpunkt hat unter anderem eine neue Ampeltechnik mit separater Linksabbieger-Phase erhalten.

Außerdem wurde die Radwegeführung über die Weender Landstraße hinweg geändert. Für Radler gibt es nun eigens markierte Furten samt eigener Ampel.

Mit Verkehrsfreigabe der Kreuzung fahren auch die Stadtbusse der Linien 10 und 12 wieder auf den gewohnten Routen.

Quelle: Artikel von Britta Eichner-Ramm im Göttinger Tageblatt vom 11. August 2012.

Foto von Jan Vetter, erschienen im Göttinger Tageblatt vom 11. August 2012.