Landkreis Northeim

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Infobox

Northeim
Wappen Landkreis Northeim.png
Wappen von Northeim
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Northeim
Schulen: alle Schulformen
Einwohner: 146.247 (30. Juni 2006)
Postleitzahl: 37154
Vorwahl: 05551
Kfz-Kennzeichen: NOM
Bürgermeister: Harald Kühle (SPD)
Website: www.landkreis-northeim.de

Der Landkreis Northeim ist ein Landkreis in Südniedersachsen, Verwaltungssitz ist Northeim. Er grenzt im Süden an den Landkreis Göttingen. Der Landkreis liegt im Weser-Leine-Bergland im Südosten von Niedersachsen.

Kreisgebiet

Das Kreisgebiet umfasst die Gemeinde Bad Gandersheim, Flecken Bodenfelde, Stadt Dassel, Stadt Einbeck, Stadt Hardegsen, Kalefeld, Katlenburg-Lindau, Kreiensen, Stadt Moringen, Flecken Nörten-Hardenberg, Stadt Northeim (Kreissitz) und die Stadt Uslar.

Hinzu kommt das unbewohnte, gemeindefreie Gebiet Solling.


Geografische Lage

Der LK Northeim grenzt an den Landkreis Holzminen (HOL) im Westen, den Landkreis Hildesheim (HI) im Norden und an die Landkreise Goslar (GS) und Osterode am Harz (OHA) im Osten sowie im Süden an den Landkreis Göttingen (GÖ) und an den hessischen Landkreis Kassel.


Verkehr

Northeim liegt 20 Kilometer nördlich von Göttingen und 16 km südöstlich von Einbeck an der Autobahn 7 (Flensburg–Hamburg–Hannover–Kassel-Würzburg–Füssen) und den Bundesstraßen B 3, B 241 und B 248. Im Herbst 2007 wurde die Westumgehung von Northeim eingeweiht.

Durch die Stadt führt die Bahnstrecke Hannover–Frankfurt am Main bzw. Hannover–Würzburg (alte Nord-Süd-Strecke); hier beginnen die Südharzstrecke über Herzberg (Harz) nach Nordhausen und die Sollingbahn nach Ottbergen. Im Westen wird das Stadtgebiet von der Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg gequert.

Im Osten der Stadt liegt der Flugplatz Northeim, von welchem man zu Rundflügen und Charterflügen abheben kann


Geschichte

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Der Kreis wurde am 1. April 1885 durch die Neugliederung der preußischen Provinz Hannover gebildet. Am 1. Oktober 1932 kam der Kreis Uslar zum Kreis Northeim hinzu.

Am 1. März wurden die damaligen Landkreise Einbeck und Northeim aufgelöst und zum neuen Landkreis Northeim vereinigt.

In den Jahren 1971 bis 1977 entstand ducrh Gebietsabtretungen und durch Gebietserweiterungen der jetzige Landkreis.

Der LK gehörte zunächst zum Regierungsbezirk Hildesheim und später zum Regierungsbezirk Braunschweig. Das Land Niedersachsen hat 2004 die Regierungsbezirke abgeschafft.

Der erste Landrat war Alfred Freiherr von Grote, Er war für die Stadt Northeim, Moringen und Hardegsen sowie für die Gemeinden Katlenburg und Nörten verantworltich.

Freiher von Grote hatte zwei Mitarbeiter: Einen Sekretär, der gleichzeitig als Stellvertreter fungierte sowie ein Kreisbote. Heute arbeiten 970 Personen beim Landkreis Northeim.

Im Jahre 1866 hatten die Preußen das Königreich Hannover annektiert. Sie schufen nach preußischem Vorbild größere Verwaltungseinheiten.

In der Provinz Hannover gab es 1867 ingesamt 37 Kreise. Darunter den Kreis Einbeck, bestehend aus den Ämtern Einbeck, Northeim und Uslar sowie den Städten und Gemeinden Einbeck, Northeim, Moringen, Uslar, Hardegsen und Dassel.

Am 1. April 1885 trat die Kreisordnung für die Provinz Hannover in Kraft. Dadurch wurden die neuen politischen Landkreise geschaffen.

Zum Kreis Northeim gehörten nunmehr Amt und Stadt Northeim, die Stadt Moringen und vom Amt Osterode die Gemeinden Berka, Duhm, Gillersheim, Suterode und [Wachenhausen]. Die Kreise Northeim, Einbeck und Uslar bilden zusammen mit 14 anderen Kreisen den Regierungsbezirk Hildesheim.

1932 - Der Kreis Uslar kommt dazu

In der Geschichte des Landkreises Northeim gab es mehrere Gebietsreformen. Im Jahr 1932 ging der Kreis Uslar nach einer preußischen Verordnung im Kreis Northeim auf. Günter Merl schrieb dazu in „Landkreis Northeim“, 1986: „Es gab heftige Kritik, zumal die erste „Amtshandlung“ der Northeimer Verwaltung darin bestand, den Dienstwagen des Uslarer Landrats in einer Nacht- und Nebelaktion nach Northeim zu entführen...“ Die HNA schreibt anlässlich 100 Jahre Landkreis Northeim: „Alle Abwehrversuche der Sollinger helfen nicht. Nachdrücklicher Protest in einer Resolution des Kreisausschusses, in Abwesenheit des Landrates verfaßt, fruchtet ebenso wenig wie ein Bitt-Telegramm an den stellvertretenden Reichskommissar im preußischen Innenministerium in Berlin.“

1974 - Zusammenlegung der Kreise Northeim und Einbeck

Auf Beschluss des Niedersächsischen Landtages wurden die Landkreise Northeim und Einbeck am 1. März 1974 zum Landkreis Northeim zusammengelegt. Die Zusammenlegung war heftig umstritten. Über 4.000 Einbeckerinnen und Einbecker hatten am 24. Januar 1973 vergeblich gegen die Pläne der Landesregierung demonstriert. Durch das Neugliederungsgesetz wurden die Landkreise Einbeck und Northeim zum 1. März 1974 aufgelöst. Aus den neu geordneten Gemeinden der aufgelösten Kreise wurde zeitgleich ein neuer Landkreis Northeim mit Sitz in Northeim gebildet. 1974 wurde das Gebiet des Fleckens Adelebsen an den Landkreis Göttingen und Neuhaus im Solling sowie Silberborn an die Stadt (und somit den Landkreis) Holzminden abgetreten. Durch die Gründung der Gemeinde Katlenburg-Lindau kamen Teile des früheren Landkreises Duderstadt zum Landkreis Northeim hinzu.

1977 – Angliederung des Landkreises Gandersheim und der Gemeinde Kalefeld

Seine bis heute erhaltene Gestalt erlangte der Landkreis Northeim durch das 8. Gesetz über die Verwaltungs- und Gebietsreform in Northeim. Es trat am 1. August 1977 in Kraft. Dadurch wurden Teile des Kreises Gandersheim, nämlich Bad Gandersheim und Kreiensen, sowie die Gemeinde Kalefeld, die vorher zum Kreis Osterode gehörte, Bestandteil des Landkreises Northeim.