Northeimer Seenplatte

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Die durch Kiesabbau (Firma August Oppermann, Hann. Münden) entstandene „Northeimer Seenplatte“ erstreckt sich über eine Fläche von etwa 360 Hecktar und besteht zur Zeit aus zwölf künstlichen Seen. Mindestens drei weitere werden noch hinzukommen. Dem Gebiet der Seenplatte wurden durch einen Landschaftsrahmenplan und mehrere Bebauungspläne mit Grünordnungsplänen verschiedene Folgenutzungen zugeordnet.

Die Aufgabenstellung beim weiteren Kiesabbau ist die Renaturierung und Neugestaltung der Landschaft, die durch die Rohstoffentnahme grundlegend verändert wurde. Dem Gesamtplan liegt das bereits bewährte Planungskonzept von Prof. Hedergott aus dem Jahre 1958 zum Miteinander von Natur und Freizeit zugrunde. Neben den für die Auskiesung vorgesehenen Flächen gibt es eine Gliederung in Bereiche, die für Freizeitbetätigungen, für den Naturschutz und für die Fischzucht vorgesehen sind. Die Wasserfläche des größten Sees, der sich im Endausbau auf ca. 160 ha erstrecken wird, bringt den See näher an die Stadt heran. Schon heute gibt es hier vielfältige Möglichkeiten der Freizeitgestaltung, wie Wandern, Baden, Segeln, Surfen, Tauchen und Angeln. Die naturverbundenen Besucher hingegen haben die Gelegenheit, das einzigartige "Wasservogelreservat Northeimer Seenplatte" als geschützten Lebensraum für die Tier- und Pflanzenwelt zu entdecken. Es besteht zunächst aus drei Seen, später aus vier Seen. Bereits der im Jahre 1980 rechtskräftig gewordene Bebauungsplan Nr. 90 'Northeimer Seenplatte' sieht vor, dass der Große See Nr. 1 einmal auf einem Rundwanderweg in Ufernähe vollständig umschritten werden kann. Da der Kiesabbau am See voraussichtlich noch weitere 20 Jahre fortgesetzt wird, wird eine komplette Umrundung des Sees auf absehbare Zeit nicht möglich sein.