Neues Rathaus (Göttingen)

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Luftbild Neues Rathaus (selber fliegen?)
Altes Rathaus: 1369-1443 entstanden.

Das Neue Rathaus Göttingen befindet sich am Hiroshimaplatz 1-4 in Göttingen. Leiter des neuen Rathauses ist Erster Stadtrat Hans-Peter Suermann. Die meisten Ämter der Stadt Göttingen befinden sich in diesem Gebäude. Die Verwaltung konnte 1978 das neue Rathaus Göttingen beziehen.

Vor dem "Neuen Rathaus"

1369-1443 ist das am Markt gelegene Rathaus entstanden, rund 600 Jahre lang erfüllte es seinen Zweck. Die Einwohnerzahl verfielfältigte sich aufgrund von der Universitätsgründung (1734) und dem Eisenbahnanschluss (1854).

1902 wurde das Stadthaus, heute Stadtbibliothek, an der Gotmarstraße gebaut, 1963 und 1965 kamen noch mehr Einwohner hinzu durch die Flüchtlingszuzüge nach Ende des Zweiten Weltkriegs.

Die städtische Verwaltung war an rund 20 verschiedenen Orten untergebracht.

Das "Neue Rathaus"

Im Februar 1976 beschloss der Rat den Beginn des Bauvorhabens.

Der Auftrag ging an die Bietergemeinschaft Raulf /Ebel/Dawe. Veranschlagte Kosten: rund 33 Millionen Mark. Mit dem Beschluss billigte der Rat auch, das entstehende Verwaltungsgebäude künftig als „Neues Rathaus“ zu bezeichnen.



Baustelle

Großbaustelle: Um einen Kern herum werden die Stockwerke des neuen Verwaltungsgebäudes aufgebaut. © Raulf-Archiv

In drei Abschnitten wurde das Bauvorhaben unterteilt: Turm mit Ratssaal, Parkdeck und darüber zwei flache Bürotrakte sowie ein Nebengebäude an der Reinhäuser Landstraße.

Das Fundament verschlang als es fertiggestellt war, 500 Tonnen Eisen und 3200 Tonnen Beton und war rund 2,60 Meter hoch. Es kam zu einem Verorgungsengpass so dass drei Tage lang in Göttingen kein Beton aufzutreiben war. Wöchentlich entstand ein Geschoss des achteckigen Turms.

85 Arbeiter arbeiteten rund um die Uhr im Schichtdienst. 70 davon waren arbeitslose Handwerker aus dem Baugewerbe, für deren Beschäftigung die Bundesanstalt für Arbeit der Stadt Göttingen einen Zuschuss zahlte. Der Rathausturm ist rund 70 Meter hoch geworden und hat 17 Stockwerke.


Vertigstellung der verschiedenen Bauabschnitte

Im Februar 1977 beschloss der Rat der Stadt, den zweiten Bauabschnitt, eigentlich erst für das Jahr 1980 vorgesehen, parallel zu starten, um erneut Zuschüsse und ein zinsgünstiges Darlehen der Nürnberger Arbeitsvermittler zu bekommen.

Die Architektenbüros arbeiteten fieberhaft an der weiterführenden Planung während unter städtischer Bauleitung die Arbeiten auf dem 82er-Platz (Hiroshimaplatz) weitergingen.

Im April 1978 entschied der Stadtrat, den dritten Bauabschnitt – das heutige Stadtarchiv – anzugehen, was bis Herbst 1980 in die Tat umgesetzt wurde. Die bereits fertiggestellten Gebäude des ersten und zweiten Bauabschnitts waren im September 1978 bereit für den Einzug.

Am 8. Dezember wurde das Neue Rathaus offiziell eröffnet.

  • Quelle: Göttinger Tageblatt 19.10.20102; 26.10.2012