Max-Planck-Institut für Physik

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Der Vorläufer des Max-Planck-Institutes für Physik wurde am 1. Oktober 1917 als Kaiser-Wilhelm-Institut für Physik mit Albert Einstein als Vorsitzendem eines Direktoriums gegründet (stellvertretender Vorsitzender: Max von Laue; weitere Mitglieder: Fritz Haber, Walter Nernst und Max Planck). Im Jahr 1935 - zwei Jahre nach Rücktritt und Emigration von Albert Einstein - vereinbarte die Rockefeller Stiftung mit Nazi-Deutschland, in Berlin-Dahlem ein modern ausgestattetes Institut einzurichten. 1938 wurde dieses erste "Max-Planck-Institut" eingeweiht.

Im Jahr 1940 begannen hier die Arbeiten am Projekt einer deutschen Atombombe, die jedoch am Institut im Wesentlichen 1942 wieder eingestellt wurden. Werner Heisenberg wurde im Juli 1942 Direktor des Instituts, das 1943 teilweise nach Hechingen in Südwest-Deutschland evakuiert wurde. Im Mittelpunkt der Forschungen stand hier die Arbeit an der kontrollierten Kernreaktion, d. h. der Energiegewinnung durch einen Kernreaktor. Heisenberg erweiterte das Forschungsprogramm außerdem um die Gebiete Kosmische Strahlung und Elementarteilchenphysik.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Ausstattung des Instituts in Dahlem in die Sowjetunion gebracht. Mehrere leitende Mitarbeiter (u.a. Heisenberg, Max von Laue, Karl Wirtz, Carl Friedrich von Weizsäcker wurden von den Briten nach Kriegsende in Farm Hall interniert. Sie kehrten bereits 1946 aus der Internierung nach Göttingen zurück und erhielten von der Besatzungsmacht die Erlaubnis, das Institut hier als Max-Planck-Institut (MPI) für Physik wieder zu eröffnen. Das Forschungsprogramm bestand aus Physik der Kosmischen Strahlung, Elementarteilchenphysik, Teilgebieten der Kernphysik, aus Astrophysik und Plasmaphysik.

Mitarbeiter in Göttingen waren u.a.:

Werner Heisenberg

Max von Laue

Carl Friedrich von Weizsäcker

Karl Wirtz

1958 verlegte das Institut seinen Standort in den Norden von München und änderte seinen Namen in MPI für Physik und Astrophysik. Die ersten Direktoren waren Werner Heisenberg und Ludwig Biermann. Nach Aufspaltung in drei unabhängige Max-Planck-Institute gibt es seit 1991 am Standort München wieder ein MPI für Physik.

Quelle vieler Angaben und weitere Informationen