Molekularphysiologie des Gehirns

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Das Göttinger Forschungsinstitut Molekularphysiologie des Gehirns (Center of Molecular Physiology of the Brain/CMPB) ist eines von fünf Forschungszentren, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) 2001 und 2002 eingerichtet wurden, um wissenschaftliche Expertise in innovativen Forschungsfeldern zu bündeln.

Das CMPB hat sich das zentrale Ziel gesetzt, molekulare Prozesse und Interaktionen in Nervenzellen detailliert zu analysieren, um langfristig Therapien für psychiatrische, neurologische und neurodegenerative Erkrankungen zu verbessern und weiterzuentwickeln. Neben qualitativ hochrangiger Forschung unterstützt das CMPB außerdem junge Wissenschaftler aller Karrierestufen - vom Studenten bis hin zum Nachwuchsgruppenleiter.

Im CMPB haben sich Göttinger Forschergruppen zusammengeschlossen, um gemeinsam grundlegende Fragen der Neurowissenschaften zu klären. Den Rahmen des CMPB bilden die Georg-August-Universität mit ihrer herausragenden medizinischen Schule, den Physik und Biologie Abteilungen, sowie zwei Max-Planck-Institute und das deutsche Primatenzentrum.


Förderung

Das Göttinger Forschungszentrum „Molekularphysiologie des Gehirns“ (Center of Molecular Physiology of the Brain/CMPB) erhält für eine weitere Förderperiode 23 Millionen Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Das hat der DFG-Hauptausschuss am Mittwoch in Bonn beschlossen. Damit kann das 2002 eingerichtete Zentrum für Hirnforschung nach zwei erfolgreichen Förderperioden seine Arbeit weitere vier Jahre lang bis Ende September 2014 fortführen.

Zuvor hatte eine hochkarätig besetzte internationale Prüfungsgruppe im Herbst die Arbeit der Göttinger Hirnforscher begutachtet. Sowohl die Gutachter als auch jetzt der DFG-Hauptausschuss hätten dem Göttinger Forschungszentrum „weltweit höchste Sichtbarkeit“ bescheinigt, so DFG-Sprecher Marco Finetti. Das Forschungszentrum untersucht Prozesse und Interaktionen in den Nervenzellen des Gehirns, die komplexen molekularen Steuerungskomplexen unterliegen. Ein besseres Verständnis dieser Vorgänge soll es ermöglichen, die Diagnose und Therapie von Erkrankungen wie Parkinson und Schizophrenie entscheidend zu verbessern.

Die DFG-Gutachter zeigten sich insbesondere von den Erfolgen im Bereich der Mikroskopie beeindruckt. Mit den am Göttinger Zentrum entwickelten oder weiter verfeinerten Methoden wie der STED-Lichtmikroskopie lassen sich inzwischen Strukturen in lebenden Zellen im Nanometerbereich beobachten. Hier könne das Forschungszentrum international als „Motor der Mikroskopie-Entwicklung“ bezeichnet werden. Auch die Nachwuchsförderung und die Wirkung des Zentrums auf den Wissenschaftsstandort Göttingen wurden sehr positiv beurteilt. Das Zentrum ist eine Einrichtung der Universität Göttingen, der beiden Max-Planck-Institute für biophysikalische Chemie und für experimentelle Medizin und des Deutschen Primatenzentrums, die allesamt in Göttingen angesiedelt sind.

  • Quelle: Göttinger Tageblatt,03. Dezember 2010, S. 22

Kontakt

DFG Forschungszentrum Molekularphysiologie des Gehirns (CMPB)

Humboldtallee 23

37073 Göttingen

Telefon: +49 (0)551 3912208

Telefax: +49 (0)551 3912207

E-Mail: cmpb@gwdg.de

URL: http://www.cmpb.de