Novelis Deutschland GmbH

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Die Novelis Deutschland GmbH ist ein Tochterunternehmen vom weltweit tätigen Unternehmen für Aluminium-Walzerzeugnisse Novelis Inc. mit Firmensitz in Atlanta. Das Werk in Göttingen-Weende ist einer von insgesamt 5 Produktionsstandorten der Novelis innerhalb Deutschlands.

Produkte

Für die Industrie werden aus Aluminium Dosen, Flaschen, Kartuschen, Spezialverpackungen sowie Aluminiumflacherzeugnisse, hauptsächlich für die Druck- und Verpackungsindustrie, produziert. Außerdem bietet das Unternehmen Farbaluminium und Aluminiumcoils für den lithografisches Bereich an.

Geschichte

1909 wurde das Werk als Aluminiumwerke Carl Albrecht gegründet, in welchem vor allem Haus- und Küchengeräte produziert wurden. 1930 wurde das Werk von der kanadischen Firma Aluminium Ltd. übernommen und in "Aluminiumwerke Göttingen GmbH" umbenannt.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde am 1. Juni 1945 mit Erlaubnis der Militärbehörden der Wideraufbau des Werkes mit 160 Beschäftigten angepackt. Am 7. Oktober 1948 waren 860 Beschäftigte angestellt, die in zwei Hallen Geschirreinheiten produzierten. Bis ins Jahr 1948 musste das Werk wegen Liquiditätsproblemen mehrere hundert Arbeiter entlassen. Auch die Währungsreform am 20. Juni 1948 brachte zunächst keine Entlastung.

In den 1950er Jahren konnte sich das Unternehmen konsolidieren. Das Werk konnte bis 1962 die Jahreskapazität verdreifachen. Im selben Jahr erfolgte die Fusion mit den Firmen Aluminiumwerke Nürnberg GmbH mit Werk Uphusen zur "ALCAN Aluminiumwerke GmbH" mit Firmensitz in Göttingen.

Es folgten Erweiterungen des Betriebsgeländes (1965) und eine Vergrößerung des Walzwerks um 60 Prozent (1966). Von einer Entlassungswelle in der südniedersächsischen Industrie war 1967 auch das Aluminiumwerk betroffen.

1969 wurden 5 Millionen DM investiert und die Produktionspalette überarbeitet: Schwerpunkt war nun Halbzeug statt Fertigprodukte, was dazu führte, dass 1970 die Produktion von Haushaltswaren ganz aufgeben wurde.

In den folgenden Jahrzehnten wurden Kapazitäten und Fertigunsmöglichkeiten von Lithomaterialien erweitert.

In den 1980er Jahren gab es drei Werke in Göttingen, Ludwigshafen und Uphusen, sowie sechs Tochtergesellschaften. Die Tageskapazität lag bei 1000 Mitarbeitern in Göttingen bei 400 Tonnen: Produziert wurden Aluminiumbleche und die Veredlung von Oberflächen. 2005 ging ALCAN an die Novelis Deutschland GmbH über.

Die Produktpalette bestand aus Behältern sowie Haus- und Küchengeräten. 1930 erfolgte die Übernahme durch Aluminium Ltd. aus Kanada und die Umbenennung in Aluminiumwerke Göttingen GmbH. In den 1960er-Jahren wandelte sich der Schwerpunkt der Produktion von Fertigprodukten auf Halbzeug und der Name änderte sich in Alcan Aluminiumwerke GmbH, Werk Göttingen, bevor es 2005 auf Novelis übertragen wurde.

Quellen

  • Novelis Göttingen
  • Möhle, Silvia: Von der Arbeitervorstadt zum Göttinger Ortsteil, Weende im 20. Jahrhundert, Wallstein Verlag, Seite 168ff.