Odilienmühle

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Odilienmühle

Die Odilienmühle ist eine Mühle in der Innenstadt von Göttingen in der Hospitalstraße.

Geschichte

  • 1305 wird die Mühle, die im 12 Jahhundert gebaut wurde, zum ersten Mal in einem Schreiben von Herzog Albrecht dem Feisten erstmals urkundlich erwähnt.
  • 1371 kauft der Rat der Stadt die Odilienmühle
  • September 1999: Die Jüdische Gemeinde Göttingen gibt ihren Plan auf, in der sogenannten Kleinen Mühle an der Hospitalstraße ein Jüdisches Zentrum zu errichten. Die erwarteten Kosten von vier Millionen DM übersteigen trotz der Unterstützung durch Stadt und Land die finanziellen Möglichkeiten der rund 250 Mitglieder zählenden Gemeinde.

Rad der Odilienmühle dreht sich wieder

Nach 60 Jahren Stillstand: Start zum Mühlentag

Es läuft. Nach über 60 Jahren Stillstand dreht sich das Mühlrad der Göttinger Odilienmühle wieder. "Lange hat das Rad vor sich hin gemodert. Jetzt hat es neues Leben bekommen", sagte Hausbesitzer Henning Hauschild und erinnerte an die langen Querelen mit der Stadtverwaltung (Tageblatt berichtete) um Wasserrecht und Probestauungen. Hartnäckigkeit, so Hauschild, habe sich letztlich aber ausgezahlt.

Gemeinsam mit Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD), den Bauausschussmitgliedern Ulrich Holefleisch (Grüne) und Hans Otto Arnold (CDU) sowie dem Leiter des Baubetriebshofes, Volker Hempfing, hat Hauschild das Rad in Betrieb genommen und dazu das von der Stadt restaurierte Wehr herabgelassen, um das Wasser des Leinekanals auf die Schaufeln des mächtigen, aus Eichen gefertigten Rades zu lenken. Ein erster Versuch, das Rad zum Laufen zu bringen, war im September wegen technischer Probleme gescheitert.

"Es gab bei der Stadt viele Bedenkenträger", räumte Meyer ein. Jetzt sei es aber gut, dass sich das Rad der Odilienmühle, die 1305 Mahlrechte bekam, wieder dreht. Schließlich sei die Göttinger Mühlengeschichte ein interessantes Kapitel. Holefleisch kündigte an, sich auch für die beiden anderen Göttinger Mühlen, die Stockleff- und die Walkemühle, einzusetzen.