Moringen

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Infobox

Moringen
Wappen Moringen.png
Wappen von Moringen
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Northeim
Schulen: ...
Einwohner: 7496 (31. Dez. 2004)
Postleitzahl: 37186
Vorwahl: 05554
Kfz-Kennzeichen: NOM
Bürgermeister: Hartmut Schnabel (parteilos)
Website: www.moringen.de

Moringen ist eine Stadt mit 9 Ortsteilen zwischen dem Höhenzug Weper und dem Solling im Landkreis Northeim. Die Moore fließt als rechter Nebenfluss der Leine durch Moringen.

Stadtgliederung

Die 9 Ortsteile sind:


Adresse der Stadtverwaltung:

Amtsfreiheit 8

37186 Moringen

Webpräsenz:www.moringen.de

Politik:

der Rat der Stadt (seit Herbst 2006):

SPD mit 11 Mandaten,

CDU mit 6 Mandaten,

B'90/ DIE GRÜNEN mit 2 Mandaten

FDP mit 1 Mandat.

Öffentliche Einrichtungen

Niedersächsisches Landeskrankenhaus Moringen


Schulen

Löwenzahnschule (Grundschule)

Kooperative Gesamtschule (KGS) Moringen


Verkehr

Moringen liegt an der Bundesstraße 241.

Der Bahnhof Moringen wurde 1984 abgerissen.


Geschichte

Moringen blickt auf eine mehr als 1000jährige Geschichte zurück. Die zur 1000-Jahrfeier 1983 erschienene Chronik sorgte für großen Wirbel, weil die NS-Zeit verharmlosend dargestellt wurde, so der Vorwurf.

Auf dem Gelände des heutigen Landeskrankenhauses (plus angrenzendes Gelände) wurden in der NS-Zeit nacheinander drei Konzentrationslager eingerichtet:

  • Vom April 1933 bis November 1933 als eines der ersten im damaligen Deutschen Reich: das Männer-KZ.
  • Vom Oktober 1933 bis März 1938 das erste Frauen-KZ des Reiches.
  • Als bedeutende Besonderheit gilt das im Juni 1940 eingerichtete Jugend-KZ.

Das Jugend-KZ bestand bis April 1945 und wurde verharmlosend "Jugendschutzlager" genannt. Es wurde für männliche Jugendliche im Alter zwischen 12 und 21 Jahren betrieben. (Direkt neben dem Frauen-KZ Ravensbrück in der Uckermark gab es ab Frühjahr 1942 bis Ende 1944 ein zweites Jugend-KZ, nämlich für Mädchen). Die jugendlichen Häftlinge mussten Zwangsarbeit in Moringer Betrieben (u.a. Piller) und in der Umgebeung leisten (u.a. im Zementwerk Hardegsen, in der Munitionsfabrik Volpriehausen und bei der damaligen Reichsbahn sowie beim Autobahnbau). Von den 1.400 Häftlingen starben in Moringen rund 10%. Nur wenige davon sind seit 1982 auf dem städtischen Friedhof auf einem Ehrenfeld begraben.

Seit 1993 besteht eine KZ-Gedenkstätte Moringen

  • In Moringen gibt es den sagenumwogenen Opferteich.

Literatur

Über Moringen sind mehrere Bücher erschienen.

Auch zur KZ-Geschichte gibt es zahlreiche Publikationen.


Webpräsenz

www.moringen.de

www.gedenkstaette-moringen.de