Lüthorst

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Wappen von Lüthorst
Gedenkstein für Wilhelm Busch

Lüthorst ist ein Ort im Landkreis Northeim am Fuße des Solling. Der Nachbarort von Amelsen und Portenhagen gehört zur Stadt Dassel.

Lexikonteil

Lüthorst, ein sehr alter Ort, wird schon 833 in den Traditionen des Bistums Fulda er-wähnt. Lange Zeit unterstand Lüthorst den Herren von Homburg bei Stadtoldendorf, die schon unter den Grafen von Dassel hier Hoheitsrechte ausübten, so dass ein Amt Lüthorst entstand. In der Homburger Fehde zwischen den Herren von Homburg und dem Dorfadel, den Herren von Luthardessen, wurden diese von Homburgern besiegt und vertrieben. Dabei wurden alle Dörfer des Amtes Lüthorst und der Ort selbst zerstört. Heinrich von Hom-burg gestattete 1390 den Einwohnern, um ihren eigenen Ort wieder in Stand setzen zu können, die verwüsteten Ländereien der ehemaligen kleinen Dörfer der Fläche des Ortes Lüthorst hinzuzufügen und sie für den Eigenbedarf zu bebauen. Daher besitzt Lüthorst hinter der Kernstadt Dassel auch heute noch die größte Gemarkung im Stadtgebiet.

Wappen

Bedeutung:Das Wappen ist abgeleitet von dem Wappen der Herren von Lüthorst, die in Lüthorst ansässig waren und das alte Amt und Gericht gleichen Namens innehatten, zu dem ehemals sieben Ortschaften gehörten, symbolisiert durch die Kugeln.

Beschreibung:Viermal von Silber und Rot geteilt, die silbernen Felder durch- zogen von je einem blauen Querbach, die roten oben mit vier, unten mit drei silbernen Kugeln belegt.

Wilhelm Busch in Lüthorst

Als Kind war Wilhelm Busch mit Tante und Onkel nach Lüthorst gekommen. Der strenge Vater hatte den Jungen schon als Neunjährigen in die Obhut der Pfarrerfamilie Georg Kleine gegeben. Hier erhielt er Privatunterricht, weil Buschs Vater die heimische Schulbildung in Wiedensahl für nicht ausreichend hielt. Buschs Werdegang verlief nicht gradlinig. Nach dem abgebrochenen Studium als Maschinenbauer fand er Zugang zur Malerei und ging zunächst nach Düsseldorf. Weitere Stationen waren Antwerpen, Frankfurt und München. Trotz aller Wirrungen des Lebens hielt Wilhelm Busch seiner zweiten Heimat Lüthorst immer die Treue. Über 50 Jahre ging er hier ein und aus. Auf dem Gedenkstein im Garten des Lüthorster Pfarrhauses findet sich deshalb die Inschrift: "Wilhelm Busch hatte in Lüthorst von 1846 bis 1897 bei seinem Onkel Pastor Georg Kleine seine zweite Heimat"

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