Martini-Brauerei

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Die Martini Brauerei in Kassel besteht seit 1859 und zählt zu den größeren Regionalmarken in Nordhessen. Seit 1997 ist Martini eine Tochtergesellschaft der Einbecker Brauhaus AG. Beschäftigt werden in Kassel zur Zeit 56 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Absatz beträgt 120.000 hl.

Geschichte

Mit der "Bayerischen Bierhalle" 1859 beginnt die Geschichte der Martini Brauerei. Adolf Kropf, ein Brauer aus dem Berchtesgadener Land, eröffnet in der Mittelgasse sein Gasthaus und schenkt dort das erste Martini Bräu aus. Grund für die Wahl seiner neuen Heimat könnte die junge, hübsche Brauerstochter Johanna Konradine Schulz aus Kassel sein, die er im gleichen Jahr heiratet. Das Brauerei-Stammhaus in der Mittelgasse wurde im 14. Jahrhundert vom hessischen Landgrafen für einen Stiftsherrn der benachbarten St. Martinskirche errichtet. So ist die Martini-Brauerei mit dieser Kirche, deren Turmpaar sie noch heute im Firmenwappen führt, eng verbunden.

1859: Neues Bier für Kassel Für die Bürger des Residenzstädtchens Kassel war das Bier aus der Brauerei Kropf etwas Neues, das man bis dahin nicht gekannt hatte. Dieses untergärige Bier, nach bayerischer Art von dunkler Farbe und mit starker Stammwürze eingebraut, fand begeisterten Anklang. Adolf Kropf brauchte die Konkurrenz der bereits ortsansässigen 19 handwerklichen Brauereien nicht zu fürchten.

1895: Ein neuer Großbetrieb auf Felsengrund Unternehmerischen Weitblick bewies Adolf Kropf, als er schon kurz nach seinen Anfangserfolgen das geräumige Felsengrundstück an der Kölnischen Straße erwarb und so der Brauerei die Expansion sicherte: Als die Kapazitätsgrenze mit 24.000 Hektoliter Jahresausstoß am Martinsplatz überschritten wurde, baute der Gründer 1895 einen größeren Betrieb. Das Modell dieses beispielhaft fortschrittlichen Betriebes wurde fast ein halbes Jahrhundert im Deutschen Museum in München ausgestellt. Auf diesem Grundstück befinden sich noch heute die Produktions- und Verwaltungsgebäude der Martini Brauerei.

Zerstörung und Wiederaufbau Beide Weltkriege trafen die Brauerei schwer. Bombenschäden und schwere Feuer zerstörten die Brauerei fast völlig. Dem Einsatz der Familie Kropf und der Betriebsangehörigen ist es zu danken, dass die Brauerei aus eigenen Mitteln wieder aufgebaut und als Privatunternehmen erhalten bleiben konnte. Beispielhaft war auch die Förderung der Brauerei, mit deren Hilfe bis 1958 allein 145 Betriebe des Kasseler Hotel- und Gaststättengewerbes wiedererstanden.

1992 und 1997: Zeiten des Umbruchs Im Jahr 1992 entschloss sich die Familie Kropf die Brauerei an die Henninger Bräu AG, Frankfurt zu verkaufen. 1997 übernahm schließlich die Einbecker Brauhaus AG die Geschicke der Martini Brauerei unter den Prämissen: - Erhalt und Ausbau der Braustätte in Kassel, - hervorragendes Bier brauen unter dem Markendach "Martini" und dem Symbol "Martinskirche", - Entwicklung von Bierspezialitäten unter dem Markendach "Martini"

In den Jahren nach der Übernahme durch das Einbecker Brauhaus wurden ein Weißbier, ein Radler, sowie das Kasseler Premium Pils in den Markt eingeführt. Im Jahr 2002 wurde das Martini Weißbier beim World Beer Cup mit Gold in der Kategorie Weißbier süddeutscher Brauart ausgezeichnet.

Heute Um die Übernahmeziele zu realisieren wurden in den Jahren 1998 und 1999 5,0 Mio. Euro in die technische Ausstattung der Brauerei investiert. Heute werden in dieser modernen Regionalbrauerei erstklassige Biere hergestellt.

Kontakt

Homepage der Martini Brauerei