Northeim: Unterschied zwischen den Versionen

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(Heimatmuseum Northeim: Artikel im Göttinger Tageblatt 2013)
 
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Die '''Stadt Northeim''' ist eine der aktuelle Sitz des [[Landkreis Northeim|Landkreises Northeim]] in [[Niedersachsen]]. Northeim liegt im [[Leinebergland|Niedersächsischen Bergland]] an den äußersten Südwestausläufern des [[Harz]]es beziehungsweise östlich des [[Solling]]s in 23 Kilometern Entfernung zu [[Göttingen]].
  
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Durch Northeim fließt die [[Rhume]], westlich der Stadt die [[Leine]].
  
== '''Landkreis Northeim''' ==
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Northeim liegt an der [[Northeimer Seenplatte]], die derzeitig aus zwölf durch Kiesabbau entstandenen Seen mit einer Gesamtfläche von 360 Hektar (Stand: August 2006) besteht. Weitere drei Seen sollen fogen.
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== Stadtgliederung ==
 
   
 
   
Der Landkreis Northeim (NOM) liegt im Weser-Leine-Bergland im Südosten von Niedersachsen.  
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16 Ortsteile (Kernstadt plus [[Berwartshausen]], [[Bühle]], [[Denkershausen]], [[Edesheim]], [[Hammenstedt]], [[Hillerse]], [[Höckelheim]], [[Hohnstedt]], [[Hollenstedt]], [[Imbshausen]], [[Lagershausen]], [[Langenholtensen]], [[Schnedinghausen]], [[Stöckheim]], [[Sudheim]]. Außerdem sind folgende Siedlungen den Dörfern zugeordnet: [[Wetze]] zu [[Stöckheim]], [[Brunstein]] zu [[Langenholtensen]], [[Gut Wickershausen]] zu [[Hollenstedt]], [[Güntgenburg]] zu [[Hammenstedt]].
  
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===Adresse der Stadtverwaltung: ===
  
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Scharnhorstplatz 1
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37154 Northeim
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Bürgermeister: [[Harald Kühle]] (SPD)
  
== Basisdaten ==  
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==Geschichte==
  
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Bereits vor 800 wurde Northeim das erste Mal urkundlich erwähnt. Bei dem Schriftstück handelt es sich um eine Eigentumsübertragung an das Kloster Fulda durch einen fränkischen Adligen. Im 10. Jahrhundert dann wird die Gegend zum Rittergau.
  
Bundesland:  Niedersachsen
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Graf Siegfried von Northeim wurde 982 erstmals erwähnt. 1061 wird Otto II. von Northeim mit dem Herzogtum Bayern beliehen, das er durch Verrat 1069 wieder verlor.
  
Verwaltungssitz:  Northeim  
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Ab dem Jahr 1204 führt Northeim den Titel „civitas“, die Stadtrechte werden aber erst am 26. März 1252 verliehen. 1265 übernimmt die Stadt [[Göttingen]] diese dann. 1384 wird Northeim Hansestadt und bleibt es bis 1554. 1802 werden in der Nähe der Stadt Schwefelquellen entdeckt.
  
Fläche: 1.266,87 km²
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In den 1960er Jahren baute der Reifenhersteller Continental ein Zweigwerk in Northeim. Dadurch war in der Stadt ein Einwohnerzuwachs zu verzeichnen.  
  
Einwohner: 146.247 (30. Juni 2006)
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Das älteste Gebäude in Northeim ist das [[Reddersen-Haus]] von [[1420]].Hier ist die [[Northeim Touristik]] und das [[Stadtmarketing]] untergebracht. Die zweiten Etage ist nach dem Vorbild der Wohnsituation einer Ackerbürgerfamilie im 18. Jahrhundert eingerichtet.
  
Bevölkerungsdichte: 115 Einwohner je km²
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Am 22. Mai [[2011]] hielt die NPD ihren Parteitag in Northeim ab. Begleitet wurde das ganze von Protestesten. Siehe auch Protest gegen [[NPD-Parteitag in Northeim]].
  
Kreisschlüssel: 03 1 55
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===Firmen im Gewerbegebiet Göttinger Straße, südlich der Fliederstraße ===
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* Alfred Mählich: Schuhproduktion begann 1946 im Gewerbegebiet (Konkurs 1975)
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* Wilhelm Vordemfelde (Stettin): Herrenkleiderfabrik kam 1949 in das Gewerbegebiet
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* Konservenfabrik
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* Thimm-Wellpappen: Fabrikationsanlage siedelt 1952 in dem Gewerbegebiet an
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* Elconia: Die Schuhfabrik (Haus- und Gummischuhe), die später in Romica umbenannt wurde, siedelt 1952 in dem Gewerbegebiet an
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* Linnhoff: Maschinenfabrik siedelte 1950 im Industriegebiet an, hier stellt die Fabrik Straßenmaschinen her (Konkurs 1970)
  
Kfz-Kennzeichen: NOM
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===Betriebsansiedelungen südlich der Einbecker Straße===
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* Betonwerk Mäder
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* Fertighaus-Bauunternehmen Kurth
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* Salzgitter Fernglas GmbH
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* Kunststofffabrik von Wolf-Dietrich Hannecke
  
Kreisgliederung: 12 Gemeinden
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===Fabrikansiedelungen nach 1968===
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* Matratzenfabrik Breckle
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* Kunststofffabrik Sander-Beuermann
  
Adresse der Kreisverwaltung:
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== Brand in der Innenstadt 2009 ==
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* Bei einem [[Brand in Northeim|Großbrand in der Northeimer Innenstadt]] sind am 6.4.2009 acht Fachwerkhäuser niedergebrannt oder stark beschädigt worden. Eine Anwohnerin musste mit Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. Während des Einsatzes zog sich ein Feuerwehrmann einen Rippenbruch, ein weiterer eine Rauchgasvergiftung zu. Der Schaden wird auf mehrere Millionen Euro geschätzt.
  
Medenheimer Straße 6-8
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==Persönlichkeiten==
  
37154 Northeim  
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August Eberhard Müller * 13.12.1767 in Northeim; † 3.12.1817 in Weimar, Komponist und Organist
  
Website: www.landkreis-northeim.de
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Friedrich Julius Tittmann * 20.08.1814; † 1883 in Göttingen, Literaturwissenschaftler
  
Landrat: [[Michael Wickmann]] (SPD)
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Georg Diederichs * 2.09.1900 in Northeim; † 19.07.1983 in Hannover, ehemaliger nds. Ministerpräsident (SPD)  
  
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D-Bo (eigentlich Danny Bokelmann) * 6.06.1978 in Northeim, deutscher Rapper
  
== Kreisgebiet ==
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Reinhard Rauball * 25.12.1946 in Northeim, Justizminister a.D. in NRW und Fußballfunktionär (ehem. Präsident des BVB Dortmund)  
Das Kreisgebiet umfasst die Gemeinde [[Bad Gandersheim]], Flecken [[Bodenfelde]], Stadt [[Dassel]], Stadt [[Einbeck]], Stadt [[Hardegsen]], [[Kalefeld]], [[Katlenburg-Lindau]], [[Kreiensen]], Stadt [[Moringen]], Flecken [[Nörten-Hardenberg]], Stadt [[Northeim]] (Kreissitz) und die Stadt [[Uslar]].
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Hinzu kommt das unbewohnte, gemeindefreie Gebiet [[Solling]].  
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Jochen Schimmang * 14.03.1948 in Northeim, Schriftsteller und Übersetzer
  
 
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== Orte ==
== Geografische Lage ==
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Der LK Northeim grenzt an den Landkreis Holzminen (HOL) im Westen, den Landkreis Hildesheim (HI) im Norden und an die Landkreise Goslar (GS) und Osterode am Harz (OHA) im Osten sowie im Süden an den [[Landkreis Göttingen]] (GÖ) und an den hessischen Landkreis Kassel.
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== Verkehr ==
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Durch das Kreisgebiet verlaufen die Bundesautobahn A 7 und die Bundesstraße B 3 in Nord-Süd-Richtung, sowie die Bundesstraßen B 64 und B 241 in Ost-West-Richtung.
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In Northeim kreuzt die Schienenstrecke aus der Ost-West-Richtung die Strecke aus der Nord-Süd-Richtung.
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In Kreiensen ist ein wichtiger Bahnknotenpunkt für Abzweigungen in den Harz und in den Solling.
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== Geschichte ==
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Der Kreis wurde am 1. April 1885 durch die Neugliederung der preußischen Provinz Hannover gebildet.
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Am 1. Oktober 1932 kam der Kreis Uslar zum Kreis Northeim hinzu.
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Am 1. März wurden die damaligen Landkreise Einbeck und Northeim aufgelöst und zum neuen Landkreis Northeim vereinigt.
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In den Jahren 1971 bis 1977 entstand ducrh Gebietsabtretungen und durch Gebietserweiterungen der jetzige Landkreis.
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Der LK gehörte zunächst zum [[Regierungsbezirk]] Hildesheim und später zum Regierungsbezirk Braunschweig. Das Land [[Niedersachsen]] hat 2004 die Regierungsbezirke abgeschafft.
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== '''Stadt Northeim''' ==
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===Kirche===
  
==Lexikonteil ==
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Das Kloster [[Kloster St. Blasius Northeim|St. Blasius]] wurde um 1100 gegründet.
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Die dreischiffige spätgotische Hallenkirche [[St.-Sixti-Kirche Northeim|St. Sixti]] verfügt über die größte Kirchenorgel im südniedersächsischen Raum.
  
Die Stadt Northeim ist eine der aktuelle Sitz des [[Landkreis Northeim|Landkreises Northeim]] in [[Niedersachsen]]. Northeim liegt im Niedersächsischen Bergland an den äußersten Südwestausläufern des Harzes beziehungsweise östlich des Sollings in 23 Kilometern Entfernung zu [[Göttingen]].
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===Sehenswürdigkeiten===
  
Durch Northeim fließt die [[Rhume]], westlich der Stadt die [[Leine]].
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Die gut erhaltene Altstadt Northeims besteht überwiegend aus Fachwerkgebäuden des 16. bis 18. Jahrhunderts. Außerdem sind große Teile der Stadtmauer erhalten.  
  
Northeim liegt an der [[Northeimer Seenplatte]], die derzeitig aus zwölf durch Kiesabbau entstandenen Seen mit einer Gesamtfläche von 360 Hektar (Stand: August 2006) besteht. Weitere drei Seen sollen fogen.  
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Eine bis zu 8000 Besucher fassende Freilichtbühne wurde 1934 vom „Freiwillige Arbeitsdienst“ errichtet. Die [[Waldbühne Northeim]] sollte ursprünglich als Thingstätte dienen, heute finden dort Konzerte unter freiem Himmel statt.
  
===Basisdaten===
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Im [[Theater der Nacht]] werden Figurenteaterstücke aufgeführt.
  
Bundesland: [[Niedersachsen]]
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=== Heimatmuseum Northeim: Artikel im Göttinger Tageblatt 2013 ===
  
Landkreis: Northeim
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[[Bild:heimatmuseum5.jpg|thumb|250px|Freuen sich über die neue Archäologie-Abteilung im Heimatmuseum Northeim: Ekkehard Just und  Stefan Teuber.]]
 
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Koordinaten: 51° 42′ N, 10° 0′ O51° 42′ N, 10° 0′ O
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Höhe: 126 m ü. NN
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Fläche: 145 km²
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Einwohner: 30.973 (Stand: 31. Dezember 2004)
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Bevölkerungsdichte: 214 Einwohner je km²
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Postleitzahl: 37154
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Kfz-Kennzeichen: NOM
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Gemeindeschlüssel: 03 1 55 011
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== Stadtgliederung ==
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Das Heimatmuseum Northeim bekommt wieder eine archäologische Abteilung: Am Mittwoch, 17. April, soll sie eröffnet werden. Wer sich über die frühe Geschichte der Stadt Northeim informieren möchte, wird künftig im Foyer fündig. Dort können Funde von der Steinzeit bis zum Mittelalter angesehen werden.
  
16 Ortsteile (Kernstadt plus [[Berwartshausen]], [[Bühle]], [[Denkershausen]], [[Edesheim]], [[Hammenstedt]], [[Hillerse]], [[Höckelheim]], [[Hohnstedt]], [[Hollenstedt]], [[Imbshausen]], [[Lagershausen]], [[Langenholtensen]], [[Schnedinghausen]], [[Stöckheim]], [[Sudheim]]. Außerdem sind folgende Siedlungen den Dörfern zugeordnet: [[Wetze]] zu [[Stöckheim]], [[Brunstein]] zu [[Langenholtensen]], [[Gut Wickershausen]] zu [[Hollenstedt]], [[Güntgenburg]] zu [[Hammenstedt]].
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'''"Wir hatten einfach keinen Platz"'''
  
Adresse der Stadtverwaltung:
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Zwischen 1991 und 2003 wurden im Eingangsbereich des Museums Am Münster ur- und frühgeschichtliche Exponate aus Northeim und Umgebung gezeigt. Weichen mussten die Ausstellungsstücke jedoch 2004, als der spektakuläre Höckelheimer Münzfund einzog. „Wir hatten einfach keinen Platz“, erinnert sich Stadtarchivar Ekkehard Just. Die ärchäologischen Kostbarkeiten vom Tongefäß bis zum Mammutzahn kamen ins Magazin.
  
Scharnhorstplatz 1
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Und wurden im Museumbetrieb vermisst. „Es gab immer wieder Anfragen aus der Bevölkerung, vor allem auch von den Schulen“, berichtet Just. Im Jahr 2010 lag wieder ein Konzept vor, wie die archäologische Sammlung wieder integriert werden könnte. „Wir waren allerdings auf Sponsorenunterstützung angewiesen.“
  
37154 Northeim
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Schließlich halfen die Kulturstiftung des Landkreises Northeim, die KSN-Stiftung der Kreissparkasse, die Reddersen-Stiftung und der Heimat- und Museumsverein für Northeim und Umgebung.
  
Bürgermeister: [[Harald Kühle]] (SPD)
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'''Fachliche Unterstützung'''
  
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Fachliche Unterstützung kam aus der Nachbarschaft: Einbecks Stadtarchäologe Stefan Teuber, seit gut 20 Jahren Kenner auch der archäologischen Fundorte im Raum Northeim, stellte die Ausstellung zusammen und verfasste Beschriftungen und Infotafeln für die zeitliche Einordnung zwischen Steinzeit und Mittelalter.
  
===Geschichte===
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Teuber griff auf die alten, ausgelagerten Exponate zurück, die teils erneut restauriert wurden wie etwa das 1,25 Meter lange Stück eines im Kiesabbau bei Edesheim gefundenen Mammutzahns, und fügte viel neues ein. Zu sehen ist auch die in den 1930er-Jahren gefundene „Edesheimer Kulttrommel“ aus der Zeit zwischen 3200 und 2800 vor Christus, die im Niedersächsischen Landesmuseum Hannover aufbewahrt wurde.
  
Bereits vor 800 wurde Northeim das erste Mal urkundlich erwähnt. Bei dem Schriftstück handelt es sich um eine Eigentumsübertragung an das Kloster Fulda durch einen fränkischen Adligen. Im 10. Jahrhundert dann wird die Gegend zum Rittergau.
+
'''Acht Vitrinen und Infotafeln'''
  
Graf Siegfried von Northeim wurde 982 erstmals erwähnt. 1061 wird Otto II. von Northeim mit dem Herzogtum Bayern beliehen, das er durch Verrat 1069 wieder verlor.  
+
Auch aus dem Städtischen Museum Göttingen kamen archäologische Fundstücke zurück in die Stadt Northeim. Die Ausstellung umfasst acht Vitrinen und ebenso viele große Infotafeln. Liebevolles Detail der Präsentation: das Modell eines Grabhügels.
  
Ab dem Jahr 1204 führt Northeim den Titel „civitas“, die Stadtrechte werden aber erst 1252 verliehen. 1265 übernimmt die Stadt [[Göttingen]] diese dann. 1384 wird Northeim Hansestadt und bleibt es bis 1554. 1802 werden in der Nähe der Stadt Schwefelquellen entdeckt.
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'''Quelle:''' Artikel von Katharina Klocke im [[Göttinger Tageblatt]] vom 15.04.[[2013]].
  
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'''Foto:''' Peter Heller.
  
== Aktuell ==
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===Flugplätze===
 
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In Northeim gibt es zwei Flugplätze, siehe:
 
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*[[Segelflugplatz Northeim]]
== Personen und Organisationen ==
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*[[Flugplatz Northeim|Motorflugplatz Northeim]]
 
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===Persönlichkeiten===
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[[August Eberhard Müller]] * 13.12.1767 in Northeim; † 3.12.1817 in Weimar, Komponist und Organist
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[[ Friedrich Julius Tittmann]] * 20.08.1814; † 1883 in Göttingen, Literaturwissenschaftler
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[[Georg Diederichs]] * 2.09.1900 in Northeim; † 19.07.1983 in Hannover, ehemaliger nds. Ministerpräsident (SPD)
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[[D-Bo]] (eigentlich Danny Bokelmann) * 6.06.1978 in Northeim, deutscher Rapper
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[[Reinhard Rauball]] * 25.12.1946 in Northeim, Justizminister a.D. in NRW und Fußballfunktionär (ehem. Präsident des BVB Dortmund)
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[[Jochen Schimmang]] * 14.03.1948 in Northeim, Schriftsteller und Übersetzer
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===Kirche===
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Das Kloster [[Kloster St. Blasius Northeim|St. Blasius]] wurde um 1100 gegründet.
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Die dreischiffige spätgotische Hallenkirche [[St.-Sixti-Kirche Northeim|St. Sixti]] verfügt über die größte Kirchenorgel im südniedersächsischen Raum.
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===Medien===
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Northeimer Neueste Nachrichten, Tageszeitung (außer sonntags) als Regionalausgabe der Hessische Niedersächsische Allgemeine; HNA.
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===Sehenswürdigkeiten===
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Die gut erhaltene Altstadt Northeims besteht überwiegend aus Fachwerkgebäuden des 16. bis 18. Jahrhunderts. Außerdem sind große Teile der Stadtmauer erhalten.
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Eine bis zu 8000 Besucher fassende Freilichtbühne wurde 1934 vom „Freiwillige Arbeitsdienst“ errichtet. Die [[Waldbühne Northeim]] sollte ursprünglich als Thingstätte dienen, heute finden dort Konzerte unter freiem Himmel statt.
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== Links ==
 
== Links ==
 
[http://www.northeim.de/ Northeim im Internet]
 
[http://www.northeim.de/ Northeim im Internet]
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[[Albert-Schweitzer-Krankenhaus]]
  
 
[[Kategorie:Northeim| ]]
 
[[Kategorie:Northeim| ]]

Aktuelle Version vom 17. Juni 2013, 14:16 Uhr

Die Stadt Northeim ist eine der aktuelle Sitz des Landkreises Northeim in Niedersachsen. Northeim liegt im Niedersächsischen Bergland an den äußersten Südwestausläufern des Harzes beziehungsweise östlich des Sollings in 23 Kilometern Entfernung zu Göttingen.

Durch Northeim fließt die Rhume, westlich der Stadt die Leine.

Northeim liegt an der Northeimer Seenplatte, die derzeitig aus zwölf durch Kiesabbau entstandenen Seen mit einer Gesamtfläche von 360 Hektar (Stand: August 2006) besteht. Weitere drei Seen sollen fogen.

Stadtgliederung

16 Ortsteile (Kernstadt plus Berwartshausen, Bühle, Denkershausen, Edesheim, Hammenstedt, Hillerse, Höckelheim, Hohnstedt, Hollenstedt, Imbshausen, Lagershausen, Langenholtensen, Schnedinghausen, Stöckheim, Sudheim. Außerdem sind folgende Siedlungen den Dörfern zugeordnet: Wetze zu Stöckheim, Brunstein zu Langenholtensen, Gut Wickershausen zu Hollenstedt, Güntgenburg zu Hammenstedt.

Adresse der Stadtverwaltung:

Scharnhorstplatz 1 37154 Northeim Bürgermeister: Harald Kühle (SPD)

Geschichte

Bereits vor 800 wurde Northeim das erste Mal urkundlich erwähnt. Bei dem Schriftstück handelt es sich um eine Eigentumsübertragung an das Kloster Fulda durch einen fränkischen Adligen. Im 10. Jahrhundert dann wird die Gegend zum Rittergau.

Graf Siegfried von Northeim wurde 982 erstmals erwähnt. 1061 wird Otto II. von Northeim mit dem Herzogtum Bayern beliehen, das er durch Verrat 1069 wieder verlor.

Ab dem Jahr 1204 führt Northeim den Titel „civitas“, die Stadtrechte werden aber erst am 26. März 1252 verliehen. 1265 übernimmt die Stadt Göttingen diese dann. 1384 wird Northeim Hansestadt und bleibt es bis 1554. 1802 werden in der Nähe der Stadt Schwefelquellen entdeckt.

In den 1960er Jahren baute der Reifenhersteller Continental ein Zweigwerk in Northeim. Dadurch war in der Stadt ein Einwohnerzuwachs zu verzeichnen.

Das älteste Gebäude in Northeim ist das Reddersen-Haus von 1420.Hier ist die Northeim Touristik und das Stadtmarketing untergebracht. Die zweiten Etage ist nach dem Vorbild der Wohnsituation einer Ackerbürgerfamilie im 18. Jahrhundert eingerichtet.

Am 22. Mai 2011 hielt die NPD ihren Parteitag in Northeim ab. Begleitet wurde das ganze von Protestesten. Siehe auch Protest gegen NPD-Parteitag in Northeim.

Firmen im Gewerbegebiet Göttinger Straße, südlich der Fliederstraße

  • Alfred Mählich: Schuhproduktion begann 1946 im Gewerbegebiet (Konkurs 1975)
  • Wilhelm Vordemfelde (Stettin): Herrenkleiderfabrik kam 1949 in das Gewerbegebiet
  • Konservenfabrik
  • Thimm-Wellpappen: Fabrikationsanlage siedelt 1952 in dem Gewerbegebiet an
  • Elconia: Die Schuhfabrik (Haus- und Gummischuhe), die später in Romica umbenannt wurde, siedelt 1952 in dem Gewerbegebiet an
  • Linnhoff: Maschinenfabrik siedelte 1950 im Industriegebiet an, hier stellt die Fabrik Straßenmaschinen her (Konkurs 1970)

Betriebsansiedelungen südlich der Einbecker Straße

  • Betonwerk Mäder
  • Fertighaus-Bauunternehmen Kurth
  • Salzgitter Fernglas GmbH
  • Kunststofffabrik von Wolf-Dietrich Hannecke

Fabrikansiedelungen nach 1968

  • Matratzenfabrik Breckle
  • Kunststofffabrik Sander-Beuermann

Brand in der Innenstadt 2009

  • Bei einem Großbrand in der Northeimer Innenstadt sind am 6.4.2009 acht Fachwerkhäuser niedergebrannt oder stark beschädigt worden. Eine Anwohnerin musste mit Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. Während des Einsatzes zog sich ein Feuerwehrmann einen Rippenbruch, ein weiterer eine Rauchgasvergiftung zu. Der Schaden wird auf mehrere Millionen Euro geschätzt.

Persönlichkeiten

August Eberhard Müller * 13.12.1767 in Northeim; † 3.12.1817 in Weimar, Komponist und Organist

Friedrich Julius Tittmann * 20.08.1814; † 1883 in Göttingen, Literaturwissenschaftler

Georg Diederichs * 2.09.1900 in Northeim; † 19.07.1983 in Hannover, ehemaliger nds. Ministerpräsident (SPD)

D-Bo (eigentlich Danny Bokelmann) * 6.06.1978 in Northeim, deutscher Rapper

Reinhard Rauball * 25.12.1946 in Northeim, Justizminister a.D. in NRW und Fußballfunktionär (ehem. Präsident des BVB Dortmund)

Jochen Schimmang * 14.03.1948 in Northeim, Schriftsteller und Übersetzer

Orte

Kirche

Das Kloster St. Blasius wurde um 1100 gegründet. Die dreischiffige spätgotische Hallenkirche St. Sixti verfügt über die größte Kirchenorgel im südniedersächsischen Raum.

Sehenswürdigkeiten

Die gut erhaltene Altstadt Northeims besteht überwiegend aus Fachwerkgebäuden des 16. bis 18. Jahrhunderts. Außerdem sind große Teile der Stadtmauer erhalten.

Eine bis zu 8000 Besucher fassende Freilichtbühne wurde 1934 vom „Freiwillige Arbeitsdienst“ errichtet. Die Waldbühne Northeim sollte ursprünglich als Thingstätte dienen, heute finden dort Konzerte unter freiem Himmel statt.

Im Theater der Nacht werden Figurenteaterstücke aufgeführt.

Heimatmuseum Northeim: Artikel im Göttinger Tageblatt 2013

Freuen sich über die neue Archäologie-Abteilung im Heimatmuseum Northeim: Ekkehard Just und Stefan Teuber.

Das Heimatmuseum Northeim bekommt wieder eine archäologische Abteilung: Am Mittwoch, 17. April, soll sie eröffnet werden. Wer sich über die frühe Geschichte der Stadt Northeim informieren möchte, wird künftig im Foyer fündig. Dort können Funde von der Steinzeit bis zum Mittelalter angesehen werden.

"Wir hatten einfach keinen Platz"

Zwischen 1991 und 2003 wurden im Eingangsbereich des Museums Am Münster ur- und frühgeschichtliche Exponate aus Northeim und Umgebung gezeigt. Weichen mussten die Ausstellungsstücke jedoch 2004, als der spektakuläre Höckelheimer Münzfund einzog. „Wir hatten einfach keinen Platz“, erinnert sich Stadtarchivar Ekkehard Just. Die ärchäologischen Kostbarkeiten vom Tongefäß bis zum Mammutzahn kamen ins Magazin.

Und wurden im Museumbetrieb vermisst. „Es gab immer wieder Anfragen aus der Bevölkerung, vor allem auch von den Schulen“, berichtet Just. Im Jahr 2010 lag wieder ein Konzept vor, wie die archäologische Sammlung wieder integriert werden könnte. „Wir waren allerdings auf Sponsorenunterstützung angewiesen.“

Schließlich halfen die Kulturstiftung des Landkreises Northeim, die KSN-Stiftung der Kreissparkasse, die Reddersen-Stiftung und der Heimat- und Museumsverein für Northeim und Umgebung.

Fachliche Unterstützung

Fachliche Unterstützung kam aus der Nachbarschaft: Einbecks Stadtarchäologe Stefan Teuber, seit gut 20 Jahren Kenner auch der archäologischen Fundorte im Raum Northeim, stellte die Ausstellung zusammen und verfasste Beschriftungen und Infotafeln für die zeitliche Einordnung zwischen Steinzeit und Mittelalter.

Teuber griff auf die alten, ausgelagerten Exponate zurück, die teils erneut restauriert wurden wie etwa das 1,25 Meter lange Stück eines im Kiesabbau bei Edesheim gefundenen Mammutzahns, und fügte viel neues ein. Zu sehen ist auch die in den 1930er-Jahren gefundene „Edesheimer Kulttrommel“ aus der Zeit zwischen 3200 und 2800 vor Christus, die im Niedersächsischen Landesmuseum Hannover aufbewahrt wurde.

Acht Vitrinen und Infotafeln

Auch aus dem Städtischen Museum Göttingen kamen archäologische Fundstücke zurück in die Stadt Northeim. Die Ausstellung umfasst acht Vitrinen und ebenso viele große Infotafeln. Liebevolles Detail der Präsentation: das Modell eines Grabhügels.

Quelle: Artikel von Katharina Klocke im Göttinger Tageblatt vom 15.04.2013.

Foto: Peter Heller.

Flugplätze

In Northeim gibt es zwei Flugplätze, siehe:

Links

Northeim im Internet

Albert-Schweitzer-Krankenhaus