Marke

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Begrüßungsschild am Ortseingang von Marke

Marke ist ein Ort im Landkreis Osterode. Der Ort liegt im Harz, etwa 50 Kilomter von Göttingen entfernt. Er gehört zum Stadtgebiet von Osterode.

Aktuell

Personen und Organisationen

  • 1936 wurde die Freiwillige Feuerwehr Marke gegründet.

Lexikonteil

Einwohnerentwicklung: Die Einwohnerzahl von 170 wuchs mit der Eingliederung der Flüchtlinge nach dem 2. Weltkrieg auf 317. Die Einwohnerzahl sank von 226 im Jahr 1957 auf 151 im Jahr 2001.

Geschichte

Das Dorf Marke wurde erstmals 1350 urkundlich erwähnt. Der Ritter Lippold von Hoyen kaufte damals acht Morgen Land „auf der Marke" bei Elvershausen. Die Ortsbezeichnung Marke (= Grenze) weist auf die Lage des Ortes an der Grenze zwischen den welfischen Fürstentümern Göttingen und Grubenhagen hin. Auch die Verwaltungs- und Gerichtsbezirke der Ämter Brunstein, Westerhof, Herzberg und Katlenburg grenzten in der Nähe des Ortes aneinander. Die von Hoyen, die auch Ländereien und Rechte im Söse- und Rhumetal (z. B. in Dorste und Elvershausen) besaßen, erwarben Land – kein Waldgebiet – bei Marke, d. h. es gab hier Mitte des 14. Jahrhunderts schon Rodungsland, das von Siedlern genutzt werden konnte.1549 wurde das Dorf im Verlauf einer Fehde zwischen der Familie von Oldershausen und Herzog Heinrich d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel niedergebrannt.

1584 errichtete man in der Siedlung eine Kapelle, die bis ins 19. Jahrhundert unter dem Patronat der von Hedemann stand. 1689 gab es in Marke 14 Wohnhäuser, in denen 89 Menschen lebten. Landwirtschaft und Forstwirtschaft stellten die Haupterwerbszweige der Einwohner des Walddorfes dar. Die relativ mageren Böden und die für Feldfruchtbau ungünstige Hanglage vieler Äcker ließen keine sonderlich guten Erträge zu. Viele Marker waren deshalb auf einen zusätzlichen Verdienst aus der Waldarbeit angewiesen (z. B. als Holzhauer, Köhler, Fuhrmann).

Bau- und Brennholz für den harzer Bergbau gewann man in den Waldungen um Marke: 1775 gab es in Marke 20 Hofstellen. Im Dorf lebten damals 113 Einwohner, die größtenteils in der Land- und Forstwirtschaft arbeiteten. Zwischen 1889 und 1892 wurden die Waldweiderechte, die die Marker in den Elverhäuser Waldungen besaßen, abgelöst, d. h. gegen eine Entschädigungszahlung aufgehoben.

1919 schloss man den Ort an die Elektrizitätsversorgung an. In den 30er Jahren wurde eine Wasserleitung gebaut.

Als Schulgebäude wurde das Dorfgemeinschaftshaus 1951 gebaut und später, nachdem die Schule in Marke aufgelöst und die Kinder nach Förste zur Schule mussten, als Dorfgemeinschaftshaus genutzt.

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