Neuapostolische Kirche

Aus Wiki Göttingen
Wechseln zu: Navigation, Suche
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei fehlt
Neuapostolische Kirche in Göttingen


Die Neuapostolische Kirche (Nak), die ihren derzeitigen Namen 1930 annahm, entstand in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Deutschland. Die Gemeinschaft entwickelte sich ab 1878 aus einer Gruppe, die sich ihrerseits 1863 von den Katholisch-apostolischen Kirche (Kap) abgespalten hatte. Die Besonderheit der Kap bestand in der Wiedereinführung des Apostelamts (von griechisch "Sendbote"). Dieses war in der alten Kirche um das Jahr 100 erloschen. Nur Apostel könnten den heiligen Geist durch Handauflegen spenden, heißt es in der neuapostolischen Schrift "Fragen und Antworten".

Diese so genannte Versiegelung gilt in der Nak neben Taufe und Abendmahl als drittes Sakrament. Mit ihr werde der Gläubige zum "Gotteskind" und habe die Hoffnung bei der Wiederkunft Christi in den Himmel entrückt zu werden. Den Aposteln steht seit 1897 ein Stammapostel vor, der sich als Nachfolger des Apostels Petrus betrachtet. Damals erhielt die Nak ihre straff-hierarchische Struktur.

Zu Pfingsten 2005 führte Stammapostel Richard Fehr (65) in Gegenwart aller 360 Apostel den bisherigen Bezirksapostel für Norddeutschland, Wilhelm Leber (57), als seinen Nachfolger ein. Die Göttinger Gemeinde entstand 1906. 1958 bezog sie ein Gebäude in der Weender Landstraße 63c, in dem zuvor ein Werkzeugmaschinenhandel ansässig war. Die Mitgliederzahl hat sich bei 410 Personen eingependelt, von denen 50 unter 18 Jahren alt sind. Joachim Richter und Rainer Geffers leiten die Gemeinde. Sie ist die größte von 15 Gemeinden im Bezirk, die zusammen 1500 Gläubige zählen.

Die Nak, die nach eigenen Angaben in Deutschland 388000 Anhänger zählt, ist nach der katholischen und der evangelischen Kirche, die jeweils über mehr als 26 Millionen Mitglieder verfügen, die drittgrößte christliche Gemeinschaft Deutschlands. Weltweit will die Nak über 10,8 Millionen Anhänger verfügen, von denen 80 Prozent in Afrika leben sollen.




Weblinks