Nacht der Kultur

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Die Göttinger Nacht der Kultur ist eine Kulturveranstaltung in Göttingen. An über 20 Standorten treten in der Göttinger Innenstadt 300 Künstler auf. Ein abwechslungsreiches Programm erwartet die Besucher.

2010

Rekord: Rund 800 Künstler beteiligen sich am Stadtfest

Das Programm für die inzwischen neunte Nacht der Kultur am Freitag, 18. Juni, steht, jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen. Bei City-Managerin Beate Behrens und Organisator Klaus Faber ist also Damuendrücken angesagt.

Und das nicht nur wegen des Wetters. Wie in den Jahren zuvor messen Akustiker heute Abend den Lärmpegel vor der Bühne vor dem Alten Rathaus und achten darauf, dass die Grenzwerte nicht überschritten werden. Um Überschreitungen zu vermeiden, ist die Bühne, auf dem wie gewohnt ab 20 Uhr das Göttinger Symphonie Orchester spielt, leicht in Richtung Rote Straße gedreht. Eine neue Tonanlage kommt zum Einsatz.

Kopfzerbrechen bereitet auch die Reaktion der Fußballfans, die möglicherweise heute Nachmittag nach dem Spiel der deutschen Nationalmannschaft das Gänseliesel belagern. Durch die Bühne und zahlreiche Stuhlreihen davor kann es eng werden. Konflikte wolle man, so die Göttinger Ordnungsverwaltung, in „jedem Fall“ vermeiden. Man sei zuversichtlich, dass Fußball- und Musikfans „ausreichend Verständnis“ für einander haben und guten Willens seien, um einerseits „der Freude über einen Sieg der deutschen Nationalmannschaft Ausdruck zu geben und dann den ungestörten Spaß an einem Freilichtkonzert zu haben“.

Einen Rekord kann die neunte Nacht der Kultur schon jetzt aufweisen: So viele aktive Künstler – es sind rund 800 – hat es noch nie gegeben. Grund ist die Nacht der Chöre: 23 Chöre aus Stadt und Kreis treten dabei in der Jacobikirche auf.

Während der Nacht der Kultur werden die östliche Seite der Roten Straße und die Wendenstraße bis zum Albaniplatz gesperrt. Nach Auskunft von Pro City bleibt die Durchfahrt von der Stadthalle über die Lange-Geismar-Straße ebenfalls gesperrt. Die Zufahrt zu den Parkplätzen in der Mauerstraße und Lange-Geismar-Straße sei aber möglich. Anlieger können über die Jüdenstraße vorbei am Carré die Innenstadt verlassen.

Für das Konzert des Göttinger Symphonie Orchesters gibt es nach Auskunft von City-Managerin Beate Behrens noch Sitzplatzkarten. Der Vorverkauf läuft bis 18 Uhr über die Tourist-Information im Alten Rathaus, Markt 9.

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  • Veranstaltungen mit Uhrzeiten siehe HIER!

Quelle: Göttinger Tageblatt, 17. Juni 2010

2011

Besucher trotzen der Kälte

Das nasskalte Wetter hat den Veranstaltern der zehnten Nacht der Kultur am Freitagabend, 1. Juli, einen Strich durch die Rechnung gemacht: Zum ersten Mal seit der ersten Nacht der Kultur im Jahr 2002 musste das Konzert des Göttinger Symphonieorchesters vom Marktplatz vor dem Alten Rathaus in die Johanniskirche umziehen.

Dort spielte das Orchester unter Leitung von Christoph Mathias Mueller. Citymanagerin Beate Behrens bedauerte den Umzug, der mit Rücksicht auf Orchestermusiker und -equipment nicht zu vermeiden gewesen sei. Auch andere Open-Air-Programmpunkte mussten verlegt werden. Der Stimmung unter den tausenden Besuchern, die dem Wetter trotzten, tat das aber keinen Abbruch.


Von Klassik bis zum Rock-Klassiker

„Das ist einfach toll“, freute sich Johanna Meyer vom Kunstverein. Sie hatte am frühen Abend bereits mehr als 500 Menschen im Künstlerhaus gezählt, die sich die Ausstellung und die Ateliers anschauten. Auch der zehnjährige Leosch Ehlers und seine Mutter Anette Gramß aus Erbsen nutzten die Göttinger Nacht der Kultur, um sich zum Beispiel von Künstler Georg Hoppenstedt den Entwurf des neuen Göttinger Adventskalenders erklären zu lassen.

Derweil tummelten sich in den Altstadtstraßen und in den Innenstadtkirchen allerlei Musikfreunde, um den vielen, vielen klanglichen Darbietungen zu lauschen: von Klassik mit dem GSO bis hin zum Rock-Klassiker der Band The Great Pretender, von mittelalterlichen Harfenklängen über argentinische Tango vom Akkordeon und afrikanischen Rhythmen bis hin zu Jazz und Reggae. Für Kurzweil sorgten darüber hinaus etliche weitere Künstler mit Tanzdarbietungen, Jonglagen, Akrobatik und vielbeachteten Auftritten. So erhielt Artist Jan mit seinem Hund Nutmeg für seine Show „Old School Circus“ in der Fußgängerzone reichlich Applaus, die DT-Schauspieler Stefan Dehler und Christoph Huber gaben in der Stadtbibliothek unter dem Motto „Hammerschlag und Muffensausen“ Heimwerkertragödien zum Besten, und die Gruppe Tappin Drums sorgte mit Schlagzeug und Steptanz am Wilhelmsplatz für Stimmung. Die gute Atmosphäre ließen sich die Besucher der Nacht der Kultur dann auch nicht durch zeitweiligen Nieselregen vermiesen. Und wem dennoch kühl war, der wippte sich etwa auf dem Wochenmarkt im Rhythmus der Gruppe Bacalao warm.