Landeswettbewerb der Stiftung Niedersachsen Metall

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Der Landeswettbewerb der Stiftung Niedersachsen Metall ist ein Schülerwettbewerb in Niedersachsen.


Wettbewerb 2010

Sie fahren ohne Verbrennung und ganz leise. Auf drei oder vier Rädern aus CDs, Holz und anderem Material rollen sie über die Piste. Es sind kleine Meisterwerke aus Kinder- und Jugendhand, die in der „Formel-M“-Klasse starten – ein Distanzrennen für Mausefallenautos. Die besten Konstrukteure aus Niedersachsen kommen in diesem Jahr aus Göttingen: Melissa Schygulla und Janine Eichelberger aus der Klasse 9.5 an der Geschwister-Scholl-Gesamtschule (KGS) haben mit ihrem M-Auto den Landeswettbewerb der Stiftung Niedersachsen Metall für Schüler in Braunschweig gewonnen – ein 500-Euro-Scheck für ihre Schule.

Der Name täuscht. Um die Fahrzeuge anzutreiben treten keine gefangenen Mäuse ins Laufrad. Die genießen ihre Freiheit, während klassische Mausefallen als Rennmotoren zweckentfremdet werden: Die starke Feder und der Bügel in der Schnappfalle erzeugen die Antriebskraft. Die wird über einen Verlängerungsstab und Faden auf die Achse des Antriebsrades geleitet. Schnappt die Falle zu, rollt sich der aufgewickelte Faden langsam ab und das Rad dreht sich.

Bei der Konstruktion hätten die Schüler weitgehend freie Wahl, erklärt Techniklehrer Frank Richardt von der KGS. Oft würden CDs oder DVDs als Räder genutzt, das dreirädrige Siegerauto von Melissa und Janine aber habe ein aufwendiges Holzrad an der Antriebsachse. Auch bei Rahmen und sonstigen Anbauteilen sei der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Mit fünf Mausefallenautos war das Rennteam der KGS nach Braunschweig gereist. Zwei überstanden die Bahnfahrt nicht, drei standen rechtzeitig am Start – mit fast 40 Konkurrenzwagen. Es gewann das Auto, das allein mit Mausefallen-Kraft die längste Strecke schaffte. Das dritte KGS-Fahrzeug stoppte in einem „sehr spannenden Rennen“ in der Volkswagen-Halle schließlich nach 21,52 Metern. Das Zweitplatzierte blieb – weit abgeschlagen – nach 19,40 Metern stehen.